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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Oktober 2013

Optimale Ernährung senkt Krebsrisiko

Aktuelle Aspekte der Krebs-Prävention und Krebstherapie - darum ging es in den Fachvorträgen dieser Tagung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und der Ärztekammer Niedersachsen am 23. Oktober 2013. Renommierte Ärztinnen, Ärzte und Fachleute aus der Praxis erläuterten, wie wichtig gesunde Ernährung und ausreichende Bewegung grade für Krebspatienten sind, aber auch zur Vorbeugung. "Krebs ist eine weitgehend vermeidbare Erkrankung, da sind sich Experten einig." Nur muss jeder bei sich selber anfangen und selbst Verantwortung tragen. "Bleiben Sie so schlank wie möglich, aber dabei normalgewichtig."

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Allein schon durch die richtige Ernährung kann die Sterblichkeitsrate von Krebspatienten gesenkt werden. Davon ist Prof. Dr. Claus Leitzmann von der Universität Gießen überzeugt. An Krebs erkranken weltweit jedes Jahr etwa 12 Millionen Menschen, 8 Millionen sterben daran. Es könnten 2 bis 3 Millionen weniger sein, wenn sie sich präventiv ernähren, also überwiegend pflanzliche Kost essen, Übergewicht abbauen, und sich zudem ausreichend bewegen würden (optimal: 60 Minuten moderate Aktivität pro Tag). Prof. Dr. Leitzmann sprach in diesem Zusammenhang von krebshindernden und krebsfördernden Faktoren. Zu den fördernden Faktoren gehören die Umwelt, das Rauchen und genetische Ursachen. Diese genetischen Ursachen machen aber lediglich einen Anteil von unter 10% des Krebsrisikos aus, werden also gemeinhin überschätzt, erläuterte Claus Leitzmann. Überschätzt werden auch die Umweltfaktoren (unter 10%), die zu Krebserkrankungen führen. Dazu zählen u.a. Arzneimittel, Umweltverschmutzungen, Zusatzstoffe in Lebensmitteln und Infektionskrankheiten. "Die häufigsten Krebserkrankungen in Mitteleuropa sind bei den Männern immer noch der Lungenkrebs, bei den Frauen der Brustkrebs."

"Jeder dritte Mensch erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs, jeder vierte stirbt daran. 21.606 Menschen waren es 2010 in Niedersachsen", berichtete Dr. med. Elke Bruns-Philipps vom Landesgesundheitsamt. Neuerkrankungen an einem bösartigen Tumor gab es hier 2010 fast 48.000. Davon betroffen waren 25.656 Männer und 22.305 Frauen. Der Faktor, der bislang am besten als Ursache erforscht ist: Das Rauchen. Es soll bis zu 40% aller Krebserkrankungen zumindest mit auslösen. Alle anderen Lebensstilfragen sind schwerer zu untersuchen, weil Krebserkrankungen häufig durch Schädigungen ausgelöst werden, die Jahre bis Jahrzehnte andauern. "Nahrungsergänzungsmittel haben sich in der Prävention von Krebserkrankungen nicht bewährt." Ganz im Gegenteil: Klinische Studien zeigen, dass Nahrungsergänzungsmittel das Krebsrisiko erhöhen.

Bei der Ernährung ist gut durchgebratenes Fleisch einer der Risikofaktoren. "Obst und Gemüse können die Krebsentstehung senken. Ebenso wie Bewegung. Epidemiologische Studien gehen davon aus, dass bis zu 15% aller Krebsfälle durch hinreichende körperliche Aktivität vermeidbar gewesen wären", berichtete Dr. med. Elke Bruns-Philipps. "Sport bekämpft außerdem Ermüdungszustände und Konzentrationschwäche nach einer Chemotherapie oder Strahlenbehandlung“. Und zusätzlich werden Muskeln wieder aufgebaut und das Leben dadurch verlängert.

Beispiele aus der Praxis gaben auf dem 17. Niedersächsischen Ernährungsforum "Krebs und Ernährung" Experten wie Ulrich Kuhnt von der Rückenschule Hannover ("Bewegt Euch!"). Moderne Ernährungskonzepte in der Onkologie hat Prof. Dr. med. Christian Löser erforscht. Löser und die Diätassistentin und Diplom-Oecotrophologin Dr. med. Angela Jordan stellten eine spezielle Diättherapie für Krebspatienten vor. Damit gleichen sie im Rotes Kreuz Krankenhaus in Kassel Mangelernährung bei Tumorpatienten aus.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. , Sektion Niedersachsen GST
 
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