Freitag, 15. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
10. Juli 2015

Moderne Therapieoptionen verlängern das Überleben von Prostatakarzinom-Patienten

Wird ein Prostatakarzinom während der Androgendeprivation kastrationsresistent, so waren die darauffolgenden medianen Überlebensaussichten der Patienten bis vor 10 Jahren nur etwa 12 Monate. Mittlerweile kann das Überleben der Patienten in diesem Stadium durch den sequentiellen Einsatz neuer Medikamente auf 23-35 Monate verlängert werden. Für ein möglichst langes Gesamtüberleben ist es wichtig, dass die Patienten möglichst alle wirksamen Therapieoptionen erhalten, darüber waren sich die Experten auf der „6. Expertise Prostata“ in Eltville am Rhein einig.

Die Basis bei der Behandlung des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms bildet die Hormontherapie. Im Laufe der Erkrankung kommt es jedoch zur Entwicklung eines hormonrefraktären Stadiums. Seit kurzem stehen in der Therapie des metastasierten kastrationsrefraktären Prostatakarzinoms (mCRPC) bereits in der Erstlinie mehrere Optionen zur Auswahl. Die Entscheidung, welcher Patient von welchem Therapieregime am besten profitiert, ist damit um vieles komplexer geworden, erklärte Dr. Götz Geiges, Berlin. Entscheidend für die Therapiefindung ist, beim einzelnen Patienten zwischen der Symptomatik der Erkrankung und der Toxizität der jeweiligen Therapieform abzuwägen. Patienten mit hormonsensiblem Prostatakarzinom und großer Metastasenlast sollten eine Androgendeprivationstherapie (ADT) plus Docetaxel erhalten, wenn sie hingegen nur wenige oder gar keine Metastasen aufweisen, sollten sie nur mit einer ADT behandelt werden.

Nach Versagen der vorangegangenen ADT sind die weiteren Optionen die Erstlinienchemotherapie mit Docetaxel mit ggfs. vorgeschalteter sekundärer Hormontherapie mit Abirateron sowie nach Docetaxel-Versagen Cabazitaxel, Abirateron oder Enzalutamid, erklärte Dr. Stefan Machtens, Bergisch Gladbach. Cabazitaxel ist eine wirksame Therapieoption, die v.a. bei Patienten mit erhöhter Proliferationsaktivität, wie es bei viszeralen Metastasen, ausgedehnter Krankheitslast sowie symptomatischer Erkrankung der Fall ist, empfohlen wird. Wie die richtige Therapiesequenz für den einzelnen Patienten aussehen sollte, muss individuell entschieden werden. Durch den Einsatz der beiden Taxane - Docetaxel firstline und Cabazitaxel secondline - lasse sich die Überlebenszeit der Patienten deutlich - auf median fast 30 Monate – verlängern, so Machtens. Eine post-hoc-Analyse der Cabazitaxel-Zulassungsstudie TROPIC zeigte zudem, dass der initiale Überlebensvorteil unter Cabazitaxel (versus Mitoxantron) bei den mit Docetaxel vorbehandelten Patienten auch nach 2 Jahren noch erhalten war (Überlebenswahrscheinlichkeit: 27% vs. 16%). Beide Taxane lassen sich zudem im klinischen Alltag gut handhaben, so dass die Patienten die Therapie in der Regel gut vertragen. Aufgrund der hohen Wirksamkeit beider Taxane bilden sich tumorbedingte Beschwerden in der Regel gut und schnell zurück.

sk
Quelle: Fachpresse-Workshop „6. Expertise Prostata“, 17.06.2015, Eltville am Rhein; Veranstalter: Sanofi
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017