Freitag, 18. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
01. März 2017

Norddeutsches Onkologieforum: Operation beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom

Ein Ovarialkarzinom wird meist erst im fortgeschrittenen Zustand (Stadium FIGO III/IV) diagnostiziert. Die Therapie ist entsprechend radikal und belastend. In der klinischen Forschung wird deshalb nach Standards gesucht, wann eine Therapiemaßnahme Einschränkungen der Lebensqualität rechtfertigt und wann nicht, sagte Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt, Hamburg, in ihrem Vortrag auf dem Norddeutschen Onkologieforum.
Die klassische Primärtherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms ist das operative Debulking, gefolgt von einer systemischen Chemotherapie. Ziel der Operation ist vollständige Freiheit von sichtbaren Tumorresten. Gelingt das, beträgt das Gesamtüberleben (OS) im Mittel 5 Jahre.

Wann Lymphknoten entfernen?

Unklar ist, ob die pelvinen und paraaortalen Lymphknoten bei allen Patientinnen entfernt werden müssen. Welche Kriterien sprechen dafür oder dagegen? Ältere Daten legen nahe, dass die vollständige Entfernung der Lymphknoten das progressionsfreie Überleben (PFS) verlängert.

Die LION-Studie (Lymphadenectomy In Ovarian Neoplasms) der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologie Onkologie (AGO), die seit 2008 läuft, wird in diesem Jahr abgeschlossen. Anhand der Ergebnisse wird man wahrscheinlich Kriterien erarbeiten können, die für oder gegen eine Lymphadenektomie sprechen. In der LION-Studie wurden rund 600 Patientinnen ohne sichtbare Tumorreste nach der Operation entweder lymphadenektomiert oder nicht. Es zeigte sich, dass 56% der Frauen befallene Lymphknoten hatten. Die Ergebnisse der Studie werden auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO 2017) in Chicago vorgestellt.

Milzresektion oder Leberteilresektion?

Das Ausmaß des Befalls ist häufig erst intraoperativ zu erkennen. Besonders im Bereich des Oberbauchs, der zu 70% befallen ist, ist die Computertomografie unzuverlässig. Das Entfernen der Milz oder eine Leberteilresektion sind nur gerechtfertigt, wenn dadurch Tumorfreiheit erreicht wird.

Chemotherapie vor oder nach der Operation?

Zur neoadjuvanten Chemotherapie des Ovarialkarzinoms im Vergleich zum derzeitigen Standard gibt es wenige Daten. In die beiden verfügbaren Studien wurden überwiegend Patientinnen eingeschlossen, deren Tumorlast sehr hoch war. In der jeweiligen Primärtherapie wurde dann häufig keine Tumorfreiheit erreicht (1, 2). Unter diesen Bedingungen scheint die neoadjuvante Chemotherapie die Prognose von Patientinnen mit weit fortgeschrittenen Ovarialkarzinomen nicht zu verschlechtern. Eine neue Studie der AGO zu dieser Fragestellung: “Trial on Radical Upfront Surgery in Advanced Ovarian Cancer” (TRUST) startete im Jahr 2016 und läuft bis 2023.

Dr. Maren Mundt
Norddeutsches Onkologieforum 24.-25. Februar in Hamburg: Vortrag von Prof. Dr. Barbara Schmalfeldt; UK Eppendorf: Operation des Ovarialkarzinoms State of the Art und offene Fragen der operativen Therapie.
Literatur:
(1) Kehoe S et al. Lancet. 2015;386(9990):249-57.
(2) Vergote I et al. N Engl J Med. 2010;363(10):943-53.
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017