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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. November 2012

Mit „Onkopedia“ eine der weltweit größten Krebsdatenbanken initiiert

Prof. Gerhard Ehninger, seit 1994 Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, setzt sich deutschlandweit und international für die Belange von Krebs-Patienten ein. Dabei ist die zeitnahe Verbreitung von wissenschaftlich überprüften Behandlungsempfehlungen für ärztliche Kollegen immer wichtiger geworden. Der renommierte Krebsexperte ist deshalb Mitinitiator der weltweit größten Krebs-Datenbank „Onkopedia“, die allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz von 30.000 Personen regelmäßig konsultiert wird.

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Da die Spende von Blutstammzellen nach wie vor eine der wichtigsten Therapieoptionen ist, will Prof. Ehninger die Zahl der registrierten Knochenmark-Spender massiv erhöhen. Als Mitbegründer der Deutschen Knochenmarkspender-Datei DKMS und in der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie gehört er deshalb zu den Initiatoren der international ausgelegten Aktion „Delete Blood Cancer“. Zusätzlich kämpft Prof. Ehninger insbesondere auch für die internationale Sichtbarkeit der deutschen Krebsmedizin und setzt sich für die nationale Versorgung von seltenen Erkrankungen ein. Seine herausragende Stellung schlägt sich auch in der Ausgabe November/Dezember 2012 des Magazins „Focus Gesundheit“ nieder, die den Dresdner Krebsexperten als „Top Mediziner Onkologie“ ausgezeichnet hat.

„Als Mediziner und Vertreter einer Fachgesellschaft wird mir häufig von Politikvertretern eine größere Aufmerksamkeit entgegengebracht als sie beispielsweise Patienten und deren Angehörigen zuteil wird“, erklärt Prof. Ehninger. „Diesen Experten-Vorsprung möchte ich im Sinne der Patienten nutzen, um die nationale und internationale Versorgung maßgeblich zu verbessern.“

„In seinen Funktionen als Geschäftsführender Direktor des Universitäts KrebsCentrums, aber auch als herausragender Hämatologe trägt Prof. Ehninger wesentlich dazu bei, den Ruf der Dresdner Hochschulmedizin als Ort exzellenter Krebstherapie weiter auszubauen. Dabei ist es auch für ihn selbstverständlich, eigenes Wissen und Know-how ohne Abstriche mit Fachkollegen zu teilen. Die neue Krebs-Datenbank ist hierfür ein gutes und nachahmenswertes Beispiel“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums.

Prof. Gerhard Ehninger forscht und behandelt seit 1994 am Universitätsklinikum in Dresden mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, Hämatologie, Onkologie, Pneumologie und Infektiologie. Ehninger war 1991 Gründungsgesellschafter der DKMS Deutsche Knochenmarkspender-Datei. Seit nunmehr drei Jahren arbeiten er und ein Team von Medizinern an der weltweit größten Krebs-Datenbank „Onkopedia“ (http://www.dgho-onkopedia.de), die sich ausschließlich auf wissenschaftlich verifizierte Informationen stützt.

Das Portal hält online frei zugänglich eine Vielzahl an Therapieempfehlungen für Menschen mit Krebserkrankungen vor. „Die Datenbank staffelt sich in ein Angebot für Fachärzte, für Mitarbeiter im Pflegebereich und für Patienten ohne wissenschaftliche Vorbildung“, so Prof. Ehninger. Die Inhalte seien hierbei komplett die gleichen, allerdings sei die sprachliche Darstellung an die jeweilige Zielgruppe angepasst. „Onkopedia hat in kurzer Zeit immens an Popularität gewonnen“, freut sich Ehninger. „Wir verzeichnen mittlerweile monatlich zwei Millionen Zugriffe bei 30.000 aktiven Nutzern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In den kommenden Monaten soll das Angebot ins Englische übersetzt werden.“ Alle Inhalte gründen sich auf aktuellste Therapieerfahrungen und werden regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht.

Zudem ist Prof. Gerhard Ehninger ein wichtiger Repräsentant der Hochschulmedizin Dresden. Auf den weltweit bedeutendsten Kongressen der Krebsmedizin präsentieren er und weitere Spezialisten der Medizinischen Klinik I regelmäßig neueste Erkenntnisse aus der Versorgung von Krebspatienten sowie aus der Forschung. Mit vielfältigen Engagements - unter anderem als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie - kämpft Prof. Ehninger für die Belange krebskranker Menschen. Als Geschäftsführender Direktor des Universitäts KrebsCentrums - eines von bundesweit nur elf von der Deutschen Krebshilfe ausgezeichneten und geförderten „Onkologischen Spitzenzentren“ - steht er für eine Krankenversorgung, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeitnah in die Therapie überträgt und das dabei gewonnene Know-how zeitnah an ärztliche Kollegen weitergibt.

Drei Millionen registrierte Knochenmarkspender reichen leider nicht

Prof. Ehninger setzt sich nach wie vor für „sein Ziehkind“, die DKMS ein. „Wir verzeichnen heute drei Millionen registrierte Knochenmark-Spender in Deutschland, damit sind wir dem Ausland weit voraus“, erklärt der Blutkrebs-Experte. „Mit unserer Aktion ‚Delete Blood Cancer‘ möchten wir jede Form dieser Krebserkrankung heilbar machen“, sagt Prof. Ehninger. Dieser Anspruch zieht sich fort: So erforschen Ehninger und sein Team am Universitätsklinikum Dresden seltene Formen der Leukämie. Mit einer Kombination aus Medikamenten und Vitamin-Derivaten soll eine dieser Varianten der Erkrankung perspektivisch ohne Chemotherapie behandelt werden können. „Unser Ziel ist es, Patienten schnell und unkompliziert den besten Zugang zu einer hochwertigen Medizin zu ermöglichen“, so der Krebs-Experte. Damit dieses Konzept weiter gelebt wird, hat er mit Prof. Martin Bornhäuser eine Doppelspitze in der Klinikleitung etabliert. „Meine Vorstellung ist es, dass sich die Klinik auch dann nahtlos weiterentwickelt, wenn ich den Staffelstab übergeben habe“, so Prof. Ehninger.

Das Focus-Ranking gründet sich auf Interviews mit ärztlichen Experten aus ganz Deutschland. Zudem befragte das Magazin Patientenverbände und Selbsthilfegruppen. In die Bewertung wurden zudem die wissenschaftlichen Aktivitäten der ins Ranking aufgenommenen Mediziner einbezogen. Bei der aus acht Einzelkategorien zusammengesetzten Bewertung erreichte Prof. Ehninger in sieben Kategorien die Bestnote. Damit gilt er nicht nur als „Top Mediziner Onkologie“ Deutschlands, sondern konnte sich diese Position unter allen deutschen Krebsärzten sichern. Das Magazin „Focus Gesundheit“ ist ein Ableger des gleichnamigen Nachrichtenmagazins und nach eigenen Angaben der „umfangreichste Mediziner-Check Deutschlands“. Nachdem das Dresdner Uniklinikum im Sommer bereits einen Spitzenplatz im Krankenhausranking des Focus belegt hatte, ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass die Dresdner Hochschulmedizin zu den besten Einrichtungen Deutschlands gehört.

Quelle: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
 
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