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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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07. Dezember 2012

Phase IIa-Studie mit Anti-Hepcidin Spiegelmer NOX-H94 zur Anämie der chronischen Erkrankung

NOXXON Pharma gab die Behandlung der ersten Patienten, die an einer funktionellen Eisenmangelanämie, der sogenannten Anämie der chronischen Erkrankung, leiden, mit seinem Anti-Hepcidin Spiegelmer NOX-H94 bekannt. Der Start dieser Phase IIa-Studie folgt auf den erfolgreichen Abschluss einer Phase I-Studie, deren Ergebnisse während des kommenden Jahrestreffens der American Society of Hematology (ASH) in Atlanta vom 8. bis 11. Dezember 2012 vorgestellt werden.

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Im Rahmen eines Phase I-Programms nahmen gesunde Probanden u.a. an einer umfangreichen Studie teil, bei der ansteigende Dosen NOX-H94 durch Einfach- und Mehrfachgabe verabreicht wurden. Weiterhin wurde in einem humanen Pharmakologiemodell erfolgreich die Fähigkeit von NOX-H94 geprüft, bei gesunden Probanden eine durch Endotoxine ausgelöste Hyposiderinämie zu verhindern. Diese sog. Endotoxinämie-Studie lieferte die ersten Daten dafür, dass NOX-H94 auch im Menschen in der Lage ist, erhöhte Hepcidinspiegel zu neutralisieren und dadurch höhere Serumeisenkonzentrationen aufrecht zu erhalten, als dies bei placebobehandelten Probanden der Fall ist.
 
NOX-H94 ist das dritte Spiegelmer, das sich nun in einer Phase II-Studie befindet. Zudem ist diese Studie die vierte Phase IIa-Studie, die NOXXON in diesem Jahr gestartet hat. Die anderen Phase IIa-Studien untersuchen NOX-E36 zur Behandlung der diabetischen Nephropathie, NOX-A12 zur Behandlung der chronisch lymphatischen Leukämie sowie NOX-A12 zur Behandlung des Multiplen Myeloms.
 
Erhöhte Konzentrationen des Peptidhormons Hepcidin, das auch als Hauptregulator der Eisenhomöostase bezeichnet wird, treten besonders bei chronischen Erkrankungen wie Krebs- und Nierenleiden bzw. entzündlichen Erkrankungen auf. Der hohe Hepcidinspiegel führt zu einer Eisenrestriktion, die auch als "funktioneller Eisenmangel" bezeichnet wird. Bei diesem Zustand akkumuliert Eisen in den zellulären Speichern und steht somit nicht zur Hämoglobin-Synthese zur Verfügung. Über die Zeit führt dies zu einer sog. Anämie der chronischen Erkrankung. Durch Bindung und Inaktivierung des Hepcidins greift NOX-H94 in diesen Entstehungsmechanismus der Erkrankung ein.
Diese Phase IIa-Studie soll zeigen, ob NOX-H94 durch die Hemmung von Hepcidin pathologisch erniedrigte Hämoglobinspiegel bei Patienten, die an einer Anämie der chronischen Erkrankung leiden, erhöhen kann. Dabei werden anämische Krebspatienten innerhalb einer europäischen Multicenterstudie über vier Wochen mit wiederholten Dosierungen behandelt. Nach einer offenen Pilotphase folgt eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Hauptphase, in der zwei unterschiedliche Behandlungsschemata von NOX-H94 jeweils mit Placebo verglichen werden.
 
Hepcidinhemmer wie NOX-H94 bieten potenziell die Möglichkeit zu einer gezielten Behandlung der Anämie der chronischen Erkrankung und damit eine Alternative zu den gegenwärtigen unspezifischen Behandlungsformen. Damit könnten auch einige der Nachteile der heute angewandten Therapieformen wie Erythropoese-stimulierende Substanzen (ESAs) sowie intravenöse Verabreichungen von Eisen bzw. Bluttransfusionen, die häufig in hoher Dosierung gegeben werden, vermieden werden.
 
Die potenziellen Risiken von ESAs bei der Behandlung von Krebspatienten und solchen mit chronischen Nierenleiden sind in den von der amerikanischen FDA geforderten "Black-Box"-Warnungen dokumentiert und umfassen beispielsweise ein erhöhtes Risiko von Tumorwachstum oder Rückfällen.
 
Die Häufigkeit der intravenösen Verabreichung von Eisen ist aufgrund der Bedenken bezüglich einer ESA-Therapie entsprechend angestiegen. Jedoch ist diese Behandlungsart wegen der Gefahr der Eisenüberladung ebenfalls nur eingeschränkt einsetzbar. Außerdem führt die intravenöse Verabreichung von Eisen zu einem kontraproduktiven Anstieg des Hepcidinspiegels.
Bluttransfusionen erhöhen ebenfalls den Eisenspiegel im Körper. Sie bergen zudem das Risiko von übertragbaren Krankheiten und Immunsuppression. NOX-H94 ist der erste Hepcidinhemmer, der die Phase II erreicht.
 
Basierend auf Informationen der GLOBOCAN-Datenbank und wissenschaftlicher Publikationen zu Häufigkeit und Arten der Anämie bei Patienten mit Krebs oder chronischen Nierenleiden schätzt NOXXON, dass in den EU-5-Ländern (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien), Japan und den USA jährlich insgesamt etwa 230.000 Krebspatienten und 3,6 Millionen Patienten mit chronischem Nierenleiden, die sich wegen Anämie der chronischen Erkrankung in Behandlung befinden, potenziell von einem Hepcidinhemmer profitieren könnten.
 
 
Weitere Informationen über die aktuelle Phase IIa-Studie von NOX-H94 auf ClinicalTrials.gov: ID: NCT01691040.

Poster-Präsentationen und Vorträge auf der ASH (American Society of Hematology) Konferenz 2012:

Sonntag, 9. Dezember, 18-20 Uhr; Halle B1-B2; Session 504; Publikationsnummer 2342
Single and Repeated Dose First-in-Human Study with the Anti-Hepcidin Spiegelmer NOX‑H94
(Kai Riecke, Stefan Zöllner, Malcolm Boyce et al.)
 
Montag, 10. Dezember, 18-20 Uhr; Halle B1-B2; Session 504; Publikationsnummer 3452
Randomized Double Blind Placebo Controlled PK/PD Study on the Effects of a Single Intravenous Dose of the Anti-Hepcidin Spiegelmer NOX‑H94 on Serum Iron during Experimental Human Endotoxemia
(Lucas van Eijk, Dorine W. Swinkels, John Aaron et al.)

NOX-A12 Vorträge :
Montag, 10. Dezember, 8.15 Uhr; Raum B216-217; Session 641; Publikationsnummer 318
Mode of Action of the SDF-1/CXCL12 Inhibiting Spiegelmer NOX‑A12 and its Impact on Chronic Lymphocytic Leukemia (CLL) Cell Motility and Chemosensitization
(Dirk Zboralski, Julia Hoellenriegel, Christian Maasch)

Montag, 10. Dezember, 10.45 Uhr; Thomas Murphy Festsaal 1; Session 651; Publikationsnummer 440
In Vivo Targeting of Stromal-Derived Factor-1 as a Strategy to Prevent Myeloma Cell Dissemination to Distant Bone Marrow Niches
(Aldo M. Roccaro, Antonio Sacco, Marco Ungari et.)

Quelle: NOXXON Pharma
 
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