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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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10. Dezember 2017

Midostaurin: Nutzen der Erhaltungstherapie bei FLT3-mutierter AML in randomisierter Studie überprüfen

In der Phase-III-Studie RATIFY (1) hatten Patienten mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) und Mutationen im Gen für den FLT3-Rezeptor zusätzlich zur Induktions- und Konsolidierungstherapie sowie als Erhaltungstherapie den niedermolekularen FLT3-Inibitor Midostaurin oder Placebo erhalten. Midostaurin hatte dabei zu einem signifikanten Überlebensvorteil gegenüber Placebo geführt. Um die Bedeutung der Erhaltungstherapie – die nur Patienten mit kompletter Remission nach Induktion bekommen hatten – näher zu beleuchten, wurde eine separate Analyse durchgeführt, die Richard Larson, Chicago, USA, bei der Jahrestagung der Anmerican Society of Hematology (ASH) in Atlanta präsentierte (2).
Dazu wurden 2 Landmark-Analysen zum krankheitsfreien Überleben durchgeführt: einmal ab dem Beginn und einmal ab dem Ende der Erhaltungstherapie. In der ersten Analyse mit insgesamt 174 Patienten war ein leichter numerischer Vorteil zugunsten des Midostaurin-Arms zu sehen, der jedoch nicht signifikant ausfiel (Hazard Ratio HR=0,83 zugunsten von Midostaurin; p=0,49). Es kam während der Erhaltungstherapie zu 31 Ereignissen im Midostaurin- (30 Rezidive, ein Todesfall) und 22 im Placebo-Arm (alles Rezidive). In der zweiten Analyse (krankheitsfreies Überleben ab dem Ende der Erhaltungstherapie) war ebenfalls kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Armen zu erkennen (HR=1,4; p=0,38). Im Midostaurin-Arm wurden nach Ende der Erhaltung 16 Ereignisse registriert (alles Rezidive), im Placebo-Arm 9 (7 Rezidive, 2 Todesfälle). Auch beim Gesamtüberleben war ab Beginn der Erhaltung kein signifikanter Unterschied zu sehen (HR=0,96 zugunsten von Midostaurin; p=0,86).

    Die Ergebnisse dieser ungeplanten Post-hoc-Subgruppenanalysen erlauben keine Aussage über den Nutzen einer Erhaltungstherapie mit Midostaurin, insbesondere, da die Patienten für die Erhaltungsphase nicht erneut randomisiert worden waren, sondern die gleiche Therapie wie in der Induktions- und Konsolidierungsphase (Midostaurin oder Placebo) bekommen hatten. Um den Nutzen einer Midostaurin-Erhaltung tatsächlich bewerten zu können, wäre eine Randomisierung für diesen speziellen Aspekt der Therapie erforderlich, so Larson.

Josef Gulden
Quelle: 59. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH 2017)
Literatur:
(1) Stone R et al. Blood 2015 126:6; http://www.bloodjournal.org/content/126/23/6?sso-checked=true
(2) An Analysis of the Maintenance and Post Completion Effect of Midostaurin Therapy in the International Prospective Randomized Placebo-Controlled, Double-Blind Trial (CALGB 10603/RATIFY [Alliance]) for Newly Diagnosed Acute Myeloid Leukemia (AML) Patients with FLT3 Mutations. Presented at ASH 2017, Abstract #145.
 
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