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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. August 2013

Neue Perspektiven in der Therapie der akuten Promyelozytenleukämie

Sie ist eine der aggressivsten akuten Leukämien, lässt sich im Vergleich mit anderen Leukämien aber gut behandeln und oft sogar heilen: die akute Promyelozytenleukämie (APL). Der größte Nachteil für die betroffenen Patienten ist, dass die eingesetzte Chemotherapie hoch toxisch ist und zu starken Nebenwirkungen führt. Eine internationale Forschergruppe, an der aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) die Klinik für Hämatologie, Hämostaseologie, Onkologie und Stammzelltransplantation von Prof. Dr. Arnold Ganser beteiligt war, konnte nun zeigen, dass die Krankheit in der Ersttherapie auch ohne die Chemotherapie heilbar ist. Die Ergebnisse wurden im "The New England Journal of Medicine" veröffentlicht (NEnglJMed 369;2, S. 111, July11,2013).

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Die Mediziner konnten in einer Studie mit 156 Patienten nachweisen, dass eine Kombination aus All-trans-Retinsäure (ATRA) und Arsentrioxid mindestens ebenso wirksam ist, wie die Behandlung mit der derzeitigen Standardtherapie. Dabei erhalten Patienten, bei denen erstmals die Erkrankung nachgewiesen wurde, eine Kombination aus ATRA und einer Chemotherapie mit Idarubicin. Diese Standardtherapie ist sehr erfolgreich - weniger als 10% der behandelten Patienten erkranken erneut. Allerdings sind die Nebenwirkungen sehr stark und können sogar zum Tod führen.

Das in der Studie angewendete Arsentrioxid (ATO) ist bislang nur in der Behandlung von Rezidiven zugelassen, also bei erneut aufgetretenem Krankheitsbild. In der Untersuchung konnten die Mediziner zeigen, dass bei den 77 Patienten, die eine Behandlung ohne Chemotherapie mit der Kombination aus ATO und ATRA erhalten hatten, auch nach 34 Monaten 97% ohne einen medizinischen Zwischenfall leben konnten. In der Chemotherapiegruppe waren es 95%, da vier der 79 Patienten an Komplikationen gestorben waren.

Die neue Therapiekombination sei der bisherigen Standardtherapie mindestens nicht unterlegen, folgern die Wissenschaftler - bei weniger Nebenwirkungen und einer besseren Lebensqualität für die Patienten. Sie rechnen damit, dass sich die ATRA-ATO-Therapie als neuer Standard für die Erstbehandlung von APL mit niedrigem oder intermediärem Risiko etablieren wird.

Quelle: Medizinische Hochschule Hannover
 
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