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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. Mai 2012

Mit Denosumab den Therapiefortschritt sichern und in Lebensqualität umsetzen

Amgen widmete sich im Rahmen der dritten Akademie Knochen und Krebs, die vom 04. bis 05. Mai 2012 in München stattfand, vor allem der Frage, wie sich der Therapiefortschritt bei der Behandlung von Patienten mit Krebs in mehr Lebensqualität für die Betroffenen umsetzen lässt.
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„Es ist nicht nur unser Ziel, für Tumorpatienten eine längere Lebenszeit zu gewinnen, sondern auch, diese gewonnene Lebenszeit mit mehr Lebensqualität zu füllen“, so betonte Prof. Dr. med. Petra Feyer, Vorsitzende der ASORS und Direktorin der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Vivantes-Klinikum Neukölln/Berlin in ihrer Eröffnungsrede die wesentliche Bedeutung von Lebensqualität für Patienten mit einer Krebserkrankung im fortgeschrittenen Stadium. „Lebensqualität bedeutet für jeden Patienten etwas anderes, sodass es wichtig ist, individuelle Konzepte zu finden, die auf die Lebensumstände und Einstellungen der Patienten optimal eingehen“, erklärte Feyer weiter.

Neue Ansätze und Therapieoptionen bei der Behandlung von Knochenmetastasen sind schon allein vor dem Hintergrund unabdingbar, dass es jährlich allein in Deutschland etwa 480.000 Krebsneuerkrankungen gibt und die Inzidenz von Knochenmetastasen bei den häufigsten soliden Tumoren, dem Prostata- und dem Mammakarzinom, bei 65 –70% liegt (1). Dank des medizinischen Fortschrittes heute können viel mehr Betroffene als noch vor einigen Jahren geheilt werden oder zumindest auf eine verbleibende Lebensspanne von einigen Jahren blicken.

Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Krebstherapie gelingt es heute immer besser die optimale Behandlung für den einzelnen Betroffenen zu finden. „Knochenmetastasen sind ein exzellentes Beispiel, wie wichtig interdisziplinäre Zusammenarbeit ist, um Lebensqualität und Therapieergebnisse abzusichern“, so Feyer.
In Tumorboards beraten die Fachärzte der verschiedenen Disziplinen, wie Radioonkologie, Pharmakologie, Neurochirurgie und Psychoonkologie, über das gemeinsame Behandlungskonzept. „Aber auch das Patienten-Arzt-Gespräch ist eines der wichtigsten Instrumente, um eine passende und wirkungsvolle individualisierte Therapiestrategie zu finden“, betonte Feyer.

Integrative supportive Versorgung von Anfang an

Bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer Krebserkrankung bilden sich häufig Knochenmetastasen. Diese können im weiteren Krankheitverlauf schwerwiegende Komplikationen, sogenannte SRE (skeletal-related events: skelettbezogene Komplikationen) verursachen, die sich in klinischen Symptomen, wie pathologischen Frakturen, Rückenmarkkompressionen bis hin zur Querschnittslähmung zeigen (2) und mit Bestrahlungen und operativen Eingriffen verbunden sind.

Vor allem Knochenschmerzen treten bei ca. 80% der Patienten auf und prägen deren Alltag.(3) „Für den Patienten bricht zunächst eine Welt zusammen, wenn die Diagnose Knochenmetastasen gestellt ist. Es bedeutet für den Patienten, dass seine Tumorerkrankung in der Regel nicht mehr heilbar ist. Auch für den Arzt ist das eine schwierige Situation. Hilfreich ist dann der Einsatz neuer, wirksamer Medikamente, wie Denosumab, mit denen wir die Patienten zwar nicht heilen können, aber die verbleibende Lebenszeit, mit einer adäquaten Lebensqualität, erhalten können“, berichtete Feyer.

Die Supportivtherapie gewinnt in diesem Rahmen immer mehr an Bedeutung. Sie umfasst die Prävention und das Management von unerwünschten Wirkungen und Symptomen einer Tumorerkrankung und der onkologischen Therapie von Beginn an über den gesamten Zeitraum der Erkrankung. Durch das integrative Zusammenspiel von Symptomkontrolle, psychosozialen Aspekten, Palliation und Weiterbildung in der Supportivtherapie kann eine Verbesserung der Rehabilitation und der Lebensqualität für die Patienten erreicht werden.

Integriertes Management aus gynäkologischer, urologischer und internistisch-onkologischer Expertensicht

Prof. Dr. Ingo Diel, Vorsitzender der DOG und Leiter der Schwerpunktpraxis (SPGO) für gynäkologische Onkologie in Mannheim, wies in der Diskussion auf die Ziele der osteoprotektiven Therapie hin: „Mit der osteoprotektiven Therapie wollen wir die Zeit der Symptomfreiheit unserer Patienten verlängern. Dies betrifft insbesondere das Auftreten von Knochenschmerzen und skelettalen Komplikationen. Mit dem RANKL-Antikörper Denosumab gelingt es uns, diesen Zeitraum um weitere 8,2 Monate zu verlängern.“ Zudem sah Diel keinen Grund „mit dem Wechsel von einem Bisphosphonat zu Denosumab zu warten. Der Wirkstoff ist effektiv, gut verträglich und bietet noch dazu eine einfache subkutane Anwendung. Man muss es den Patienten anbieten.“

Aus seiner klinischen Erfahrung wusste Diel zu berichten, dass noch immer viele Patienten mit Knochenmetastasen unterversorgt seien. Ein entscheidender Schritt in der Zukunft liegt darin, Kollegen zu sensibilisieren und sie über alle therapeutischen Möglichkeiten zu informieren. Patienten mit Knochenmetastasen können viele Jahre überleben, und das bei guter Lebensqualität und Mobilität, wenn die richtigen Behandlungsstrategien eingesetzt werden. Die Zeiten des therapeutischen Nihilismus gehören der Vergangenheit an.

