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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. November 2014

Patienten mit Durchbruchschmerzen brauchen extrem schnell freisetzende Opioide

Trotz suffizienter Dauermedikation leiden die meisten Tumorpatienten unter Durchbruchschmerzen. Diese Attacken lassen sich am besten mit extrem schnell freisetzenden Opioiden (Rapid Onset Opioids, ROO) wie Effentora® behandeln. Mit rascher Anflutung und kurzer Wirkdauer deckt die Fentanyl Buccaltablette den Durchbruchschmerz optimal ab.

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In der palliativmedizinischen Versorgung onkologischer Patienten stellt die Schmerztherapie nach wie vor eine Herausforderung dar, erklärte PD Dr. Bernd Alt-Epping, Klinik für Palliativmedizin, Universitätsmedizin Göttingen. Vor allem die tumorbedingten Durchbruchschmerzen werden häufig unzureichend behandelt. Dabei leiden in fortgeschrittenen Stadien über 80% der Krebspatienten unter dieser Schmerzform, die Lebensqualität und körperliches Wohlbefinden oft massiv beeinträchtigt und nicht selten Angstgefühle und Depressivität auslöst.  

Tumorbedingte Durchbruchschmerzen sind definiert als plötzlich einsetzende, vorübergehende Verstärkung trotz suffizienter Analgesie der Dauerschmerzen mit langwirksamen Opioiden. Durchbruchschmerzen (DBS) entstehen entweder spontan oder bei bestimmten Aktivitäten (Bewegungen, Husten, Therapiemaßnahmen). Sie erreichen innerhalb weniger Minuten ihre maximale Intensität und klingen im Mittel nach etwa 30 Minuten von selbst wieder ab.

Dieses charakteristische Zeitprofil ist auch der Schlüssel zur Therapie, so Prof. Dr. Roman Rolke, Klinik für Palliativmedizin der RWTH Aachen. Standardisierte Fragen z.B. nach Beginn, Frequenz, Lokalisation, Dauer und Auslösern geben wichtige Hinweise auf DBS. Differenzialdiagnostisch müssen andere Ursachen wie Tumorprogression oder End-of-Dose-Failure (Basis-Opioid unterdosiert) ausgeschlossen werden.

Patienten mit echten, spontan auftretenden Durchbruchschmerzen brauchen - zusätzlich zur analgetischen Dauertherapie - ein Bedarfs-Opioid mit sehr schnellem Wirkbeginn und kurzer Wirkdauer (ROO), das sie sich selbst verabreichen können. Optimal ist transmukosales Fentanyl, so PD Dr. Marcus Schlemmer, Krankenhaus Barmherzige Brüder, München. Konventionelle nicht retardierte Opioide (short acting opioids, SAO) sind zur Behandlung von Durchbruchschmerzen nicht geeignet. Denn ihre Wirkung beginnt erst nach 30 Minuten, erreicht ihr Maximum nach 60-90 Minuten und hält noch drei bis vier Stunden nach Abklingen der DBS an. 

Eine Cochrane-Analyse von 15 Studien mit zusammen 1.699 Patienten bestätigte die gute Wirksamkeit und Sicherheit oraler und nasaler Fentanylpräparate bei tumorbedingten Durchbruchschmerzen (1). Aufgrund der innovativen OraVescent®-Galenik zeigt Effentora® einen besonders raschen Wirkbeginn.

In placebokontrollierten klinischen Studien an Patienten, die trotz angemessener Basisanalgesie unter Durchbruchschmerzen litten, ließ sich bereits drei bis fünf Minuten nach dem Einlegen der Buccaltablette in die Wangentasche eine signifikante Schmerzlinderung nachweisen. Diese auch klinisch relevante Reduktion hielt etwa ein bis zwei Stunden an (2,3,4).

Wie bei anderen Opioiden sollte man auch bei Effentora® durch eine sorgfältige Titration ermitteln, welche Dosis für eine angemessene Kontrolle der Durchbruchschmerzen sorgt. Wegen der unterschiedlichen Resorptionsprofile ist auch bei einem Wechsel von einem anderen Fentanylpräparat eine erneute Dosistitration erforderlich.

Voraussetzung für den Beginn einer Behandlung mit Effentora® ist eine stabile Opioid-Basistherapie, d.h. der Patient muss mindestens eine Woche auf ≥ 60 mg orales Morphin oder die entsprechende Dosis eines anderen retardierten Opioids eingestellt sein.

An unerwünschten Effekten beobachtet man vor allem Opioid-typische Symptome wie Übelkeit und Schwindel sowie Irritationen an der Applikationsstelle. Effentora® kann auch bei leichter Mucositis (Grad 1-2) ohne Dosisreduktion weitergenommen werden, die Buccaltablette sollte bei Schleimhautreizungen aber evtl. an einer anderen Stelle platziert werden. Für Patienten mit Xerostomie wird empfohlen, vor der Applikation zum Anfeuchten der Mundhöhle Wasser zu trinken.  

Literaturhinweise:
(1) Zeppetella G. et al., Cochrane Database Syst Rev 2013; 10:CD004311
(2) Portenoy RK et al., Clin J Pain 2006, 22: 805-811
(3) Slatkin NE et al., J Support Oncol 2007; 5: 327-334
(4) Müller-Schwefe GHH et al., Deutscher Schmerzkon-gress 2011, Poster
(5) Fachinformation Effentora 

Quelle: TEVA-Symposium im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses, Hamburg, 23.10.2014
 
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