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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. März 2009

Metastasiertes kolorektales Karzinom: Kombinationstherapien mit Capecitabin sind neuer etablierter Standard

Das orale Fluoropyrimidin Capecitabin (Xeloda®) ist ebenso wirksam wie 5-Fluorouracil und Folinsäure. Capecitabin ist für die Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms (mCRC) in Kombination mit allen gängigen Chemotherapieschemata mit und ohne Bevacizumab (Avastin®) und ohne Einschränkung der Therapielinie zugelassen.

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Die meisten Patienten mit metastasiertem kolorektalen Karzinom werden heute mit Kombinationschemotherapien behandelt. Dass Capecitabin mit Oxaliplatin als XELOX-Protokoll sowohl in der Erstlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms als auch in der Zweitlinientherapie ohne Wirkungsverlust an Stelle von FOLFOX eingesetzt werden kann, zeigten die internationalen Phase-III-Studien NO16966 (First-Line-Therapie)[1] und NO16967 (Second-Line-Therapie)[2], in denen XELOX (orales Capecitabin plus Oxaliplatin i.v.) mit dem FOLFOX-4-Schema (5-Fluoruracil/Folinsäure plus Oxaliplatin) verglichen wurde. Primärer Endpunkt beider Studien war die Nichtunterlegenheit von XELOX hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (PFS).

An der Studie NO16966 zur First-Line-Therapie nahmen 2034 Patienten mit mCRC teil. Die ersten 634 Patienten erhielten randomisiert entweder XELOX oder das infusionale Schema FOLFOX-4. Den nachfolgenden 1400 Patienten wurde im Rahmen eines 2x2-faktoriellen Designs zusätzlich randomisiert der Angiogenese-Hemmer Bevacizumab oder Placebo verabreicht. Die Ebenbürtigkeit der verglichenen Kombinationsschemata zeigte sich in einem vergleichbaren PFS (8,0 Monate unter XELOX vs. 8,5 Monate unter FOLFOX-4) und einem vergleichbaren Gesamtüberleben (19,8 Monate vs. 19,6 Monate). Als ausgewogen erwies sich auch die Verträglichkeit der beiden Chemotherapie-Schemata, mit leicht erhöhtem Vorkommen von Grad-3/4-Diarrhöe und Hand-Fuß-Syndrom unter XELOX und stark erhöhter Neutropenierate Grad ¾ unter FOLFOX-4 [1]. Wie die aktuellen, anlässlich des ASCO Gastrointestinal Cancers Symposium 2009, publizierten Daten der Studie NO16966 zeigen, ist XELOX dem etablierten FOLFOX-4-Schema auch bei einem Follow-up von weiteren 26 Monaten gleichwertig: Mit 19,8 Monaten überlebten die Patienten der XELOX-Gruppen (n=820) ähnlich lang wie die Kontrollgruppe (n=847), für die ein Gesamtüberleben von 19,5 Monaten berichtet wurde (Abb. 1) [3].
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Abb.1: Studie NO16966: Äquivalenz von XELOX und FOLFOX-4 beim Gesamtüberleben

Dass XELOX auch in der Second-Line-Therapie genauso wirksam ist wie FOLFOX-4, zeigte die Phase-III-Studie NO16967. An dieser Studie nahmen 627 Patienten teil, die nach erfolgter Chemotherapie einen Rückfall erlitten hatten bzw. deren Erkrankung trotz Medikation weiter fortgeschritten war. Mit einem PFS von 4,7 Monaten unter XELOX vs. 4,8 Monaten unter FOLFOX-4 und einem OS von 11,9 vs. 12,6 Monaten konnte die Gleichwertigkeit von XELOX vs. FOLFOX-4 gezeigt werden. Eine gemäß den Anforderungen der EMEA durchgeführte Metaanalyse zeigte, dass ein Auftreten des Hand-Fuß-Syndroms mit einem Therapieerfolg korreliert: Patienten mit Xeloda®, die ein Hand-Fuß-Syndrom entwickelten (alle Grade; Dosisanpassung gemäß Fachinformation), wiesen ein längeres Gesamtüberleben auf als Patienten ohne Hand-Fuß-Syndrom: medianes OS 29,0 Monate (95% CI 26,0-31,6) gegenüber 15,9 Monaten (95% CI 15,0-17,0), HR 0,59 (95% CI 0,54- 0,64) [4]. Das Hand-Fuß-Syndrom trat in dieser Metaanalyse im Median 155 Tage (7,3 Zyklen) nach Behandlungsbeginn mit Xeloda auf. Insgesamt zeichnet sich ab, dass Patienten, die ein Hand-Fuß-Syndrom entwickeln, besonders von der Therapie profitieren und damit umso mehr motiviert werden sollten, diese nach einer Dosisanpassung fortzusetzen. Bestätigt wird die Äquivalenz von XELOX und FOLFOX-4 beim mCRC durch eine große Metaanalyse: Cuppone et al. analysierten die Daten von 6 randomisierten klinischen Studien mit insgesamt 3405 Patienten und auch hier zeigten sich gleichwertige Ergebnisse hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens (HR 0,98; 95% CI 0,95-1,02; p=0,46) und des Gesamtüberlebens (HR 1,02; 95% CI 0,97-1,07; p=0,37) in der Erstlinientherapie des mCRC [5]. Dies bestätigt eindeutig die Gleichwertigkeit von 5-FU und Capecitabin und etabliert die Kombination mit Oxaliplatin als einen neuen Standard in der Therapie des mCRC.

Referenzen:
1. Cassidy et al., J Clin Oncol 2008;26: 2006-2012
2. Rothenberg et al., Ann Oncol, 2008 Jun 10 (Epub ahead of print)
3. Cassidy et al., ASCO GI 2009, Poster 382
4. Fachinformation Xeloda, Stand Oktober 2008
5. Cuppone et al., ASCO 2008, Abstract 4056

Mit freundlicher Unterstützung der Roche Pharma AG
 

 
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