Dienstag, 22. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
14. Oktober 2015

Klinische Phase-II-Studie mit Sevuparin zur Behandlung von Sichelzellanämie startet

Ergomed, ein Unternehmen mit Sitz in Großbritannien (UK), und Dilaforette AB, ein schwedischer Medikamentenentwickler mit Fokus auf innovative Behandlungen von Patienten mit Sichelzellanämie (SCD), gaben bekannt, dass der erste Patient in die Phase-II-Studie mit Sevuparin zur Behandlung von SCD-Patienten eingeschlossen wurde. Die Phase-II-Studie ist eine multizentrische, doppelblinde, Placebo-kontrollierte Studie mit hospitalisierten SCD-Patienten, die eine Sichelzellkrise (akut auftretende Mikrogefäßverstopfung) durchlaufen.

Anzeige:
 
 

Es werden männliche und weibliche SCD-Patienten in die Studie eingeschlossen. Das Rekrutierungsziel liegt bei 70 auswertbaren Patienten, die randomisiert entweder Sevuparin oder Placebo erhalten. Die Patienten werden mit Sepuvarin intravenös (i.v.) per Infusion oder Placebo zusätzlich zu Standardschmerzmitteln in Form von intravenösen (i.v.) Infusionen von Opioiden behandelt, die gegeben werden, um den Schmerz während einer Sichelzellkrise zu behandeln. Diese Proof-of-Concept-Studie ist darauf ausgelegt zu zeigen, dass die Zeit bis zur Auflösung der Mikrogefäßverstopfung verkürzt ist, definiert durch einen fehlenden parenteralen Opioidbedarf des Patienten und der Bereitschaft zur Entlassung aus dem Krankenhaus. Sekundäre Endpunkte beinhalten Pharmakokinetik und Sicherheitsaspekte. Es ist geplant, die Studie in vier Ländern in Europa und im Nahen Osten durchzuführen. Sie wird im Rahmen eines Co-Development-Vertrags mit Ergomed durchgeführt. Gemäß der Vereinbarung wird Ergomed einen Teil ihrer Einnahmen aus den klinischen und regulatorischen Aktivitäten im Zusammenhang mit dieser Studie im Ausgleich für eine Kapitalbeteiligung in Dilaforette co-investieren.

Dilaforettes Sevuparin ist ein innovatives unternehmenseigenes Polysaccharid-Medikament. Sevuparin hat das Potenzial, den Blutfluss wieder herzustellen und weitere mikrovaskuläre Obstruktionen (Mikrogefäßverstopfungen), die durch abnorme Blutzellen bei SCD-Patienten verursacht werden, zu verhindern. Aufgrund seiner anti-adhäsiven Eigenschaften könnte Sevuparin bei SCD-Patienten eine Behandlung der zugrunde liegenden Ursache einer gefäßverschließenden Krise (Sichelzellkrise) darstellen und damit eine potenziell frühere Schmerzlinderung, kürzere Krankenhausaufenthalte, weniger Bedarf an Opioiden und eine Verbesserung der Lebensqualität ermöglichen. Das Auflösen der mikrovaskulären Obstruktionen durch Sevuparin könnte durch die Vermeidung von zusätzlichen Gewebe- und Organschäden auch längerfristige positive Auswirkungen haben und damit Komorbiditäten und gegebenenfalls auch die Sterblichkeit reduzieren.

"SCD ist eine Krankheit mit einem hohen medizinischen Bedarf. Aktuelle Behandlungen konzentrieren sich auf die symptomatische Linderung von Schmerzen und behandeln nicht die zugrunde liegende Ursache von Sichelzellkrisen, nämlich die auf Sichelzellen bezogene Verstopfung des Mikrogefäßsystems. SCD steht in Zusammenhang mit einer Reihe von akuten gesundheitlichen Problemen, darunter Sichelzellkrisen, bei denen Sevuparin das Potenzial besitzt, die Lebensqualität für diese Patienten deutlich zu verbessern", sagte Dr. Bart Biemond, Academic Medical Center, Amsterdam, Niederlande, Hauptprüfarzt dieser Studie.

SCD ist eine stark beeinträchtigende und potenziell tödliche Erkrankung mit einem großen medizinischen Bedarf sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern. Es wird geschätzt, dass in den USA nahezu 100.000 Patienten und in Europa 35.000 Patienten mit dieser Erbkrankheit diagnostiziert sind. Eine noch größere Patientenanzahl findet man im Nahen Osten und in Nordafrika (MENA-Regionen). SCD-Patienten durchlaufen im Durchschnitt eine Sichelzellkrise pro Jahr. Diese akute auftretende Komplikation wird durch sichelförmige Blutzellen hervorgerufen, die die Durchblutung lebenswichtiger Organe blockieren, was Ischämie und häufig starke Schmerzen verursacht. Langfristig tragen SCD-Patienten das Risiko von Organschäden und einem frühzeitigen Tod.

Ergomed
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017