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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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24. Juli 2013

Multiples Myelom: Re-Treatment beim Rezidiv

Bei Organmanifestationen oder raschem biochemischen Rezidiv ist beim Multiplen Myelom eine Rezidiv-Therapie indiziert. Dass ein Re-Treatment einen Benefit hat, wurde sowohl für klassische Zytostatika und Steroide als auch für Bortezomib, Thalidomid/Lenalidomid und Hochdosis-Melphalan plus autologe Transplantation gezeigt. Ob ein Re-Treatment sinnvoll ist, hängt u.a. davon ab, wie lange die Remission anhält, wie die Therapie vertragen wird und wie fit der Patient ist. Im Rahmen des DGHO-Update in Dresden sprach Dr. med. Christoph Röllig, Dresden, über das Re-Treatment beim Myelom-Rezidiv.

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Patienten der VISTA-Studie, die erfolgreich in der Primärtherapie mit VMP (Bortezomib, Melphalan, Prednison) behandelt worden sind, sprachen zu 47,0% im Re-Treatment wieder auf Bortezomib an, wobei 6,0% der Patienten eine komplette Remission (CR) erzielten (1). Eine Studie mit stark vorbehandelten Patienten zeigte, dass bei Patienten, die unter einer vorherigen Rezidivtherapie mit Bortezomib eine CR erreicht hatten, die Ansprechraten im Re-Treatment sogar bei 75% lagen. Eine längere Dauer des Therapie-freien Intervalls (TFI) wirkte sich positiv auf das Ansprechen der Folgetherapie aus (2). Eine aktuelle Veröffentlichung zeigte Ansprechraten von 40% bei Patienten, die unter Bortezomib ein komplettes oder partielles Ansprechen erreicht hatten und im Re-Treatment mit Bortezomib oder Bortezomib plus Dexamethason behandelt wurden. Das Re-Treatment mit Bortezomib war gut verträglich ohne Anzeichen von kumulativer Toxizität (3). Eine Meta-Analyse von 23 Studien mit 1.051 Patienten bestätigt eine Ansprechrate von 43% im Bortezomib-Re-Treatment (4).

Während die amerikanischen Leitlinien ein Re-Treatment bereits ab einem TFI von 6 Monaten empfehlen (5, 6), sind die europäischen Empfehlungen etwas vorsichtiger und setzten das Re-Treatment erst ab 12 Monaten TFI ein (7). Für die Hochdosis-Melphalan-Therapie mit autologer Transplantation wird eine erneute Hochdosis nur bei Patienten eingesetzt, deren Remission mindestens 18 Monate gehalten hat, laut europäischen Leitlinien werden sogar 24 Monate verlangt.

Nebenwirkungen wie Übelkeit, Zytopenie, Phlebitis, Polyneuropathie etc. können Anhaltspunkte für einen Therapiewechsel sein. Zustand und Komorbiditäten des Patienten sollten zielführend bei der Wahl der Therapie Beachtung finden.

is

Literaturhinweise:
(1) Mateos MV et al., J Clin Oncol 2010;28:2259
(2) Hrusovsky I et al., Oncology 2010;79:247
(3) Petrucci MT et al., Br J Haematol 2013;160:649
(4) Knopf KB et al., ASH 2012, Abstr. #1863
(5) NCCN 2013
(6) Rajkumar SV, Am J Hematol 2012;87:78
(7) Ludwig H et al., The Oncologist 2012;17:592

Quelle: Satellitensymposium der Janssen-Cilag GmbH "Therapieentscheidungen beim multiplen Myelom", im Rahmen des DGHO-Update, Dresden, 12. Juli 2013
 
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