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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. Februar 2009

Mittelschwere und schwere chronische Tumorschmerzen: Stärkere Schmerzreduktion unter Hydromorphon

Im Verlauf ihrer Erkrankung leiden viele Krebspatienten an mittleren bis schweren Tumorschmerzen. Diese machen sich Tag und Nacht bemerkbar und beeinträchtigen die Lebensqualität stark. Eine effektive Rund-um-die-Uhr-Analgesie sollte daher oberstes Ziel einer effektiven Schmerztherapie sein. Die aktuelle Studie von Hanna et al.[1] zeigt, dass OROS®-Hydromorphon (Jurnista®) und die Referenzsubstanz Morphin in der Behandlung chronischer Tumorschmerzen nicht gleichwertig sind. OROS®-Hydromorphon zeigt eine stärkere Schmerzreduktion im primären Endpunkt „Stärkster Schmerz“ und im sekundären Endpunkt „Schmerz am Abend“.

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An der doppelblinden, randomisierten und multizentrischen Studie nahmen 200 Patienten mit mittelschweren bis schweren chronischen Tumorschmerzen teil. In der ersten Phase erhielten sie alle vier Stunden IR (Immediate Release, unretardiertes) Hydromorphon oder IR Morphin. Der IR Hydromorphon-Gruppe wurden Dosierungen von 12 bis 108 mg/Tag verabreicht, während die IR Morphin-Gruppe täglich 60 bis 540 mg/Tag bekam. In der zweiten Phase, die sich von Tag zehn bis 15 erstreckte und 163 Patienten einschloss, erfolgte die Umstellung auf retardierte Präparate. Die Teilnehmer der OROS®-Hydromorphon-Gruppe erhielten das Medikament einmal täglich in den Dosierungen von 16 bis 96 mg/Tag. Der Vergleichsgruppe wurde zweimal täglich retardiertes Morphin in der Dosierung von 60 bis 540 mg/Tag verabreicht. Insgesamt 133 Patienten beendeten diese zweite Studienphase.

Den primären Endpunkt der Studie bildete die klinische Gleichwertigkeit hinsichtlich des stärksten Schmerzes in den vergangenen 24 Stunden. Die Patienten gaben den Grad des Schmerzes anhand einer 11-Punkte NRS-Skala an. Sekundäre Endpunkte der Studie waren geringster Schmerz, durchschnittliche Schmerzen und Schmerzlinderung während der letzten 24 Stunden sowie Schmerzen am Morgen und Abend, die mittels Schmerzfragebogen ermittelt wurden (Brief Pain Inventory, BPI). Fragen zur allgemeinen Aktivität, Nachtschlaf und Lebensqualität sowie die Beurteilung der Wirksamkeit durch Patienten und behandelnde Ärzte anhand der Mini-Mental State Examination (MMSE) und dem Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG) performance status komplettierten die Studienparameter.

Die Ergebnisse der Hanna-Studie zeigen, dass die verglichenen Therapien nicht gleichwertig sind. Gemessen an einer 11-Punkte NRS-Skala wurde der stärkste Schmerz der behandelten Patienten (n= 60) mit OROS®-Hydromorphon von 6,3 auf 3,5 verbessert (sd= 2,7). Die Referenzgruppe mit zweimal täglich retardiertem Morphin (n=73) erreichte eine Verbesserung von 6,2 auf 4,3 (sd= 2,3) (Unterschied von -0,8; p= 0,0463). Ein signifikanter Unterschied konnte auch bei Schmerzen am Abend nachgewiesen werden (p= 0,0372), während in allen anderen Endpunkten keine Unterschiede festzustellen waren. Rückblickend beurteilten sowohl 70% der Studienärzte als auch 70% der Patienten die Behandlung mit OROS®-Hydromorphon als „gut“ bis „exzellent“. Die Verträglichkeitsprofile beider Opioidanalgetika waren vergleichbar und opioid-typisch.

OROS®-Hydromorphon hat im Vergleich mit der Referenzsubstanz Morphin seine Wirksamkeit nachgewiesen und eine stärkere Schmerzreduktion beim primären Endpunkt stärkster Schmerz gezeigt. Die zweimal tägliche Einnahme von retardiertem Morphin erreicht auch in den Abendstunden keine vergleichbaren Werte. OROS®-Hydromorphon ermöglicht hier ebenfalls niedrigere Schmerzscores, was auf eine gleichbleibende Schmerzlinderung ohne Wirklücken über 24 Stunden schließen lässt. Dies kann Patienten eine schmerzreduzierte erholsame Nacht und damit mehr Tagesaktivitäten für einfach mehr Lebensqualität ermöglichen.

1) Hanna M. et al. A randomized, double-blind comparison of OROS® hydromorphone and controlled-release morphine for the control of chronic cancer pain. BMC Palliative Care. 2008; 7(1):17.

Quelle: Janssen-Cilag
 
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