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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. Mai 2016

Nicht-kleinzelliges Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge mit EGFR-positiven Mutationen: CHMP empfiehlt Zulassungserweiterung für Bevacizumab

Der Ausschuss für Humanmedizin (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die Zulassungs­er­weiter­ung von Avastin® (Bevacizumab) zur Kombination mit Tarceva® (Er­lo­ti­nib) zur Therapie von Patienten mit EGFR-Mutations-positivem fort­ge­schrit­tenem nicht-kleinzelligem Nicht-Plattenepithel Lungenkarzinom. Grundlage für das positive Votum waren die über­zeu­gen­den Ergebnisse der Seto-Studie (1). Die Kombination der bei­den für die First-Line-Therapie des Lungenkarzinoms etablierten Wirkstoffe führte zu einer sig­ni­fi­kan­ten Ver­län­ge­rung des progressionsfreien Überlebens (PFS) um sechs Monate. Die Zu­las­sungs­erweiterung durch die Europäische Kommission wird in diesem Sommer erwartet.
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In der zulassungsrelevanten Studie wurde prospektiv die Kombination von Be­va­ci­zu­mab und Erlotinib zur First-Line-Therapie von EGFR-mutiertem NSCLC unter­sucht. Im Rahmen der japanischen, randomisierten, multizentrischen, offenen Phase-II-Studie wurden 154 Pa­tienten 1:1 ran­do­misiert und erhielten entweder den Therapie­standard bei EGFR-po­si­tivem NSCLC, Erlotinib, als Monotherapie (150 mg/Tag) oder in Kombination mit Bevacizumab (15 mg/kg, alle 3 Wochen) (1).

Signifikante PFS-Verlängerung

Der primäre Endpunkt, die Verlängerung des progressionsfreien Überlebens, wurde er­reicht (1): Die Kombinationstherapie führte zu einem bisher nicht erreichten medianen PFS von 16,0 Mo­naten im Vergleich zu Erlotinib allein mit 9,7 Mo­na­ten. Die Chance der Patienten pro­gres­sionsfrei zu überleben wurde hoch signifikant fast verdoppelt (HR 0,54, p = 0,0015). Damit kor­respondierte eine Verbesserung des medianen Überlebens gegenüber der Stan­dard­the­ra­pie von 6,3 Monaten. Dieser Vor­teil wurde un­ab­hängig davon beobachtet, ob eine Exon-21-L858R-Mutation oder eine Exon-19-Deletion vorlag. Die Lebensqualität der Pa­tien­ten unter der Kombinationstherapie unterschied sich nicht von der Monotherapiegruppe. Es wurden kei­ne neuen klinisch re­le­van­ten Ne­ben­wir­kungen beobachtet. Das Sicherheitsprofil erwies sich als gut kontrollierbar. „Viele Patienten mit Lungenkrebs haben bereits sowohl von Avastin® in Kombination mit Chemotherapie als auch von Tarceva® profitiert. Dass durch die Kom­bination der beiden Me­dikamente eine solch deutliche Verbesserung für Patienten mit EGFR-Mutations-positivem Lungenkrebs erzielt werden kann, ist sehr erfreulich“, so Stefan Frings, Medizinischer Direktor der Roche Pharma AG.

Etablierte Wirkstoffe zur Therapie von NSCLC

Beide Wirkstoffe haben in mehreren Studien ihre Wirksamkeit und Sicherheit bewiesen und bilden als etablierte First-Line-Therapeutika bei fortgeschrittenem NSCLC die Basis für weitere Therapien. So erhielt Bevacizumab zweimal den höchsten Empfehlungsgrad (I,A) in den aktualisierten ESMO-Guidelines (2).

Beide Wirkstoffe hemmen die Tumorproliferation durch sich ergänzende Wirkmechanismen. Der rekom­bi­nan­te hu­­ma­ni­sier­te mono­klo­nale IgG-Antikörper Bevacizumab bindet mit hoher Af­fi­ni­tät an VEGF und hemmt so des­sen Bindung an die VEGF-Rezeptoren (3-6). Dies führt zur Rück­bildung der un­rei­fen Blut­ge­fäße, Hemmung der Blutgefäßneubildung und Nor­ma­li­sier­ung der Per­mea­bi­li­tät der Blut­gefäße (7). Erlotinib hemmt die intrazelluläre EGFR-Phos­pho­ry­lierung, was die Induktion der Zell­pro­li­fe­ra­tion ver­min­dert und gleichzeitig den in­trin­si­schen Apoptoseweg reaktiviert (8). Dadurch scheint es zu gelingen, das Tumorwachstum über unterschiedliche Signalwege zu kontrollieren (9-13).
Roche
Literatur:
(1) Seto T et al. Lancet Oncol. 2015;15(11):1236-44
(2) Reck M et al. Ann Oncol 2014;25(Suppl 3):iii27-iii39. doi: 10.1093/annonc/mdu199. Epub 2014 Aug 11
(3) Fachinformation Avastin®, Stand: Oktober 2015
(4) Bergers G, Benjamin LE. Nat Rev Cancer 2003;3(6):401-10
(5) Folkman J. NEJM 1971;285(21):1182-6
(6) Folkman J. J Natl Cancer Inst 1990;82(1):4-6
(7) Folkman. In: Kufe et al. (eds.) Cancer Medicine 2000. 6th ed. Hamilton, Ontario: BC Decker
(8) Fachinformation Tarceva®, Stand: Januar 2016
(9) Ciardiello F et al. Clin Cancer Res 2000;6:3739-47
(10) Shaheen RM et al. Br J Cancer 2001;85:584-9
(11) Bozec A et al. Br J Cancer 2008;99:93-9
(12) Schicher N et al. Clin Cancer Res 2009;15:3495-3502
(13) Wu W et al. Mol Cancer Ther 2007;6:471-83
 
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