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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. September 2014

Nicht resezierbares oder metastasiertes Melanom: US-Zulassung für Pembrolizumab im beschleunigten Verfahren

MSD Sharp & Dohme (in den USA und Kanada: Merck & Co., NYSE: MRK) gab bekannt, dass die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung für das Präparat KEYTRUDA (Pembrolizumab) erteilt hat. Pembrolizumab ist zugelassen für die Behandlung von Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom und Tumorprogression nach Vorbehandlung mit Ipilimumab und einem BRAF-Inhibitor (bei Vorliegen einer BRAF-V600-Mutation). Die Zulassung von Pembrolizumab für diese Indikation erfolgte im beschleunigten Verfahren und basiert auf den Daten zur Tumor-Ansprechrate und zur Dauer des Ansprechens. Abschließende Studienergebnisse zum Gesamtüberleben oder zu tumorassoziierten Beschwerden liegen noch nicht vor. Der klinische Nutzen muss durch weitere Daten aus konfirmatorischen Studien bestätigt werden, um den dauerhaften Erhalt der Zulassung in dieser Indikation zu gewährleisten.

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Pembrolizumab ist der erste Antikörper gegen PD-1 (programmed death receptor-1), der in den USA zur Behandlung des fortgeschrittenen malignen Melanoms zugelassen wurde. Das Präparat war von der FDA aufgrund der vielversprechenden Ergebnisse einer Phase-1b Studie und dem großen medizinischen Bedarf (unmet medical need) als Breakthrough Therapy klassifiziert worden. Die Gesamt-Ansprechrate bei 89 Patienten, die mit 2 mg/kg behandelt worden waren, betrug 24% (95%-KI: 15, 34; 21 von 89 Patienten), davon 1 Patient mit vollständigem Ansprechen und 20 Patienten mit partiellem Ansprechen. Bei 86% (18/21) der Patienten mit objektivem Ansprechen war das Ansprechen zum Zeitpunkt der Auswertung anhaltend mit einer Dauer von 1,4 bis 8,5 Monaten. Bei 8 Patienten betrug die Ansprechdauer mindestens 6 Monate. Bei 14% (3/21) der Patienten war ein Tumorprogress aufgetreten (2,8; 2,9 bzw. 8,2 Monate nach dem initialen Ansprechen).
Pembrolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der die körpereigene Immunantwort gegen das fortgeschrittene Melanom reaktiviert. Pembrolizumab blockiert die Interaktion zwischen PD-1 und dessen Liganden PD-L1 und PD-L2. Nach Anwendung von Pembrolizumab traten immunvermittelte unerwünschte Ereignisse auf, wie z.B. Pneumonitis, Kolitis, Hepatitis, Hypophysitis, Nephritis, Hyperthyreose und Hypothyreose.

Kenneth C. Frazier, Chairman und Chief Executive Officer von Merck, kommentierte die Zulassung wie folgt: "Die Zulassung von KEYTRUDA ist ein Beispiel dafür, wie es Merck & Co. immer wieder gelingt, durch Einsatz, Engagement und bahnbrechende wissenschaftliche Leistungen auch Menschen mit schwersten Erkrankungen zu helfen. Wir danken den Patienten, die an unseren Studien zum fortgeschrittenen malignen Melanom teilgenommen haben, ebenso wie den beteiligten Wissenschaftlern und Ärzten. Den gemeinsamen Anstrengungen dieser Menschen ist es zu verdanken, dass Pembrolizumab im beschleunigten Verfahren in den USA zugelassen werden konnte."

"Die beschleunigte Zulassung von Pembrolizumab durch die FDA hat große Bedeutung für Menschen mit fortgeschrittenem Melanom", sagt auch der Leiter des Melanomzentrums am The Angeles Clinic and Research Institute, Dr. Omid Hamid, der als Prüfarzt im klinischen Entwicklungsprogramm zu Pembrolizumab tätig war. "Die Möglichkeit, mit Pembrolizumab die Liganden-Blockade des PD-1-Checkpoints direkt zu bewirken, stellt einen vielversprechenden Fortschritt auf dem Gebiet der Immuntherapie dar."

Derzeit führt Merck & Co. bei Patienten mit fortgeschrittenem malignen Melanom klinische Studien der Phase II und III durch, in denen weitere Belege für den Nutzen von Pembrolizumab bei dieser Indikation gesammelt werden sollen. Merck & Co. plant, Pembrolizumab binnen einer Woche nach der heutigen Erteilung der Zulassung in USA auf den Markt zu bringen.  

Studienergebnisse ermöglichten die beschleunigte Zulassung von Pembrolizumab

Die Zulassung von Pembrolizumab basiert auf den Daten einer Studienkohorte aus der laufenden Phase-Ib-Studie KEYNOTE-001, einer multizentrischen, unverblindeten, randomisierten Dosisfindungsstudie bei Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasiertem malignen Melanom und Tumorprogression. Zu den wichtigsten Einschlusskriterien gehörten eine Vorbehandlung mit Ipilimumab (mindestens 2 Gaben von mindestens 3 mg/kg) und - bei positivem Test auf die BRAF-V600-Mutation - die Vorbehandlung mit einem BRAF- oder MEK-Inhibitor sowie das Auftreten einer Tumorprogression innerhalb von 24 Wochen nach der letzten Anwendung von Ipilimumab. Die Patienten erhielten eine Behandlung mit Pembrolizumab 2 mg/kg (n = 89) oder 10 mg/kg (n = 84) alle 3 Wochen bis zum Auftreten einer inakzeptablen Toxizität oder Tumorprogression. Die wichtigsten Parameter zur Beurteilung der Wirksamkeit waren die Gesamt-Ansprechrate gemäß den Response Evaluation Criteria in Solid Tumors (RECIST), sowie die Dauer des Ansprechens. Kontrolluntersuchungen erfolgten im Abstand von 12 Wochen.

Quelle: MSD
 
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