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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Dezember 2015

Multiples Myelom: Ixazomib zeigt firstline positive Ergebnisse in Phase II

Ixazomib, der erste orale Proteasom-Inhibitor, ist in Kombination mit Cyclophosphamid und Dexamethason beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom wirksam – so das vorläufige Ergebnis einer Phase-II-Studie, die bei der ASH-Jahrestagung (American Society of Hematology) 2015 präsentiert wurde (1).

Ixazomib, der erste orale Proteasom-Inhibitor, wurde kürzlich von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA in Kombination mit Lenalidomid und Dexamethason zugelassen zur Behandlung von Patienten mit Multiplem Myelom, die mindestens eine Vortherapie erhalten hatten. Die Zulassung beruht auf den positiven Ergebnissen der Phase-III-Studie TOURMALINE-MM 1 (2).

Vollständig orale Dreifachkombination mit Ixazomib

Die Effektivität des Wirkstoffs bei Patienten mit neu diagnostiziertem symptomatischen Multiplen Myelom untersuchte eine offene multizentrische Phase-II-Studie, deren vorläufige Ergebnisse beim ASH 2015 vorgestellt wurden. Die 70 eingeschlossenen Patienten waren im Median 72,5 bzw. 75,5 Jahre alt und wegen ihres Alters, ihrer Co-Morbiditäten, ihres ECOG-Status oder wegen hämatologischer, hepatischer oder renaler Funktionsstörungen nicht für eine Transplantation geeignet.

Die Patienten erhielten im Rahmen der Studie bis zu 13 Zyklen von jeweils 28 Tagen einer vollständig oralen Dreifachkombination bestehend aus Ixazomib, Cyclophosphamid und niedrig dosiertem Dexamethason (ICd). An den Tagen 1, 8 und 15 jedes Zyklus wurden die Patienten randomisiert mit dem oralen Proteasom-Inhibitor in einer Dosierung von 4,0 mg und 300 mg/m2 Cyclophosphamid (ICd-300 Arm, n=36) oder 400 mg/m2 Cyclophosphamid (ICd-400-Arm, n=34) behandelt. An den Tagen 1, 8 und 22 wurde allen Teilnehmern außerdem jeweils 40 mg Dexamethason verabreicht.

Die mittlere Dauer des Follow-ups betrug in beiden Studienarmen sieben Monate, in dem die Patienten im Median 6,0 bzw. 6,5 Behandlungszyklen erhalten hatten. Vorläufige Daten (Daten-Cut-off Juli 2015) zeigen eine vergleichbare Aktivität in beiden Behandlungsarmen: Die Gesamtansprechrate (Overall Response Rate), bestehend aus kompletter Response, sehr guter partieller Response und partieller Response, betrug 80% bzw. 73% unter ICd-300 bzw. ICd-400. Den primären Studienendpunkt, eine Kombination aus kompletter und sehr guter partieller Response, erreichten 27% (ICd-300) bzw. 23% (ICd-400) der Patienten.

Das Toxizitätsprofil war in beiden Studienarmen (ICd-300 und ICd-400) vertretbar und steht im Einklang mit früheren Studien zur Testsubstanz, wobei es unter der höheren Dexamethason-Dosierung (ICd-400) zu mehr unerwünschten Ereignissen kam. Thrombozytopenie trat bei fünf Patienten (keiner ≥ Grad 3) im ICd-300-Arm auf und bei vier Patienten (drei ≥ Grad 3) im ICd-400-Arm auf. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (> 15% aller Patienten) waren Anämie, Neutropenie, Übelkeit, periphere Neuropathie, Diarrhö, Erbrechen, Obstipation und Fatigue. Die häufigsten schweren unerwünschten Ereignisse waren Neutropenie, Anämie und Pneumonie; es wurden keine peripheren Neuropathien mit Grad 3 beobachtet.

Ixazomib – ein neuer Proteasom-Inhibitor

Ixazomib ist ein potenter, hochselektiver und reversibler Proteasom-Inhibitor (3), der derzeit von der europäischen Arzneimittelagentur EMA geprüft wird. Vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) wurde dem Wirkstoff ein beschleunigtes Verfahren zugestanden. Neben den bisher veröffentlichten Daten werden in den nächsten Jahren zahlreiche weitere Studiendaten zum Wirkstoff aus dem TOURMALINE-Studienprogramm erwartet. Das Programm umfasst insgesamt fünf Studien – vier zu den wichtigen Patientenpopulationen des Multiplen Myeloms und eine zur Leichtketten-(AL)-Amyloidose.

unterstützt von Takeda Oncology
Literatur:

(1) Dimopoulos M et al., Abstract 26, 57. Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH), Orlando, Florida, USA, Dezember 2015
(2) Moreau P et al., Abstract 727, 57. Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie (ASH), Orlando, Florida, USA, Dezember 2015
(3) Chauhan D et al., Clin Cancer Res. 2011;17(16):5311-5321

 
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