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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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28. Oktober 2016

NSCLC: PD-L-1-Inhibition mit Atezolizumab bringt Überlebensvorteil

Der Anti-PD-L-1-Antikörper Atezolizumab steht für die nächste Generation in der Krebsimmuntherapie. Die ersten Phase-III-Daten zur PD-L-1-Inhibition, die kürzlich auf der ESMO vorgestellt wurden, zeigen: Atezolizumab bietet bereits vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) gegenüber Docetaxel einen signifikanten Überlebensvorteil von mehr als 4 Monaten (1). Die aktuellen Daten ergänzen die Ergebnisse aus Phase-11-Studien beim jeweils fortgeschrittenen NSCLC und Urothelkarzinom (2-6). In einem Roche-Symposium (DGHO) präsentierten Prof. Dr. Viktor Grünwald, Hannover, und PD Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, die aktuellen Erkenntnisse zur PD-L 1-Inhibition mit Atezolizumab.
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Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, deren Erkrankung während oder nach einer platinhaltigen Chemotherapie fortgeschritten war, überlebten mit Atezolizumab im Median 13,8 Monate - und damit 4,2 Monate länger als mit Docetaxel (9,6 Monate; HR: 0,73; p = 0,0003). Das belegt eine erste Auswertung (n = 850) der randomisierten Phase- III-Studie OAK, die auf dem ESMO vorgestellt wurde. Die signifikante Reduktion des Mortalitätsrisikos bestätigte sich auch bei Patienten ohne PD-L-1-Expression auf Tumorzellen oder tumorinfiltrierenden Immunzellen (TCO/ICO; HR: 0,75; p = 0,0215) (1).

Bestätigung der Phase-II-Daten beim NSCLC

Die aktuellen Daten der Studie OAK untermauern die Erkenntnisse aus den Phase-II-Studien: So konnte beispielsweise schon in der Studie POPLAR (2) gezeigt werden. dass Atezolizumab das Mortalitätsrisiko von bereits vorbehandelten NSCLC-Patienten signifikant reduzierte (HR: 0,69; p = 0,011) (3). Die Studien bestätigen zudem die Verträglichkeit der Therapie: In beiden Studien traten unter Atezolizumab weniger unerwünschte Ereignisse (Grad 3-4) auf als unter Docetaxel (1-2).

Positive Daten auch beim Urothelkarzinom

Fortgeschrittene Erkenntnisse zur Wirksamkeit der PD-L-1-Inhibition mit Atezolizumab liegen auch beim Urothelkarzinom vor. So wurden in der Phase-II-Studie IMvigor 210 Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom mit Atezolizumab behandelt. In Kohorte 1 der Studie waren Patienten eingeschlossen, die für eine Cisplatinbasierte First-Line-Therapie nicht in Frage kamen. Das zentrale Ergebnis der aktuellen, ebenfalls beim ESMO präsentierten Auswertung: 23% der Patienten sprachen auf die Behandlung mit Atezolizumab an. Die mittlere Ansprechdauer war nach einem medianen Follow-up von 17,2 Monaten noch nicht erreicht (4). In der 2. Studienkohorte wurden Patienten mit Atezolizumab behandelt, die zuvor bereits mindestens eine platinbasierte Therapie gegen die fortgeschrittene Erkrankung erhalten hatten. Auch bei diesen zum Teil massiv vorbehandelten Patienten erzielte Atezolizumab eine objektive Ansprechrate von 16% (5). 65% dieser Patienten zeigten zum Zeitpunkt der Analyse (medianes Follow-up 21,0 Monate) weiterhin ein Ansprechen auf die Behandlung mit Atezolizumab (5). In den USA ist Atezolizumab für diese Therapiesituation seit Mai 2016 – als erster Anti-PD-L-1-Antikörper überhaupt – zugelassen.

Nächste Generation der Krebsimmuntherapie

Der humanisierte, monoklonale Antikörper Atezolizumab bindet gezielt an das Protein PD-L-1 und verhindert so die Übertragung suppressiver Signale auf tumorspezifische T-Zellen. Als erster Vertreter der nächsten Generation von Checkpoint-Inhibitoren blockiert Atezolizumab sowohl die Interaktion von PD-L-1 mit PD-1 als auch mit B7.1 - damit unterscheidet sich Atezolizumab grundlegend von Substanzen, die nur einen der beiden Signalwege hemmen. Die Inhibition von PD-L-1 lässt die PD-1/PD-L2 Interaktion intakt, so dass die Immunhomöostase aufrecht erhalten bleibt. Die doppelte Blockade durch die PD-L-1-Inhibition mit Atezolizumab wird aktuell in zahlreichen Studien bei verschiedenen Tumorentitäten als Monotherapie sowie in Kombination mit Chemotherapien, zielgerichteten Therapien und anderen Immuntherapeutika untersucht.
Roche
Literatur:
(1) Barlesi F etal., ESMO 201 6; Abst ract LBA44
(2) Smith D et al., J Clin Oncol 2016; 34 (Suppl.): Abstract 902B (Oral Presentation, ASCO 2016)
(3) Fehrenbacher L et al., Lancet 201 6 (online)
(4) Bellmunt J et al., ESMO 2016; Abstract 7B2PD
(5) Loriot Y et al. , ESMO 2016; Abstract 783P
 
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