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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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05. September 2014

Multiples Myelom: Bortezomib erweist sich als effektive Behandlungsoption in allen Therapiestadien

Bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) berichteten Experten im Rahmen eines Satellitensymposiums der Firma Janssen über Strategien zur Therapie des multiplen Myeloms. Seit seiner Erstzulassung zur Rezidivtherapie vor 10 Jahren deckt Velcade® (Bortezomib) mittlerweile alle Stadien der Myelom-Therapie ab (1). Durch eine Behandlung mit Bortezomib können Myelom-Patienten in der Primär- (mit oder ohne hämatopoetischer Stammzelltransplantation) und Rezidivtherapie höhere Ansprechraten erzielen als mit der jeweiligen Vergleichstherapie (2,3,4,5).

Die Standardtherapie des multiplen Myeloms bei jüngeren Patienten in gutem Allgemeinzustand beinhaltet zunächst eine Induktionstherapie, gefolgt von einer Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation und gegebenenfalls einer Konsolidierungs- sowie einer Erhaltungstherapie, erläuterte Professor Michele Cavo, Bologna. Ziel ist in jedem Fall, eine Remission von möglichst hoher Qualität zu erreichen, weil das mit längerem Progressionsfreien Überleben (PFS) ebenso wie Gesamtüberleben (OS) korreliert (6,7). Der Proteasom-Inhibitor Bortezomib ist in Kombination mit Dexamethason (VD) oder mit Dexamethason und Thalidomid (VTD) für die Induktionstherapie zugelassen (1). Cavo betonte, dass mit Bortezomib-haltigen Kombinationen in der Induktionstherapie signifikant bessere Ansprechraten erzielt werden konnten als mit den jeweiligen Vergleichsregimen ohne Bortezomib.

So wurden die Kombinationen Bortezomib und Dexamethason (VD) gegenüber Vincristin, Doxorubicin und Dexamethason (VAD) sowie Bortezomib, Thalidomid und Dexamethason (VTD) gegenüber Thalidomid und Dexamethason (TD) untersucht. VD zeigte sich gegenüber VAD hinsichtlich der Rate der kompletten und nahezu kompletten Remissionen (CR/nCR 14,8 vs. 6,4; p=0,004) sowie des Gesamtansprechens (ORR 78,5 vs. 62,8%, p<0,001) nach der Induktionstherapie signifikant höher (3). Auch im Vergleich von VTD mit TD erhöhte die Hinzunahme von Bortezomib die CR-Rate nach Induktionstherapie (35% vs. 14%, p=0,001). Im VTD-Arm lag das PFS nach einem medianen Follow-up von 35,2 Monaten bei 56,2 Monaten und war somit signifikant länger als unter TD (28,2 Monate, p=0,01) (2).

Auf Komorbiditäten achten

Von den älteren Myelom-Patienten, die nicht für eine Hochdosistherapie in Frage kommen, haben die über 75-Jährigen eine deutlich schlechtere Prognose als die Jüngeren, konstatierte Professorin Sonja Zweegman, Amsterdam (8). Auch diese Patienten können von einer Bortezomib-basierten Therapie profitieren: In einer Subgruppenanalyse der VISTA-Studie konnte die Zugabe von Bortezomib zur Kombination aus Melphalan und Prednison (VMP) bei den über 75-Jährigen das Mortalitätsrisiko um 30% im Vergleich zu MP reduzieren (mediane Überlebenszeit 50,7 vs. 32,9 Monate; HR 0,70) (9).

Wie Zweegman erläuterte, sind die Verhältnisse in der Realität jedoch häufig anders als in kontrollierten Studien: In einer Analyse der Datenbank der französischen Myelom-Studiengruppe, die die Daten von 770 Myelom-Patienten, die eine Therapie erhielten erfasste, wiesen über 75-jährige Patienten zwar das gleiche PFS, aber ein kürzeres OS als Jüngere auf (10). Das könnte beispielsweise daran liegen, dass eine höhere Toxizität bei älteren Patienten häufiger zu einem Abbruch der Therapie führt (11).

Laut Prof. Michel Delforge, Leuven, ist es besonders wichtig Komorbiditäten und Gebrechlichkeit sorgfältig zu erheben und bei vorliegender Gebrechlichkeit gegebenenfalls die Dosierung bzw. das Applikationsschema der Therapie anzupassen.

Retreatment mit Bortezomib: Hohe Wirksamkeit

Das Myelom ist eine bislang unheilbare Erkrankung, d.h. mit Rezidiven muss man früher oder später rechnen. Deshalb weist Professor Meletios Dimopoulos, Athen, darauf hin, die Strategie für die Rezidivtherapie von Anfang an mit einzukalkulieren.
Im Rezidiv ist auch ein Retreatment mit Bortezomib möglich, auch wenn der Patient bereits in der Erstlinie mit dem Proteasom-Inhibitor behandelt wurde, berichtete Dimopoulos. So zeigt eine Metaanalyse von 23 Studien, dass ein Retreatment mit Bortezomib mit einem hohen Gesamtansprechen einherging. Als Monotherapie oder in Kombination mit Dexamethason gegeben, führte Bortezomib zu einem Gesamtansprechen von 51%; das Gesamtüberleben lag bei 19,2 Monaten (12).

Literaturhinweise:
(1) Aktuelle VELCADE®-Fachinformation
(2) Rosiñol L et al. Blood 2012; 120:1589-1596
(3) Harousseau J-L et al. J Clin Oncol 2010; 28:4621-4629
4 Richardson PG et al., Cancer 2006;106:1316-1319
5 San Miguel JF et al., J Clin Oncol 2013;31(4):448-455
6 Cavo M et al. Lancet 2010; 376: 2075-85.
7 Moreau P et al. Blood 2011; 117: 3041-4.
8 Bringhen S et al. Haematologica 2013; 98: 980-7.
9 San Miguel J et al. J Clin Oncol 2013; 31: 448-55.
10 Hulin C et al. ASH 2012, Abstract #204.
11 Palumbo A et al. N Engl J Med 2012; 366: 1759-69.
12 Knopf KB et al. Meta-analysis of the Efficacy and Safety of Bortezomib (BTZ) Retreatment in Patients (pts) with, Multiple Myeloma (MM). 14th International Myeloma Workshop 2013; Abstract #P-228

Quelle: Janssen-Cilag
 
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