Bei der Behandlung von Patienten mit Prostatakarzinom nimmt Denosumab bereits eine wichtige Rolle bei der Prävention von SRE ein. Protatakarzinompatienten entwickeln zu 90% Knochenmetastasen. Prof. Johannes Wolff, Chefarzt der Urologischen Klinik, AKH Vierssen sprach über seine Erfahrungen mit Denosumab: „Nach aktuellen Daten des Robert Koch Instituts wurden 2008 63.440 Neuerkrankungen an Prostatakrebs diagnostiziert, davon sind 12.440 Patienten an ihrem Prostatakrebs verstorben. Mittlerweile können wir den Krankheitsverlauf und damit die Therapiedauer zunehmend verlängern. Bei der Therapie von hormonabhängigen Prostatakarzinomen gilt es, den Testosteron-Stoffwechsel zu blockieren, was jedoch zu einem verstärkten Knochenschwund führt. Eine frühe Supportivtherapie mit Denosumab ist für die Patienten deutlich besser.“ Die Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms bezeichnet die Therapie mit Denosumab als mindestens gleichwertig zur bestehenden Standardtherapie.

Dr. med. Friedrich Overkamp, Internistischer Onkologe aus Recklinghausen fasste den Nutzen von Denosumab wie folgt zusammen: „Eine Verzögerung der SRE um weitere 8,2 Monate und eine verzögerte Schmerzprogression um 55 Tage im Vergleich zur Zoledronsäure bewiesen einen signifikanten Zusatznutzen – und dies mit einer überzeugenden Fallzahl von mehr als 5.700 Patienten bei allen soliden Tumoren.“ (4,5) Aus seinem Praxisalltag berichtete Overkamp, dass er selbst bereits „alle neuen Patienten mit Knochenmetastasen auf Denosumab einstelle. Wenn Progredienz, Niereninsuffizienz oder Unverträglichkeiten auftreten, werden auch Patienten mit Bisphosphonat-Einstellung umgestellt.“ In der raschen und einfachen subkutanen Anwendung des Wirkstoffes sieht Overkamp zudem einen weiteren Vorteil von Denosumab. „Alle Patienten mit neu diagnostiziertem solidem Tumor und ossärer Metastasierung müssen meiner Meinung nach den neuen Standard bekommen, und es ist wichtig, die Studiendaten weiterzugeben, sodass diese im Ärzte- und Patientenkreis ankommen“, resümierte Overkamp.

Neue Therapieoptionen aus Sicht der Patienten

Renate Haidinger, 1. Vorsitzende von Brustkrebs Deutschland e.V., München, ist mit den Nöten und Ängsten der Betroffenen vertraut. „Gut 20% der Brustkrebspatientinnen, die uns anrufen, sind metastasiert. Sie möchten so lange wie möglich ihren normalen Alltag leben können.“ Haidinger berichtete von den Problemen, mit denen die Frauen zu kämpfen haben: „Neben der Angst vor starken Schmerzen haben die Brustkrebspatientinnen auch mit massiven Behinderungen, erheblichen Einschränkungen der Mobilität und großen Zukunftsängsten zu kämpfen. Sie können häufig nicht einmal mehr die einfachsten Dinge des alltäglichen Lebens ausführen. Neue Medikationsoptionen wie Denosumab helfen, die Lebensqualität so gut wie möglich zu erhalten. Die effektive Prävention von skelettbezogenen Komplikationen ist daher ein elementarer Bestandteil einer jeden Therapie. Und die Verzögerung von Knochenkomplikationen um 8,2 Monate mit Denosumab ist ein wichtiger Schritt in Richtung Lebensqualität für Patienten.“

Prof. Dr. med. Petra Feyer wies darauf hin, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit entscheidend für die Erarbeitung eines individuellen Optimalkonzeptes ist. Leider sei diese Zusammenarbeit noch nicht genügend weit entwickelt und der Dialog zwischen den Disziplinen müsse, u.a. mit Veranstaltungen wie der Akademie Knochen und Krebs, dementsprechend weiter gefördert und ausgebaut werden. „In der Kommunikation mit den Patienten ist die Angst vor Schmerzen ein sehr wichtiger Aspekt. Schmerz- und Bewegungsfreiheit sind entscheidende Parameter für eine adäquate Lebensqualität. Die Aufgabe der Ärzte ist es, dem Patienten im metastasierten Stadium eine realistische Hoffnung geben zu können und ihm die Angst vor Schmerzen zu nehmen.“
„Es ist an der Zeit, dass alle optimal zusammen arbeiten, die zum Thema Krebs etwas beitragen möchten.“, fasste Haidinger in der Diskussion abschließend zusammen.

Literaturhinweise:
(1) rki/vfa 2012
(2) Rubens RD, Coleman RE. Bone metastases. In: Abeloff MD, Amitage JO, Lichter AS, Niederhuber JE, eds. Clinical Oncology. New York: Churchill Livingstone, 1995: 643-65
(3) Cleeland CS, et al. Ann Onc 2005, 16: 972-980
(4) Lipton A et al, abstract 1249P, ESMO 2010
(5) Lipton A et al. Ann Oncol 2010;21(Suppl 8):viii379 [Abstract 1249P]
Quelle: Amgen
 
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