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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. April 2018 Seite 1/2

Neubau bietet optimale Infrastruktur für innovative Krebsforschung

Nur 11 Monate nach der Grundsteinlegung wurde letzten Freitag das Richtfest für den Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) Dresden auf dem Gelände des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus gefeiert. In Gegenwart des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer wurde die Richtkrone über die einzigartige Forschungsplattform gezogen, die den OP der Zukunft ebenso beherbergt wie Laboratorien, Bereiche für Patientenstudien sowie Räume für medikamentöse Behandlungen und eine Anlage für die Strahlentherapie.
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Die laufenden Kosten für das NCT Dresden, die ab 2019 jährlich 15 Millionen betragen, werden zu 90% vom Bund und zu 10% vom Land getragen. Der Neubau wird 2020 in Betrieb gehen.

Das Richtfest bildete den Abschluss der Rohbauarbeiten für das dreistöckige Haus. In dem hochmodernen Bauwerk verknüpft das NCT die Erforschung von Krebserkrankungen und die Versorgung von Krebspatienten. Dafür stehen die Träger des NCT Partnerstandorts Dresden, zu dem das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, die Medizinische Fakultät der TU Dresden und das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) gehören. Die sächsische Landeshauptstadt wurde aufgrund ihrer wissenschaftlichen und medizinischen Kompetenz 2014 zum Partnerstandort des NCT Heidelberg ernannt. Beide Standorte arbeiten seitdem eng zusammen und ergänzen sich in ihren Expertisen.

Auf vier Etagen und über 3.000 Quadratmetern Nutzfläche werden im Dresdner Neubau rund 200 Wissenschaftler und forschende Ärzte arbeiten. Mit dem „Operationssaal der Zukunft“ zieht zudem ein besonderer Forschungsbereich in das Gebäude ein, in dem Instrumente und Geräte digital vernetzt sind. Hier können Wissenschaftler wichtige Daten zur Entwicklung computer- und robotergestützter Assistenzsysteme für die Krebschirurgie gewinnen. Der OP wird räumlich unmittelbar mit modernsten Bildgebungsmethoden und Strahlentherapie-Einheiten verbunden sein. Dank der räumlichen Verzahnung erhalten Wissenschaftler einen weltweit einmaligen Zugang zu innovativen OP-Methoden. Außerdem werden Bereiche für patientenzentrierte Studien in der Medizinischen Onkologie und eine Reihe technologisch hochausgerüsteter Forschungslabore geschaffen.

Ministerpräsident Michael Kretschmer betont anlässlich des Richtfestes: „Sachsen ist auf dem Gebiet der Tumorforschung im nationalen und internationalen Vergleich hervorragend aufgestellt. Die neue Einrichtung, die hier in Dresden entsteht, bietet beste Voraussetzungen für eine patientenorientierte Spitzenforschung und damit für weitere Fortschritte bei Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. Mit dem ambitionierten Vorhaben stärken wir zugleich den Medizin- und Wissenschaftsstandort Sachsen insgesamt.“

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek erklärt: „Krebs ist eine der Krankheiten, die in der Bevölkerung am meisten gefürchtet werden. Sie ist mit enormen Lasten für die Patienten und die Gesellschaft verbunden. Umso wichtiger ist es, dass Patientenversorgung und Krebsforschung Hand in Hand gehen. Medizinische Fortschritte müssen zügig dem Patienten dienen. Diesem Ziel kommen wir mit dem neuen NCT-Gebäude in Dresden, in dem Wissenschaft und Klinik unter einem Dach zusammenarbeiten werden, ein bedeutsames Stück näher."

„Mit dem Neubau für das NCT Dresden wird diese wichtige Institution nun auch nach außen hin sichtbar und schafft eine exzellente Infrastruktur für die patientennahe Tumorforschung und die Versorgung von Krebspatienten. Damit erweitern sich die Kapazitäten für die onkologische Forschung auf dem Campus der Hochschulmedizin Dresden erheblich. Das kommt auch unseren Patienten unmittelbar zu Gute. Sie profitieren im Rahmen von Studien von den neusten Methoden zur Diagnose und Therapie. Später sollen diese Innovationen allen Krebspatienten nützen“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand Universitätsklinikum Dresden.

Prof. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ: „Wir sehen in der personalisierten Onkologie eine wirkliche Revolution im Kampf gegen Krebs. Das bedeutet, dass Therapie und Diagnostik anhand von biologischen Eigenschaften des jeweiligen Tumors künftig noch viel individueller auf den einzelnen Krebspatienten zugeschnitten werden sollen als es der heutige Standard vorsieht. Im Dresdner NCT-Gebäude wird – in enger Kooperation mit Heidelberg – wegweisende Forschung auf diesem Gebiet stattfinden.“

Prof. Roland Sauerbrey, Wissenschaftlicher Direktor des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf: „Das NCT Dresden gibt uns die Chance, die starke Zusammenarbeit mit unseren Helmholtz-Kollegen vom Deutschen Krebsforschungszentrum sowie mit unseren lokalen Partnern an der TU Dresden und am Universitätsklinikum weiter auszubauen. Das betrifft zum Beispiel unsere Forschung auf den Gebieten der Protonen- und Immuntherapie oder die Entwicklung neuer radioaktiver Arzneimittel für die Diagnose und Behandlung von Tumoren.“
 
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