Samstag, 19. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
Fachinformation
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
24. Mai 2012

Phase-I-Studie zeigt klinischen Benefit für Melanom-Patienten mit Hirnmetastasen unter Dabrafenib

Dabrafenib wirkt möglicherweise lebensverlängernd bei Melanom-Patienten mit Hirnmetastasen, so Prof Wolfgang Wick, Mitglied der ESMO Central Nervous System Tumors Faculty group. "Obwohl die vorgestellte Phase-I-Studie keine kontrollierte Studie ist, handelt es sich doch um die erste Studie, die relevante biologische und klinische Effekte einer Targeted-Therapie bei einer solchen Patientengruppe gezeigt hat.“
Die Ergebnisse ermöglichen neue Hoffnung für Patienten mit fortgeschrittenem Melanom. „Ihre Erkrankung wird immer besser verstanden, und Signalweg-Inhibitoren wie der BRAF-Inhibitor Dabrafenib können ihre Situation verbessern und ihr Leben verlängern.“

Bessere Behandlungsoptionen werden dringend gebraucht, denn die Prognose bei Melanom in Stadium IV ist schlecht, sobald das Gehirn betroffen ist. Einer von vier neudiagnostizierten Melanom-Patienten hat Hirnmetastasen, ein weiteres Viertel entwickelt sie noch im Verlauf der Krankheit. Die Patienten leiden dann an epileptischen Anfällen und permanenten neurologischen und neuropsychologischen Defiziten. Die gebräuchlichste Therapieoption heute bei multiplen Hirnmetastasen ist die Ganzhirnbestrahlung, die erhebliche neurokognitive Risiken birgt, so Wick.

Dabrafenib wirkt spezifisch auf Tumoren mit BRAF-Mutation, diese liegt bei ca. 50% der Patienten mit malignem Melanom vor (75% V600E-Mutationen, am zweithäufigsten ist die V600K-Mutation), so Dr. Georgina Long, Melanoma Institute Australia and Westmead Hospital in Sydney. In der Studie (1), deren vorläufige Ergebnisse auf dem ESMO 2010 präsentiert worden waren, wurden 184 Patienten mit 150 mg Dabrafenib zweimal täglich behandelt.

Keiner der Patienten mit Hirnmetastasen (n=10) war vorbehandelt, so Dr. Gerald Falchook, University of Texas MD Anderson Cancer Center, USA. Bei 4 Patienten verschwanden die Hirnmetastasen vollständig, bei 5 schrumpften sie, bei einem wurde eine stable disease mit gleichbleibenden Metastasen erreicht. Die Wirkung der Substanz auf das Gehirn war bemerkenswert, ohne dass die Mechanismen dafür bislang bekannt sind, so Long. Das Ansprechen war limitiert auf einige Monate. „Melanom-Patienten mit Hirnmetastasen haben meist eine Lebenserwartung von etwa 4 Monaten. Mit Dabrafenib kam es erst dann – nach median 4,2 Monaten –zum Progress. Zwei der 10 Patienten überlebten länger als 12 Monate, einer war nach 19 Monaten noch am Leben. „Die Daten zeigen, dass es bei BRAF-mutiertem Melanom nicht nur möglich ist, die Hirnmetastasen zu kontrollieren, sondern sogar zu beeinflussen. Die Ergebnisse unterstützen das Paradigma, Hirnmetastasen wie jede andere solide Metastase zu behandeln“, so Wick. Weitere Studien müssen nun folgen. „An der guten Ansprechrate wie auch an der schließlich auftretenden Resistenz sieht man, dass die Signalweg-Blockade ein wichtiger Therapiebestandteil ist, der Tumor diese Blockade allerdings auch schnell umgehen kann.“
ab
Literaturhinweis:
(1) G.V. Long, R.F. Kefford, P.J.A. Carr, M.P. Brown, M. Curtis, B. Ma, P. Lebowitz, K.B. Kim, R. Kurzrock, G. Falchook. Phase 1/2 study of GSK2118436, a selective inhibitor of V600 mutant (mut) BRAF kinase: evidence of activity in melanoma brain metastases (mets). ESMO 2010; Ann Oncol (2010) 21(suppl 8): NP doi:10.1093/annonc/mdq601
Quelle: ESMO
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017