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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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17. April 2018

NSCLC mit hoher TMB: Nivolumab + niedrigdosiertes Ipilimumab reduziert Progressions- oder Sterberisiko

Gerade wurden erste Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie CheckMate -227 bekannt. Die Studie untersucht Nivolumab (Opdivo®, 3 mg/kg Körpergewicht) in Kombination mit niedrigdosiertem Ipilimumab (Yervoy®, 1 mg/kg Körpergewicht) in der Erstlinientherapie von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), deren Tumoren eine hohe (≥10 Mutationen/Megabase, mut/mb) Tumormutationslast (Tumor Mutation Burden, TMB) haben. Die Kombinationstherapie zeigte in der Studie einen überlegenen Vorteil für den coprimären Endpunkt progressionsfreies Überleben (Progression Free Survival, PFS) gegenüber Chemotherapie (HR=0,58; 97,5%-KI: 0,41-0,81; p = 0,0002). Der PFS-Vorteil wurde unabhängig von der PD-L1-Expression sowie unabhängig von der plattenepithelialen und nicht-plattenepithelialen Tumorhistologie beobachtet. Des Weiteren wurde auf Basis einer frühen deskriptiven Analyse unter der Kombination ein ermutigendes Gesamtüberleben versus Chemotherapie bei Patienten mit hoher TMB ≥10 mut/Mb (HR=0,79; 95%-KI: 0,56-1,10) beobachtet.
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„CheckMate -227 ist die erste Phase-III-Studie, die den bedeutenden klinischen Vorteil einer Kombination von zwei immunonkologischen Wirkstoffen in der Erstlinientherapie von NSCLC-Patienten mit hoher TMB zeigt“, so Matthew D. Hellmann, M.D., Prüfarzt und Onkologe am Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York City, USA. „Die Ergebnisse zeigten, dass die Kombination aus Nivolumab und Ipilimumab gegenüber Chemotherapie in der Erstlinie bei Patienten mit NSCLC mit hoher TMB ≥10 mut/Mb ein häufiges, tiefes und anhaltendes Ansprechen bieten kann. Die Studie unterstützt auch die Rationale für eine molekulare Testung, um potentielle Biomarker bei Lungenkrebspatienten zu bestimmen.“

Diese Daten wurden am 16. April 2018 während des offiziellen Presseprogramms der Jahrestagung 2018 der American Association for Cancer Research (AACR) in Chicago (Abstract #CT077) sowie während der Plenarsitzung zu klinischen Studien „Immunotherapy Combinations: The New Frontier in Lung Cancer“ präsentiert und zugleich im The New England Journal of Medicine veröffentlicht.

„Lungenkrebs ist eine sehr komplexe Erkrankung, bei der viele verschiedene Subtypen unterschieden werden. Es wird immer wichtiger, einen präziseren Therapieansatz für diese Erkrankung zu definieren“, so Sabine Maier, Development Lead, Thoracic Cancers, Bristol-Myers Squibb. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Forschung weiter vorangetrieben und TMB in dieser Studie als wichtigen Biomarker etabliert haben. TMB ermöglichte vorherzusagen, welcher Lungenkrebspatient in der Erstlinie einen klinisch bedeutsamen Vorteil im progressionsfreien Überleben mit einer Chemotherapie-freien Therapieoption durch die Kombination von Nivolumab mit niedrigdosiertem Ipilimumab hatte. Diese Ergebnisse sind ein Beispiel für unser Ziel, jeden Patienten durch unsere führende translationale Forschung zu verstehen.“

Therapiebedingte Nebenwirkungen der Grade 3 und 4 waren unter der Kombination Hautreaktionen (34%), endokrine (23%), gastrointestinale (18%), hepatische (15%) und pulmonale (8%) Nebenwirkungen sowie Hypersensitivität (4%) und renale Nebenwirkungen (4%). Insgesamt kam es sowohl im Kombinations- als auch im Chemotherapiearm bei 1% der Patienten zu behandlungsbedingten Todesfällen.

Zusätzliche auf dem AACR 2018 präsentierte Daten der CheckMate -227

Auf dem AACR 2018 wurden weitere Daten der Studie CheckMate -227 präsentiert, darunter Subgruppenanalysen zur Tumor-PD-L1-Expression bei Patienten mit TMB ≥10 mut/mb. In diesen Analysen war das PFS unter der Kombinationstherapie gegenüber Chemotherapie signifikant verbessert bei Patienten mit einer PD-L1-Expression ≥1% (HR=0,62; 95%-KI: 0,44-0,88) und PD-L1-Expression <1% (HR=0,48; 95%-KI: 0,27-0,85). Auch für Patienten mit plattenepithelialer Histologie (HR=0,63; 95%-KI: 0,39-1,04) sowie nicht-plattenepithelialer Histologie (HR=0,55; 95%-KI: 0,38-0,80) wurde ein Vorteil von Nivolumab in Kombination mit niedrigdosiertem Ipilimumab versus Chemotherapie beobachtet.
Im Rahmen der Studie wurde außerdem das PFS als sekundärer Endpunkt für Patienten mit TMB ≥13 mut/Mb und einer PD-L1-Expression ≥1% evaluiert, die mit Nivolumab versus Chemotherapie behandelt wurden. Eine Verbesserung des PFS wurde unter der Monotherapie mit Nivolumab nicht beobachtet (HR=0,95; 97,5%-KI: 0,61-1,48; p = 0,7776).
Quelle: Bristol-Myers Squibb
 
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