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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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16. Juli 2012

NOGGO: Highlights vom ASCO 2012

Auf einer Presseveranstaltung der Nord-Ostdeutschen Gesellschaft für gynäkologische Onkologie (NOGGO e.V.) in Berlin im Juni dieses Jahres stellten Experten verschiedener Fachbereiche der Berliner Charité eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse des diesjährigen ASCO-Kongresses vor. Sie stellten sich der Frage, ob mittels neuer personalisierter Therapien Krebs bald geheilt werden könne. Fakt ist, dass es immer mehr zielgerichtete Therapiemöglichkeiten gibt. Doch es mangelt den Therapien noch an Spezifität, und daher werden weiterhin weltweit neue Biomarker für die Krebstherapie gesucht.

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Gynäkologische Tumoren

Prof. Jalid Sehouli berichtete u.a. von Studien, denen zu Folge Patientinnen mit einem Endometriumkarzinom und niedrigem Risiko weder eine Strahlentherapie noch eine Lymphadenektomie erhalten sollten und das Zweitmalignomrisiko nach Strahlentherapie beachtet werden muss. Des Weiteren stellte Sehouli die neuesten Daten der Studien zum Einsatz des Angiogenesehemmers Bevacizumab beim Platin-resistenten Ovarialkarzinom vor: In der Phase-III-Studie AURELIA konnte gezeigt werden, dass das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patientinnen mit Platin-resistentem Rezidiv durch die Hinzunahme von Bevacizumab zu den etablierten Mono-Chemotherapien Topotecan, pegyliertes liposomales Doxorubicin oder Paclitaxel um ca. 50% verlängert werden konnte (1). In der ebenfalls zum ersten Mal vorgestellten NOGGO-GCIG Intergroup Phase-III-Studie HeCTOR zum Einsatz der Kombination Topotecan/Carboplatin im Vergleich zu etablierten Standardtherapien konnte keine weitere Verbesserung der bereits sehr effektiven Chemotherapiekombinationen erreicht werden. Eine Untersuchung der Patientinnenpräferenz sowie der Präferenz des behandelnden Arztes zeigte die Kombination Carboplatin/Gemcitabin als klaren Favoriten (2).

Mammakarzinom

Beim Mammakarzinom standen die Präventionstherapie, der Nutzen von Lapatinib allein oder in Kombination mit Trastuzumab sowie Bisphosphonate und Knochengesundheit im Mittelpunkt des Interesses, fasste Dipl. med. Fakher Ismaéel zusammen. So ergab die Phase-III-Studie EMILIA, dass das neue Antikörper-Konjugat Trastuzumab-Emtansine (T-DM1) gegenüber dem Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) Lapatinib plus Capecitabin bei Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom nach Trastuzumab-Versagen das PFS signifikant verlängerte und das Rezidivrisiko um 35% senkte (3). Ein Trend zu einem längeren Gesamtüberleben (OS) war auch zu beobachten. Außerdem ist eine Kombination aus Trastuzumab und Lapatinib den jeweiligen Einzelsubstanzen überlegen, sagte Ismaéel (4).

Urologische Tumoren

Prof. Kurt Miller nannte als neueste Daten in der Therapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) den erstmaligen Vergleich eines TKIs (Tivantinib) mit einer aktiven Substanz (Sorafenib) in einer Phase-III-Studie (5) sowie die erstmalige Verwendung von c-met als Target mit Hilfe von Cabozantinib (6). Zudem wurden in der PISCES-Studie Patienten mit mRCC nach ihrer Präferenz für Pazopanib bzw. Sunitinib befragt, wobei sowohl Patienten als auch Ärzte Pazopanib bevorzugten (7). Miller sagte, dass sich die Therapie des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (CRPC) in einem völligen Umbruch befinde. Neue hormonelle Behandlungen mit CYP-17-Inhibitoren (Abirateron) und Antiandrogenen (Enzalutamid) zeigten gute Ergebnisse und werden die Chemotherapie in der Erstlinientherapie ablösen. Darüberhinaus brachte Alpharadin (RAD223) einen Überlebensvorteil, wodurch sich ein völlig neuer Therapieansatz für Knochenmetastasen beim Prostatakarzinom ergibt. Beim hormonsensitiven Prostatakarzinom bleibt nach Vorstellung der SWOG9346-Studie die kontinuierliche antihormonelle Therapie der Standard (8).

Gastrointestinale Tumoren

Auch ältere Patienten (> 70 Jahre), bzw. solche mit einer klinisch relevanten Komorbidität im Stadium III des Kolonkarzinoms profitieren von einer Oxaliplatin-haltigen adjuvanten Therapie, sagte Prof. Hanno Riess. Außerdem erwies sich die Hemmung der Tumorangiogenese als wichtiges Therapieprinzip zusätzlich zur zytostatischen Chemotherapie und sollte auch nach Krankheitsprogress fortgeführt werden. Der Einsatz von c-met-Inhibitoren scheint auch beim Magenkarzinom und besonders bei hepatozellulären Karzinomen vielversprechend zu sein. Eine hohe c-met-Expression ist ein prognostisch ungünstiges Zeichen, aber andererseits profitieren insbesondere diese Patienten von der Therapie mit einem c-met-Inhibitor (Tivantinib). Daher wird dieses Therapieprinzip rasch Eingang in die klinische Praxis finden, so Riess abschließend.    
sk

Literaturhinweis:
(1) ASCO 2012, Abstr. #LBA5002
(2) ASCO 2012, Abstr. #A5031
(3) ASCO 2012, Abstr. #LBA1
(4) ASCO 2012, Abstr. #LBA 506
(5) ASCO 2012, Abstr. #A4501
(6) ASCO 2012, Abstr. #A261
(7) ASCO 2012, Abstr. #CRA4502
(8) ASCO 2012, Abstr. #A4571

Quelle: Pressekonferenz „Personalisierte Krebstherapie: Heilung in Sicht?“, 13.06.2012, Berlin; Veranstalter: Nord-Ostdeutsche Gesellschaft für gynäkologische Onkologie (NOGGO e.V.)
 
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