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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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22. Juni 2015

Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge: Pemetrexed-Erstlinientherapie mit hohem Empfehlungsgrad der ESMO Consensus Conferences

Mit den Daten der Phase-III-Studie PARAMOUNT konnte gezeigt werden, dass eine kontinuierliche Erhaltungstherapie mit Pemetrexed (Alimta®) im Anschluss an eine Induktionstherapie mit Pemetrexed/Cisplatin für Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-plattenepithelialem NSCLC (nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom) zugleich effektiv und vergleichsweise gut verträglich ist (1,2). Der Stellenwert dieser Erstlinientherapie spiegelt sich auch in der Bewertung der EMSO Consensus Conferences wider, die das Pemetrexed-basierte Behandlungsregime mit dem höchsten Empfehlungsgrad (IA) bewertet (3). Dass alle Patientensubgruppen von einer Therapie nach dem PARAMOUNT-Schema mit Pemetrexed profitieren können, darunter auch ältere Patienten ≥ 70 Jahre, dokumentieren zwei Post-hoc-Analysen der Phase-III-Studie (4,5).

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Pemetrexed ist in Kombination mit Cisplatin für NSCLC-Patienten - außer bei überwiegend plattenepithelialer Histologie - eine wirksame und vergleichsweise gut verträgliche Standardbehandlung in der Erstlinientherapie. Damit eignet sich der Multi-Target-Enzym-Inhibitor auch gut für die kontinuierliche Erhaltungstherapie.

Vorteile einer NSCLC-Erstlinientherapie nach dem PARAMOUNT-Schema

PARAMOUNT war die erste Studie, die eine Weiterführung der Therapie mit einer effektiven Komponente aus der Induktion untersucht hat, und die hierfür einen signifikanten Überlebensvorteil nachweisen konnte (1,2). Die Erhaltungstherapie bietet die Möglichkeit einer verlängerten Tumorkontrolle, und es bleiben Optionen für weitere Therapielinien erhalten.

Gerechnet ab dem Beginn der Induktionstherapie erreichten in der Phase-III-Studie Patienten unter Pemetrexed (n=359) gegenüber den mit Placebo behandelten Patienten (n=180) ein signifikant längeres medianes Gesamtüberleben von 16,9 versus 14,0 Monaten. Dies entsprach einer Risikoreduktion um 22% zugunsten der Behandlung mit Pemetrexed (unajdustierte Hazard Ratio 0,78; 95%-Konfidenzintervall 0,64-0,96; p=0,0191).

Die ESMO Consensus Conferences hat diesen Studienergebnissen Rechnung getragen und bewertet die Erstlinien-Erhaltungstherapie beim Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge nach dem PARAMOUNT-Schema mit dem höchsten Empfehlungsgrad IA.

Verlängertes Gesamtüberleben in allen Patientensubgruppen

Um festzustellen, ob der Effekt der Erhaltungstherapie mit dem Multi-Target-Enzym-Inhibitor Pemetrexed in bestimmten Patientensubgruppen möglicherweise ausgeprägter ausfällt, wurde ergänzend eine deskriptive Post-hoc-Analyse unter Zuhilfenahme bekannter prognostischer Variablen wie z. B. dem Schweregrad und der Art der während der Induktionstherapie aufgetre-tenen Nebenwirkungen oder der Qualität der Antwort auf die Induktionstherapie vorgenommen. Diese Analyse erbrachte, dass der Überlebensvorteil in allen Subgruppen gleichermaßen beobachtet werden kann (5). Zum Zeitpunkt der Erstdiagnose eines Lungenkarzinoms ist der größte Teil der Patienten bereits älter als 65 Jahre, und etwa 45% sind sogar älter als 70 Jahre (6). Daten einer weiteren Post-hoc-Analyse der PARAMOUNT-Studie zur Rolle des Alters in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit konnten zeigen, dass Patienten den Vorteil einer verbesserten Prognose, der durch die kontinuierliche Weiterbehandlung mit Pemetrexed entsteht, unabhängig von ihrem Lebensalter erfahren (4). Die Erhaltungstherapie mit Pemetrexed wurde vergleichsweise gut vertragen, in den beiden untersuchten Altersgruppen ≥70 Jahre (n=92) und <70 Jahre (n=447) konnten keine signifikanten Unterschiede in den Toxizitätsprofilen beobachtet werden. Patienten ≥70 Jahre erreichten im Pemetrexed-Studienarm ein medianes Gesamtüberleben von 13,7 Monaten versus 12,1 Monaten unter Placebo. Das mediane Gesamtüberleben von Patienten unter 70 Jahren betrug im Pemetrexed-Arm 13,9 Monate im Vergleich zu 10,8 Monaten.

Fazit

Die kontinuierliche Erhaltungstherapie mit Pemetrexed im Anschluss an eine Induktionstherapie mit Pemetrexed/Cisplatin ist heute ein etabliertes Therapiekonzept und gilt als ein Behandlungsstandard in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen, nicht-plattenepithelialen NSCLC. Der Stellenwert dieses Pemetrexed-Therapieregimes bei NSCLC-Patienten mit überwiegend nicht-plattenepithelialer Histologie wird auch an der aktuellen IA-Empfehlung in der Bewertung der ESMO Consensus Conferences für diese Therapieoption erkennbar (3).

Lilly
Literatur:

(1) Paz-Ares L et al. 2012, Lancet Oncol 13: 247-255
(2) Paz-Ares LG et al. 2013, J Clin Oncol 31: 2895-2902
(3) Besse B et al. 2014, Ann Oncol 25: 1475-1484
(4) Gridelli C et al. 2014, J Thorac Oncol 9: 991-997
(5) Reck M et al. 2014, J Thorac Oncol 9: 205-213
(6) www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/Krebspraevalenz.pdf?__blob=publicationFile

 
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