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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. Juli 2015

MASCC/ISOO und Senologiekongress: Frühzeitige Osteoprotektion mit Denosumab kann Krankheitslast reduzieren

Der Einsatz von Denosumab (XGEVA®) zur Prävention von Knochenkomplikationen bei Patienten mit Knochenmetastasen aufgrund von Mammakarzinom, Prostatakarzinom sowie anderen soliden Tumoren, kann zu einer geringeren Anzahl sowie einer verkürzten Dauer von Krankenhausaufenthalten und somit zu Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen führen (1,2). Das zeigen aktuelle Daten aus Deutschland, die im Juni bei der 35. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Leipzig (1) sowie auf dem MASCC/ISOO 2015 Annual Meeting on Supportive Care in Cancer in Kopenhagen präsentiert wurden (2).

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Weniger Krankenhausaufenthalte bei Patienten mit Knochenkomplikationen bei Mammakarzinom, Prostatakarzinom und anderen soliden Tumoren

Die Autoren führen die Ergebnisse auf die überlegene Wirksamkeit des RANK-Ligand-Inhibitors Denosumab bei der Prävention von Knochenkomplikationen gegenüber dem Bisphosphonat Zoledronsäure zurück. In Studien wurde gezeigt, dass Denosumab die Zeit bis zum Auftreten einer ersten und weiterer Knochenkomplikationen sowie die Zeit bis zum erstmaligen Auftreten von moderaten bis schweren Schmerzen verlängert (3,4). Wichtig ist der frühzeitige Einsatz von Denosumab ab der ersten Knochenmetastase, auch wenn der Patient zu diesem Zeitpunkt noch nicht symptomatisch ist (5).

Bei soliden Tumoren manifestieren sich Metastasen häufig am Skelett: Beim Mammakarzinom entwickeln etwa 70-85%, beim Prostatakarzinom 60-80% der Betroffenen Knochenmetastasen, die häufig Komplikationen wie pathologische Frakturen nach sich ziehen und zu Bestrahlungen, Operationen und Hospitalisierungen führen. Diese Folgen gehen mit starken Schmerzen, einer eingeschränkten Mobilität bis hin zur Invalidität und einer massiven Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen einher. Prof. Ingo Diel, Vorsitzender der Deutschen Osteoonkologischen Gesellschaft (DOG), Mannheim, und Erstautor der auf den beiden Kongressen präsentierten Daten, erklärte: „Eine adäquate Osteoprotektion ist unerlässlich, um die Lebensqualität unserer Patienten möglichst lange zu erhalten. Neben der Belastung für die Patienten müssen in Zeiten knapper Ressourcen auch die Folgen im Gesundheitswesen im Blick behalten werden. Unsere Analyse hat gezeigt, dass die Therapie mit Denosumab die unmittelbaren Folgen reduziert: Unter Denosumab treten weniger Knochenkomplikationen auf als unter Zoledronsäure. Die Investition in die bestmögliche Osteoprotektion wird durch die Einsparung an Folgekosten zum Großteil aufgefangen.“
 
Reduktion der Krankheitslast beim Mammakarzinom

Diel et al. untersuchten die Auswirkungen von Denosumab versus Zoledronsäure auf die Anzahl und Dauer von Krankenhausaufenthalten bei verschiedenen Krebserkrankungen wie Mammakarzinom, Prostatakarzinomen sowie weiteren soliden Tumoren und sekundären Knochenmetastasen in Deutschland. Es wurde ein Modell entwickelt, das u. a. Daten aus dem deutschen Krebsregister, Marktforschungsdaten und Literaturauswertungen einbezog. Die Daten zur Population mit Brustkrebs wurden auf der 35. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie vorgestellt: Die Zahl der Patientinnen mit Mammakarzinom und Knochenmetastasen, die Denosumab oder Zoledronsäure erhielten, wurde auf insgesamt 15.230 geschätzt. Die jährliche Inzidenz von Knochenkomplikationen während einer Therapie mit Denosumab oder Zoledronsäure wurde aus Studiendaten übernommen. Die mittlere Anzahl von Krankenhausaufenthalten bei Patienten mit einer Knochenkomplikation wurde auf 0,33 pro Jahr mit einer mittleren Dauer von 18,8 Tagen pro Aufenthalt geschätzt. Die Gabe von Denosumab anstelle von Zoledronsäure könnte nach dieser Analyse weitreichende Auswirkungen haben: Basierend auf einem jährlichen Auftreten von Knochenkomplikationen von 0,488 unter Denosumab gegenüber 0,631 unter Zoledronsäure könnte sich unter Denosumab eine deutliche Reduktion der Knochenkomplikationen um etwa 2.200 Fälle pro Jahr mit insgesamt 729 eingesparten stationären Krankenhausaufenthalten ergeben. Dies entspräche einer Reduktion der Krankenhaustage um rund 13.700 unter der knochenprotektiven Therapie mit dem RANKL-Inhibitor.
 
Reduktion der Krankheitslast beim Mammakarzinom, Prostatakarzinom und anderen soliden Tumoren

Auf dem MASCC/ISOO 2015 Annual Meeting on Supportive Care in Cancer wurden Daten zu insgesamt 33.814 Patienten vorgestellt: Zusätzlich zu den Daten der 15.230 Patientinnen mit Brustkrebs (vorgestellt auf dem Senologiekongress) wurden Ergebnisse zu 9.317 Patienten mit Prostatakarzinom und 9.267 Patienten mit anderen soliden Tumoren (Lungen-, Nieren- und Schilddrüsenkrebs) präsentiert, bei denen angenommen wurde, dass sie eine osteoprotektive Therapie mit Denosumab oder Zoledronsäure erhalten hatten. Insgesamt ergab sich eine Reduktion der Knochenkomplikationen unter Denosumab um 5.830, wobei 2.182 auf Mammakarzinom-Patientinnen, 1.873 auf Patienten mit Prostata-Karzinom und 1.325 auf Patienten mit anderen soliden Tumoren entfielen. Das bedeutet eine Reduktion der Hospitalisierungen von insgesamt 1.748 (Mammakarzinom 728, Prostatakarzinom 568, andere solide Tumoren 452,) unter der Denosumab-Therapie. Damit könnten ca. 32.700 Tage unter stationärer Behandlung verhindert werden (Mammakarzinom 13.679, Prostatakarzinom 10.584, andere solide Tumoren 8.462). Die Autoren schlossen daraus, dass diese wesentliche Reduktion der Anzahl und Dauer der Krankenhaustage durch die Verwendung von Denosumab gegenüber Zoledronsäure die Ressourcennutzung im deutschen Gesundheitswesen deutlich verbessern kann.

Amgen
Literatur:

(1) Diel I et al., 35. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie, 25.-27. Juni 2015; Leipzig
(2) Diel I et al., MASCC/ISOO 2015 Annual Meeting on Supportive Care in Cancer, 25.-27. Juni 2015; Copenhagen, Denmark
(3) Lipton A et al., Ann Oncol 2010;21(Suppl 8):viii379 [Abstract 1249P]
(4) Cleeland CS et al., Ann Oncol 2010;21(Suppl 8):viii379 [Abstract 1248P]
(5) Coleman R et al., Annals of Oncology 2014;25(Suppl 3):ii124–ii137

 

 
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