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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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07. Januar 2016

Osteosarkom: Auch hier Gensignaturen mit BRCA1 und 2-Veränderungen maßgeblich

Das Osteosarkom ist der häufigste maligne Knochentumor im Kindes- und Jugendalter und entsteht meistens in der Pubertät. Nach bisherigem Wissensstand zeichnet es sich durch eine enorme genetische Vielfalt aus, was die Forschung an Diagnose und Therapien bis dato erschwerte. „Bisher war man davon ausgegangen, dass die sehr heterogenen genetischen Veränderungen beim Osteosarkom zufällig und ungerichtet sind“, erklärt Prof. Michaela Nathrath, Leiterin der Klinischen Kooperationsgruppe (KKG) Osteosarkom am Helmholtz Zentrum München und der Kinderklinik München Schwabing.

Ihr Team untersuchte zusammen mit Kollegen aus Basel insgesamt 123 Osteosarkome hinsichtlich Veränderungen in deren Erbgut. Dabei kristallisierten sich zunächst 14 Gene heraus, die die Tumorentwicklung offenbar entscheidend vorantreiben, sogenannte Driver-Gene. Weitere Analysen ergaben, dass über 80% der untersuchten Osteosarkome eine bestimmte Konstellation dieser Gene aufwiesen, die bereits aus anderen Tumorarten bekannt ist. Die Forscher fanden eine Gen-Signatur, die auch in Brust- und Eierstockkrebs häufig zu beobachten ist. Dabei werden die DNA-Reparatur-Gene BRCA1 und 2 durch Mutation oder Deletion derart verändert, dass sie Ihre schützende Funktion für das Erbgut nicht mehr ausführen können. Da entsprechende Medikamente (Poly-(ADP-Ribose)-Polymerase-Inhibitoren) bereits existieren, hoffen die Forscherinnen und Forscher, eine neue Therapieoption für Patienten mit Osteosarkomen zu finden. „Unsere Erkenntnisse eröffnen nach Jahrzehnten des Stillstands in der Osteosarkom-Therapie eine neue Therapieoption“, freut sich Studienleiterin Nathrath. Die Bedeutung der Studienergebnisse wurde auch auf dem Weltkongress der Internationalen Gesellschaft für Kinderonkologie (SIOP) gewürdigt, die Nathrath für ihre Arbeiten mit dem Noellenburg Award auszeichnete.

KKG Osteosarkom abgeschlossen

Die Ergebnisse bilden den erfolgreichen Abschluss einer zehnjährigen klinischen Kooperation zwischen den Instituten für Pathologie sowie für Strahlenbiologie am Helmholtz Zentrum München und der Kinderklinik und Poliklinik der Technischen Universität München. Gemeinsam ist es gelungen, klinisch relevante Erkenntnisse zur verbesserten Behandlung von Osteosarkom-Patienten zu gewinnen. „Die aktuelle Arbeit und die Auszeichnung durch die SIOP sind eine schöne Bestätigung unserer Arbeit in den letzten Jahren“, so Nathrath. „An diese Erfolge wollen wir nun anknüpfen, etwa mit einer neuen Therapiestudie für Osteosarkom-Patienten.“

Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Literatur:

(1) Kovac M, Blattmann C, Ribi S et al. Exome sequencing of osteosarcoma reveals mutation signatures reminiscent of BRCA deficiency, Nature Communications 2015. DOI: 10.1038/ncomms9940. http://www.nature.com/ncomms/2015/151203/ncomms9940/full/ncomms9940.html

 
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