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05. Oktober 2014

Nierenzellkarzinom im Dialog (NID): Novartis Oncology engagiert sich mit innovativer Weiterbildungsinitiative für eine optimierte Patientenversorgung

Die Behandlung von Patienten mit Nierenzellkarzinom (RCC) hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung erfahren und stellt vielfältige Anforderungen an den Arzt. Innerhalb kürzester Zeit ist es notwendig geworden, den Einsatzbereich der verfügbaren Wirkstoffe genau zu definieren, damit der Patient die für ihn optimale Therapie erhält. "Nierenzellkarzinom im Dialog" (NID) ist eine interaktive Wissens- und Weiterbildungsinitiative von Novartis Oncology mit dem Ziel, die  Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (mRCC) durch zielgerichtete und individualisierte Therapien zu optimieren.

Die interdisziplinäre Weiterbildungsplattform wurde gemeinsam mit ausgewiesenen Experten aus der Urologie und Onkologie entwickelt. Unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse wird das innovative Konzept dem Anspruch an eine moderne und effiziente uro-onkologische Weiterbildung gerecht. NID umfasst fachübergreifend vier Module, die die Themen Wirksamkeit, Therapiealgorithmus, Arzt-Patienten-Kommunikation und Patientenführung abdecken. Die Inhalte der einzelnen Workstreams haben Arbeitsgruppen mit führenden Experten erarbeitet. Basierend auf dem aktuellen Kenntnisstand vermitteln diese praxisrelevante Informationen für den klinischen Alltag.

Modul 1: Wirksamkeit

Das erste Modul befasst sich mit den Aspekten einer evidenzbasierten Therapie des mRCC. Knapp ein Drittel der RCC-Patienten hat bei Diagnose bereits Metastasen. Die Behandlung wird immer mehr auf den einzelnen Patienten ausgerichtet, dabei ist die sequentielle Therapie mit zielgerichtet wirkenden Substanzen der medikamentöse Standard. Mit 80 bis 90% ist das klarzellige RCC der häufigste histologische Typ3. Gemäß den aktuellen EAUA-Leitlinien kommen beim mRCC mit vorwiegend klarzelliger Histologie und günstigem oder intermediärem Risiko in der Erstlinie die gegen den VEGFRB-gerichteten Tyrosinkinaseinhibitoren (TKIs) Sunitinib und Pazopanib zum Einsatz, wobei die Wirksamkeit bei beiden Substanzen in Bezug auf das Gesamtüberleben vergleichbar ist.

Für die Zweitlinientherapie von Patienten in dieser Indikation, deren Erkrankung unter einer TKI-Erstlinientherapie fortschreitet, empfehlen die EAU-Leitlinien den oralen mTOR-Inhibitor Everolimus und den TKI Axitinib (jeweils Evidenzlevel 2a). Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie RECORDC-1 zeigen, dass Patienten, die mit Sunitinib, Sorafenib oder beiden vorbehandelt waren, unter Everolimus von einem signifikant verlängerten medianen PFSD im Vergleich zu Placebo profitieren (4,9 vs. 1,9 Monate; HRE=0,33; p<0,001). Die vorläufigen Daten der Phase-II-Studie RECORD-3 bestätigen den Stellenwert von Everolimus in der Zweitlinie: In der Sequenztherapie mit Sunitinib gefolgt von Everolimus zeigte sich ein positiver Trend für ein medianes Gesamtüberleben von 32,0 Monaten (95%-KI: 20,5-NA, prospektive Analyse). Die Bedeutung der Sequenz TKI - mTOR-Inhibitor spiegelt auch die Therapierealität in Deutschland wieder: Eine Auswertung des Tumorregisters mRCC (n=552) ergab, dass 33,2% der Patienten einen TKI gefolgt von einem mTOR-Inhibitor und 32,8% eine Sequenztherapie mit zwei TKIs erhielten.

Modul 2: Therapiealgorithmus

Das Modul "Therapiealgorithmus" bietet praxisrelevante Informationen für die Therapieentscheidung. Im Rahmen einer individualisierten, evidenzbasierten und leitliniengerechten Behandlung müssen bei der Erstellung des Behandlungsplans neben dem histologischen Subtyp und der Metastasierung auch der allgemeine Patientenstatus (Alter, ECOGF), Komorbiditäten und Komedikationen sowie Compliance-relevante Aspekte berücksichtigt werden. Zudem ist eine gründliche Langzeitnachsorge wichtig. Denn mehr als jeder zehnte Patient entwickelt im ersten Jahr nach der Erstdiagnose Metastasen - zumeist in der Lunge. In der Regel kommt es nach 10 bis 11 Monaten unter der ersten TKI-Therapie zur Progression der Erkrankung. Eine häufige Ursache dafür ist eine erworbene Resistenz der Tumorzellen gegenüber der anti-angiogenen Behandlung. Die EAU-Leitlinien empfehlen nach Progress unter einem TKI für die Zweitlinientherapie z.B. den mTOR-Inhibitor Everolimus. Ausgewählte Patienten profitieren auch von einer medikamentösen Therapie nach Versagen der Zweitlinientherapie. Hierfür stehen gleich mehrere Behandlungsoptionen zur Auswahl.

Module 3 und 4: Arzt- und Patientenkommunikation sowie Patientenführung

Eine Behandlung von Patienten mit mRCC erfordert immer ein professionelles Toxizitätsmanagement und maximale Bemühungen zur Optimierung der Adhärenz. Umso wichtiger ist es, die Betroffenen im Sinne eines "Shared Decision Making" als gleichberechtigte Partner in alle Therapieentscheidungen zu involvieren. Durch die Einbindung von Patientenorganisationen in die Entwicklung der Weiterbildungsinitiative NID ist es gelungen, praxisnahe Tipps zusammenzustellen, wie es dem Arzt im Alltag von Klinik und Praxis gelingen kann, Patienten mit mRCC dabei zu unterstützen, ihren individuellen Weg mit der Diagnose und der Bewältigung der Krankheit zu finden. Außerdem kann der interessierte Arzt trainieren, wie er eine optimale Gesprächssituation aufbauen kann und wie den Betroffenen schlechte Nachrichten (verbal und non-verbal) möglichst einfühlsam übermittelt werden können. Das Management des mRCC ist langfristig angelegt. Daher befasst sich das neue Fortbildungsprogramm auch mit den wichtigen Aspekten der Therapieüberwachung. Proaktives Nachfragen heißt hier das Motto. Eine Checkliste mit konkreten Fragen zur Symptomatik (z.B. "Haben Sie Magen-Darm-Beschwerden?", "Leiden Sie unter Hautausschlag?" oder "Haben Sie in letzter Zeit öfters Husten?") kann im Praxisalltag helfen, unzureichend behandelte Nebenwirkungen oder erste Zeichen einer Progression rechtzeitig zu detektieren. Auch sollten die Patienten frühzeitig erfahren, dass verschiedene Medikamente nacheinander eingesetzt werden, da die Wirksamkeit der Einzelsubstanz zeitlich begrenzt ist.
Weitere Informationen finden Sie unter www.leben-mit-nierenkrebs.de.
 

Quelle: Novartis
 
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