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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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11. Februar 2015

Nebenwirkungsarme Tumorbehandlung - Prostatakarzinome mit Cyberknife-Radiochirurgie effektiv behandeln

Ab sofort werden am Europäischen Cyberknife Zentrum München-Großhadern (ECZM) in Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Urologie, Klinikum Großhadern der Universität München, lokal begrenzte Prostatakarzinome mit niedrigem Risiko­profil mit der radiochirurgischen Cyberknife-Methode effektiv und sicher behandelt. Die präzise Behandlungsform ist bild- und roboter­gestützt und erfasst den Tumor submillimeter­genau. Die am ECZM bereits langjährig angewand­te Methode zur Behandlung verschiedenster gut- und bösartiger Tumore schont das umliegende Gewebe, Organe und Nerven.

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Die meist kurze und vollständig schmerzfreie Cyberknife-Therapie bietet damit geeigneten Tumorpatienten eine komplikationsarme Behandlungs­alternative. Die Cyberknife-Therapie kann jetzt am ECZM auch bei der Diagnose Prostatakrebs eine günstige Alternative zu herkömmlichen Therapien sein.
 
Für ausgewählte Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom kann die Cyberknife-Methode als eine Erweiterung der klassischen Therapiemöglichkeiten dienen. Bei der Behandlung von Prostata­karzinomen, die ein niedriges Risikoprofil auszeichnet, geht es den beiden ärztlichen Leitern des Münchener Cyberknife Zentrums, Prof. Dr. Alexander Muacevic und Prof. Dr. Berndt Wowra darum, die Radiochirurgie als eine Alternative zu einer Operation, der herkömmlichen Strahlentherapie oder Hormonentzugstherapie zu etablieren. "Mit dem äußerst präzisen und hochmodernen System erweitern wir das Behandlungs­spek­trum des Prostatakarzinoms um eine sehr schonende Methode", betont Prof. Muacevic. Bei Tumoren geht es medizinisch gesehen in erster Linie um dessen erfolgreiche Behand­lung. "Allerdings ist mit Blick auf den Patienten die jeweilig verknüpfte Komplikationsrate zu betrachten. Bei der Entschei­dung für die individuell geeignete Therapie eines Prostatakarzinoms ist daher eine Abwägung der Heilungschancen und Risiken notwendig. Die Cyberknife-Technologie bestrahlt hochpräzise den Tumor und schont dabei durch einen starken Dosisabfall umliegendes Gewebe wie Organe und Nerven, wie in einer aktuellen Publikation (1) eindrucksvoll gezeigt wurde."
 
Cyberknife-Technologie behandelt bildgesteuert und hochpräzise


Prof. Muacevic erläutert die technische Präzision des Cyberknife-Systems, die sich auch bei der Behand­lung von Prostatatumoren durch ihre Genauigkeit im Submillimeterbereich auszeichnet. Krebsge­schwulste an inneren Organen sind besonders heikel. Weil beispielsweise die Atmung oder natürliche Organ­bewegungen Lageänderungen verursachen, sind bestimmte Organe nicht zu fixie­ren. Dies gilt besonders für die Prostata. "Ihre mögliche Bewegung wird während der Behandlung über eine 3D-Kamera erfasst und mit der internen Tumorposition abgeglichen", erklärt Prof. Muacevic. Risikoarm und schonend folgt der Roboterkopf der Prostatabewegung und platziert die Dosis höchst exakt im Tumor. Das Cyberknife gleicht also Bewegungen aus, ein künstlich induzierter Stillstand, wie bei anderen Verfahren, ist daher nicht nötig." Das computergesteuerte Bildortungssystem kann generell Tumore während der gesamten Behandlung orten und kleinere Patientenbewegungen automatisch ausgleichen. Darüber hinaus ist zur sicheren und präzisen Cyberknife-Therapie speziell bei Prostatakarzinomen im Vorfeld die Einlage von kleinen Goldmarkern in die Prostata erforderlich. Diese helfen, die genaue Position der Prostata durch das Cyberknife-System zu erfassen, damit nur das betroffene Areal erreicht wird. Dies wird ambulant im Rahmen der Therapieplanung kurz vor der eigentlichen Radiochirurgie durchgeführt.
 
Patienten profitieren von der Behandlung - Cyberknife erhält die Lebensqualität

Die Diagnose Prostatakarzinom ist für den Patienten und seine Angehörigen eine belastende Situation. Das Abwägen der Risiken, die Einschätzung der Heilungschance und die Entscheidung für eine individuelle maßgeschneiderte Therapie können nur durch umfassende Information und vertrauensvolle Aufklärungsgespräche zwischen Arzt und Patienten gelingen. Der Aspekt, die Lebensqualität möglichst aufrecht zu erhalten, spielt bei den Patienten eine Rolle. Cyberknife-Patient Ronald H., Alter 71, erhielt 2012 die Diagnose Prostatakarzinom: "Die Behandlung meines Prostatakrebses mit der Cyberknife-Methode hat meine Lebensqualität erhalten. Die meisten Sorgen und Ängste hat mir damals der Gedanke bereitet, durch eine Tumorbehandlung schwere und belastende Komplikationen zu erleiden. Doch direkt im Anschluss an die Cyberknife-Therapie konnte ich schon meinen gewohnten Alltag aufnehmen. Heute - 4 Jahre nach der Behandlung - sind meine PSA-Werte unter 1ng/dl und die körperliche Konstitution gut."
 
Hochpräzisions-Radiochirurgie hat sich etabliert

Die hochpräzise Radiochirurgie hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Das Euro­pä­ische Cyberknife Zentrum München-Großhadern bietet Patienten eine sehr große Erfahrung und fachliche Kompetenz bei der Behandlung gut- und bösartiger Tumore. Bislang umfasst die radiochirurgische Erfahrung am ECZM rund 8.000 Behandlungen. Das Spektrum reicht dabei von Tumoren im Schädel-Hirn-Bereich bis zur Be­handlung von Tumoren im Auge, an der Wirbelsäule und in Lunge, Leber und Niere sowie jetzt auch in der Prostata. Seit zwei Jahren setzen die Ärzte am ECZM in München-Großhadern erfolgreich die modernste M6-Serie des Cyberknife-Systems ein. Damit verkürzt sich in vielen Fällen die Behandlungsdauer auf rund 30-45 Minuten bei einer Behandlung. Wie bisher, genügen oft wenige narkosefreie Anwendungen (maximal fünf), die ambulant durchgeführt werden können. Langjährige medizinische und wissenschaftliche Kooperationen mit führenden bundes­deutschen Universi­täten, wie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und der Berliner Charité, tragen dazu bei, dass die Ärzte und Physiker des ECZM das Anwendungs­spektrum und die Qualität der Behandlung fortlaufend verbessern und erweitern.
 
Prostatakrebspatienten können von der Cyberknife-Methode profitieren

"Die AOK Bayern, viele Betriebskrankenkassen, die Deutsche BKK, die KKH und LKK sowie die Privat­kassen übernehmen die Behandlungskosten für die Cyberknife-Behandlung in München", sagt Prof. Wowra. "Bei anderen Kassen sind zum Teil Einzelfallbewertungen nötig. Insofern besteht für jeden Patien­ten die Möglichkeit, sich bei uns behandeln zu lassen. Das gilt auch für Patienten aus dem Ausland."
 
Literaturhinweis:
(1) King et al. Stereotactic body radiotherapy for localized cancer: Pooled analysis from a multi-institutional consortium of prospective phase II trials. Radiotherapy and Oncology 2013; 109:217-221

Quelle: Europäisches Cyberknife Zentrum München-Großhadern
 
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