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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Mai 2017 Seite 1/2

Neue Therapiemöglichkeit bei CLL mit Venetoclax

Seit kurzem steht mit Venetoclax (Venclyxto®) eine neue Therapiemöglichkeit bei chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) in Europa zur Verfügung. Mit dem BCL-2-Inhibitor kann erstmals eine Behandlungslücke bei den Patienten geschlossen werden, für die eine Behandlung mit Inhibitoren des B-Zell-Rezeptor-Signalwegs (BCRi) keine Therapieoption (mehr) darstellt. Venetoclax ist zum einen als Monotherapie bei Erwachsenen mit CLL zugelassen, die eine 17p-Deletion oder TP53-Mutation aufweisen und die für eine Behandlung mit einem Inhibitor des B-Zell-Rezeptor-Signalwegs (BCRi) nicht geeignet sind oder ein Therapieversagen zeigten (1). Zum anderen ist Venetoclax als Monotherapie auch bei Patienten ohne vorliegende 17p-Deletion oder TP53-Mutation indiziert, bei denen sowohl unter einer Chemo-Immuntherapie als auch unter einem BCRi ein Therapieversagen auftrat (1).
Klinische Praxis: Wann kann Venetoclax eingesetzt werden? Aus der Zulassung ergeben sich folgende Einsatzmöglichkeiten für den BCL-2-Inhibitor:
 
Abb.1.: Zulassung von Venetoclax als Therapieoption bei CLL; adaptiert nach (1)
Abb.1.: Zulassung von Venetoclax als Therapieoption bei CLL; adaptiert nach (1)

 
Liegt keine 17p-Deletion oder TP53-Mutation vor, kann Venetoclax bei Patienten mit rezidivierender bzw. refraktärer (R/R) CLL nach erfolgter Chemo-Immuntherapie und BCRi-Behandlung wie Ibrutinib und Idelalisib eingesetzt werden (3rd Line) (1). Liegt eine 17p-Deletion oder TP53-Mutation vor, muss zwischen Patienten unterschieden werden, die für eine Therapie mit BCRi geeignet bzw. die ungeeignet sind. Bei BCRi-geeigneten Patienten kann Venetoclax entweder nach versagter Chemo-Immuntherapie und BCRi-Behandlung (3rd Line) oder nur nach BCRi-Behandlung (2nd Line) gegeben werden. Bei BCRi-ungeeigneten Patienten kann Venetoclax sowohl nach erfolgter Chemo-Immuntherapie (2nd Line) oder auch direkt als 1st Line-Therapie eingesetzt werden.
 
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