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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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17. Juni 2015

EHA 2015: Myelofibrose: Ruxolitinib reduziert parallel zur Splenomegalie die Last des JAK2-V617F-Allels

Die Einführung des JAK1/2-Inhibitors Ruxolitinib (Jakavi®) hat die Therapie der Myelofibrose deutlich verändert. Sie wurde durch die Entdeckung der V617F-Mutation im JAK2-Protein getriggert, aber die Wirkung des Inhibitors beschränkt sich nicht auf Patienten mit der Mutation. In einer Langzeitauswertung der Zulassungsstudie COMFORT I konnte nun beim 20. Kongress der European Hematology Association (EHA) im Wien gezeigt werden, dass bei den Patienten mit der Mutation die Konzentration des mutierten Allels stetig und in Korrelation mit dem klinischen Ansprechen abnimmt.

Die V617F-Mutation in der JAK2-Kinase führt zur konstitutiven Aktivierung des Proteins mit der Folge einer Dysregulierung des JAK-Signalwegs bei myeloproliferativen Neoplasien. In der Phase-III-Studie COMFORT I konnte der JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib bei Patienten mit Myelofibrose mit erhöhtem Progressionsrisiko (intermediär-2 oder Hochrisiko) im Vergleich zu Placebo häufiger eine rasche und andauernde Reduktion der Splenomegalie und eine Verbesserung der Symptomatik erzielen. Die Allel-Last wurde definiert als der Quotient aus der Menge des mutierten Allels und der Gesamtmenge an JAK2-Allelen (Wildtyp und mutiert). Bei den 236 Patienten, die zu Beginn JAK2-V617F-positiv gewesen waren, wurden die Werte vor Beginn der Therapie sowie nach 24, 48, 120, 144, 168 und 216 Wochen bestimmt, so Srdan Verstovsek, Houston. Insgesamt nahm die Allel-Last bei den Patienten unter Ruxolitinib-Behandlung ab, während sie bei denen im Placebo-Arm anstieg. Von den 28 Patienten mit einer mehr als 50%igen Abnahme der Allel-Last erzielten sechs sogar eine komplette molekulare Remission, d.h. ein völliges Verschwinden des mutierten Allels; die mediane Zeit bis zu diesem Verschwinden betrug 27,5 Monate.

Die Abnahme der Allel-Last bei den Verum-Patienten zeigte sich stetig über die gesamten vier Jahre der Beobachtungszeit und korrelierte außerdem mit der Abnahme der Milzgröße. Allerdings war eine Reduktion der Splenomegalie unter Ruxolitinib auch bei den Patienten ohne Vorliegen der JAK2-Mutation zu beobachten. Je kürzer die Erkrankungsdauer vor Beginn der Ruxolitinib-Therapie gewesen war, desto ausgeprägter war die Reduktion der Allel-Last - das könnte dafür sprechen, so früh wie möglich im Krankheitsverlauf mit der Behandlung zu beginnen, so Verstovsek.

jg

 
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