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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. März 2017

Multiples Myelom: Denosumab ist Zoledronsäure bezüglich SRE nicht unterlegen

Aktuell wurden positive Ergebnisse der Phase 3-Studie ‘482, der größten internationalen Studie zum multiplen Myelom, die je durchgeführt wurde, bekanntgegeben. In dieser Studie erreichte Denosumab (XGEVA®) den primären Endpunkt, die Nicht-Unterlegenheit gegenüber Zoledronsäure in Bezug auf die Verzögerung des Auftretens der ersten skelettbezogenen Komplikation (SRE) im Studienverlauf bei Patienten mit multiplem Myelom (HR=0,98; 95% KI: 0,85-1,14; p=0,01). Die mittlere Zeit bis zur ersten SRE im Studienverlauf war ähnlich zwischen Denosumab (22,83 Monate) und Zoledronsäure (23,98 Monate). Diese Daten wurden am 3. März 2017 während der Präsentation hochaktueller Abstracts beim 16. International Myeloma Workshop (IMW) in Neu-Delhi präsentiert.
„Knochenkomplikationen haben schwere Folgen für Patienten mit multiplem Myelom. Die Nierenfunktion muss bei der Behandlung von Myelompatienten konstant berücksichtigt werden, was oft die Gabe von Bisphosphonaten ausschließt, der einzig zugelassenen Substanzklasse zur Prävention von Knochenkomplikationen. Das unterstreicht den Bedarf an neuen Behandlungsoptionen“, sagte Noopur Raje, M. D., Direktor des Center for Multiple Myeloma am Massachusetts General Hospital Cancer Center, Boston/USA. „Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass Denosumab eine wirksame neue Option sein könnte, die nicht über die Nieren abgebaut wird, und die zur Prävention von Knochenkomplikationen bei Patienten mit multiplem Myelom beitragen könnte.“
 
Die sekundären Endpunkte, die Überlegenheit in der Verzögerung der Zeit bis zur ersten SRE und die Verzögerung der Zeit bis zur ersten und darauffolgenden SRE, wurden in der Studie nicht erreicht. Es zeigte sich ein angedeuteter Trend beim Gesamtüberleben (OS) zugunsten von Denosumab gegenüber Zoledronsäure (HR=0,90; 95% KI: 0,70-1,16; p=0,41); dennoch war dieser statistisch nicht signifikant. Die Hazard Ratio von Denosumab versus Zoledronsäure betrug hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (PFS) 0,82 (95% KI: 0,68-0,99; deskriptiver p-Wert=0,036). Der mediane Unterschied beim PFS lag zwischen den Armen bei 10,7 Monaten zugunsten von Denosumab.

„XGEVA® ist derzeit zur Prävention von Knochenkomplikationen bei Patienten mit soliden Tumoren zugelassen – basierend auf einem klinischen Vorteil gegenüber Zoledronsäure bei diesem Setting“, sagte Dr. med. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor bei Amgen Deutschland. „Die beim IMW vorgestellten Ergebnisse bekräftigen, dass der einzigartige Wirkmechanismus von Denosumab und seine subkutane Gabe auch Patienten mit multiplem Myelom eine wertvolle Alternative zu gegenwärtigen Standardregimen eröffnen könnte. Amgen plant, diese Daten weltweit bei Zulassungsbehörden einzureichen, um eine mögliche Indikationserweiterung zu unterstützen.“
 
Unerwünschte Wirkungen, die bei Patienten unter Denosumab beobachtet wurden, stimmten mit dessen bekanntem Sicherheitsprofil überein. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (> 25%) waren Diarrhoe (Denosumab: 33,5%; Zoledronsäure: 32,4%) und Nausea (Denosumab: 31,5%; Zoledronsäure: 30,4%).
 
Das multiple Myelom ist weltweit die zweithäufigste (1) und in Deutschland die dritthäufigste (2) hämatologische Krebserkrankung. Es entwickelt sich aus Plasmazellen im Knochenmark (3). Knochenläsionen treten bei der Mehrzahl der Patienten mit multiplem Myelom auf und schwächen den Knochen (4). Myelomzellen induzieren die Expression von RANK-Ligand (RANKL), einem Protein, das für die Bildung, Funktion und das Überleben der Osteoklasten notwendig ist, die zum Knochenabbau führen. Zusätzlich kann eine direkte Expression von RANKL durch Myelomzellen die Aktivität von Osteoklasten in der Mikroumgebung des Knochens erhöhen (5). Überschüssiges RANKL kann das Risiko von Knochenkomplikationen erhöhen, einschließlich pathologischer Frakturen, Bestrahlung oder operative Eingriffe am Knochen und Rückenmarkkompression (6,7).
Amgen
Literatur:
(1) Globocan 2012: Estimated Cancer Incidence, Mortality and Prevalence in 2012. Verfügbar unter: http://globocan.iarc.fr/Pages/fact_sheets_population.aspx. Zugriff: März 2017.
(2) Leitlinie Multiples Myelom der DGHO (2013). Verfügbar unter: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/multiples-myelom/@@view/html/index.html. Zugriff: März 2017.
(3) Multiple Myeloma Research Foundation. What is Multiple Myeloma? Verfügbar unter: https://www.themmrf.org/multiple-myeloma/what-is-multiple-myeloma/. Zugriff: März 2017.
(4) Roodman GD. Pathogenesis of myeloma bone disease. Leukemia. 2009;23(3):435-441.
(5) Sezer O, et al. RANK ligand and osteoprotegerin in myeloma bone disease. Blood. 2003;101(6):2094-8.
(6) Raje N, et al. An International, Randomized, Double Blind Trial Comparing Denosumab With Zoledronic Acid (ZA) for the Treatment of Bone Disease in Patients (Pts) With Newly Diagnosed Multiple Myeloma [abstract]. In: 16th International Myeloma Workshop (IMW); Mar 1-4, 2017; New Delhi, India. Abstract 546.
(7) Terpos E, et al. International Myeloma Working Group recommendations for the treatment of multiple myeloma-related bone disease. J Clin Oncol. 2013;31(18):2347-57.
(8) Jakubowiak A. Management Strategies for Relapsed/Refractory Multiple Myeloma: Current Clinical Perspectives. Seminars in Hematology. 2012; 49(3)(1),S16-S32.
(9) Knudsen, et al. Renal function in newly diagnosed multiple myeloma – A demographic study of 1353 patients. Eur J Haematol. 1994;53:207-212.
(10) Drake MT. Bone disease in multiple myeloma. Oncology (Williston Park). 2009;23(14 Suppl 5):28-32.
 
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