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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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07. Dezember 2016

Multiples Myelom: Zusätzliche Konsolidierung nach autologer Blutstammzelltransplantation bringt keinen Vorteil

Eine Lenalidomid-Erhaltungstherapie nach autologer Blutstammzelltransplantation (HSZT) verlängert das progressionsfreie Überleben (PFS) und das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit Multiplem Myelom (MM), die für eine Hochdosistherapie geeignet sind. Unklar ist jedoch die Rolle zusätzlicher Interventionen nach autologer HSZT. Nach den Ergebnissen der bisher größten US-amerikanischen Transplantationsstudie beim Multiplen Myelom, die auf der Jahrestagung der American Society of Hematology als late breaking abstract vorgestellt wurde, ist eine zusätzliche Konsolidierung mit RVD (Lenalidomid, Bortezomib, Dexamethason) sowie eine zweite autoHSZT (Tandemtransplantation) einer autoHSZT, jeweils gefolgt von einer Lenalidomid-Erhaltungstherapie, nicht überlegen; alle drei Therapiestrategien führten zu einem vergleichbaren PFS und OS.
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In die US-amerikanische Phase-III-Studie StaMINA (BMT CTN 0702), die Edward A Stadtmauer vom Abramson Cancer Center, University of Pennsylvania, vorstellte, wurden zwischen Juni 2010 und November 2013 758 Patienten mit symptomatischem Multiplen Myelom eingeschlossen, die für eine Transplantation geeignet waren. 24% gehörten zur Hochrisikogruppe.

Die Patienten wurden 1:1:1 randomisiert zu eine Hochdosis-Chemotherapie mit Melphalan 200 mg/m2 und anschließender autoHSZT gefolgt von 4 Zyklen RVD-Konsolidierung (ACM; n=254) versus Tandem-Transplantation (TAM; n=247) versus Single autoHSZT (AM; n=257). Die Patienten in allen drei Behandlungsgruppen erhielten anschließend eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid (5-15 mg täglich bis zur Krankheitsprogression, Dosisanpassung an Verträglichkeit). Primäres Ziel war der Vergleich des 38-Monats-PFS in den drei Therapiearmen.

Die Non-Compliance-Rate nach der ersten autoHSZT war 12% in der ACM-, 32% in der TAM- und 5% in der AM-Gruppe. Das mediane Follow-up war 38 Monate. Das geschätzte 38-Monats-PFS betrug jeweils 57% (95% CI: 50-63%), 56% (95% CI: 49-63%) and 52% (95% CI: 45-59%) für ACM, TAM und AM (ACM vs. TAM p=0,75, ACM vs. AM p=0,21, TAM vs. AM p=0,37). Das entsprechende OS 86% (95% CI: 80-90%), 82% (95% CI: 76-87%) und 83% (95% CI: 78-88%). Das median OS wurde noch nicht erreicht. Die kumulative Inzidenz einer Krankheitsprogression nach 38 Monaten betrug 42% (95% CI: 36-48%), 42% (95% CI: 35-48%) und 47% (95% CI: 40-54%) in der ACM-, TAM- bzw. AM-Gruppe. Bei 36 Patienten wurden 39 Sekundärmalignome beschrieben (6% mit ACM, 5,9% mit TAM und 4% mit AM). In der noch laufenden Studie werden die Ergebnisse in einem Langzeit-Follow-up untersucht.

as
ASH 2016
Literatur:
LBA-1 Comparison of Autologous Hematopoietic Cell Transplant (autoHCT), Bortezomib, Lenalidomide (Len) and Dexamethasone (RVD) Consolidation with Len Maintenance (ACM), Tandem Autohct with Len Maintenance (TAM) and Autohct with Len Maintenance (AM) for up-Front Treatment of Patients with Multiple Myeloma (MM): Primary Results from the Randomized Phase III Trial of the Blood and Marrow Transplant Clinical Trials Network (BMT CTN 0702 – StaMINA Trial); Late-Breaking Abstracts Session , 6.12.2016, San Diego
 
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