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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Juni 2013

Öffentliches Bewusstsein für fortgeschrittenes Mammakarzinom wecken

In der öffentlichen Wahrnehmung klafft eine große Lücke, was das Wissen um das frühe und das fortgeschrittene Stadium des Mammakarzinoms anbelangt. Laut einer Online-Befragung, an der 2.202 Frauen und Männer teilnahmen, wussten zwar 83%, dass es sich beim Brustkrebs im frühen Stadium um eine heilbare Krankheit handelt. Doch immerhin 73% wussten nicht oder waren sich weitgehend im Unklaren darüber, dass Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium inkurabel ist. 

Durchgeführt wurde die Umfrage im Auftrag von Novartis Oncology, Region Europa, vom weltweit tätigen Marktforschungsunternehmen OnePOll, und zwar im Mai und Juni dieses Jahres. Beteiligt waren neben Deutschland Großbritannien, Frankreich, Schweden, die Niederlande, Dänemark, Italien, Österreich, Spanien, Griechenland und Polen. Die Umfrage sollte darüber informieren, wie es um das allgemeine Bewusstsein der europäischen Population über das Mammakarzinom im progredienten und frühen Stadium bestellt ist.

Ein Großteil der Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs fühlt sich isoliert

Wie aus den 1. Internationalen Konsensus-Leitlinien für das progrediente Mammakarzinom hervorgeht, fühlt sich ein nicht unerheblicher Teil der Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs häufig allein gelassen und darüber hinaus von jenen Patientinnen isoliert, die schon im frühen Stadium behandelt werden können. Zudem verdichten sich die Hinweise immer mehr, dass das progrediente Mammakarzinom eine Unzahl sozialer wie psychologischer Bedürfnisse nach sich zieht, die praktisch in keinem Fall befriedigt werden.

Eine globale Umfrage mit dem programmatischen Titel "Zählt uns, Kennt uns, Schließt euch uns an", die von Novartis Oncology zusätzlich zur europäischen auf den Weg gebracht wurde, lieferte ebenfalls relevante Resultate. Demnach konnten sich 63% der befragten Frauen im fortgeschrittenen Stadium des Gefühls nicht erwehren, dass niemand zu verstehen scheint, was sie aufgrund ihrer onkologischen Erkrankung durchzumachen haben. 41% gaben an, dass im fortgeschrittenen Stadium gegenüber der ersten Diagnose die Unterstützung, die sie durch familiäres Umfeld und Freundeskreis zunächst erfahren hatten, zurückgegangen war. 70% der global befragten Patientinnen hatten außerdem große Probleme, eine geeignete Selbsthilfegruppe für Frauen mit Mammakarzinom im fortgeschrittenen Stadium zu finden.

Kampagne soll Verständnis für Patientinnen im fortgeschrittenen Stadium wecken

Beide Umfragen signalisieren also unmissverständlich, dass sich Patientinnen im Stadium des progredienten Mammakarzinoms in einer in mehrfacher Hinsicht unerfreulichen Situation befinden. Und exakt hier soll die europaweite Disease-Awareness-Kampagne "Here & Now" nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern konkret das Verständnis für das hohe Maß an unerfüllten sozialen wie psychologischen Bedürfnissen wecken, welche die beiden repräsentativen Befragungen aufgedeckt haben.

Sofern dies auf breiter Basis gelingt, ist damit zu rechnen, dass neben der  Unterstützung auch die Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom verbessert wird. Mit der Kampagne wird darüber hinaus erforscht, wie sich fortgeschrittener Brustkrebs auf persönlicher wie gesellschaftlicher Ebene auswirkt. Zentrales Ziel ist dabei die tragende Rolle, welche die betroffenen Frauen auf Länderebene und auch innerhalb Europas in der Gesellschaft spielen.

Es  existiert immer noch keine allgemeingültige Standardversorgung

Das Mammakarzinom ist nach wie vor weltweit die häufigste Krebsart, von der Frauen befallen werden und macht 23% aller neuen Krebsfälle bei Frauen aus. Trotz der substanziellen Fortschritte, welche die Onkologie insgesamt in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bereichert haben, gibt es noch offene Flanken, wie das Beispiel des fortgeschrittenen Mammakarzinoms nur allzu deutlich vor Augen führt. Wie begrenzt hier die therapeutischen Optionen sind, ist auch daran zu erkennen, dass bislang noch keine allgemeingültige Standardversorgung der betroffenen Patientinnen existiert.

Die missliche Situation ist auch dadurch gekennzeichnet, dass immer noch 30% der im frühen Stadium diagnostizierten Mammakarzinome in das fortgeschrittene Stadium übergehen, das bislang unheilbar ist. Somit sind die therapeutischen Möglichkeiten weiterhin darauf beschränkt, die Symptomatik zu lindern, die Progredienz hinauszuzögern und das Gesamtüberleben zu verlängern. Doch diese Maßnahmen sollten die Lebensqualität tunlichst nicht in Mitleidenschaft ziehen.                                                                                           
kbf

Quelle: Launch-Event anlässlich der europaweiten Disease-Awareness-Kampagne „Here & Now“ zum Thema fortgeschrittener Brustkrebs, Brüssel, 17. Juni 2013; Veranstalter: Novartis
 
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