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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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10. September 2013

Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom: Antihormonelle Therapie in Zweitlinie mit beträchtlichem Zusatznutzen

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) stufte den Zusatznutzen von Abirateronacetat in der Zweitlinientherapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) in seinem Beschluss vom 4. Juli 2013 als beträchtlich ein (1). Abirateronacetat wurde in Kombination mit Prednison und Prednisolon für die Behandlung bei asymptomatischem oder mild symptomatischem Verlauf der Erkrankung nach Versagen der Androgendeprivation am 18. Dezember 2012 europaweit zugelassen. Zulassung und G-BA-Bewertung stützen sich auf die Daten der COU-AA-302-Studie (2).

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Seit 2011 stehen für die Behandlung des kastrationsresistenten Prostatakarzinoms nach Versagen einer Erstlinien-Chemotherapie mit Docetaxel Abirateronacetat (Zytiga®) und Cabazitaxel, jeweils in Kombination mit Prednison oder Prednisolon, in der Zweitlinie zur Verfügung. Abirateronacetat ist ein steroidaler Androgen-Biosynthese-Inhibitor, der die persistierende Androgenproduktion in den Hoden, den Nebennieren und dem Tumorgewebe unterdrückt. Mit der Zulassungserweiterung von Abirateronacetat kann beim kastrationsresistenten Rezidiv mit milden oder keinen Symptomen eine Chemotherapie eventuell hinausgezögert werden, erklärte Prof. Dr. Kurt Miller, Direktor der Klinik für Urologie, Charité - Universitätsmedizin Berlin.

In der Zulassungsstudie COU-AA-302 wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit von Abirateronacetat (n=546) versus Placebo (n=542) bei asymptomatischen oder leicht symptomatischen, chemo-naiven Patienten mit progredientem mCRPC verglichen. Es wurde ein signifikanter Vorteil von Abirateron in Bezug auf das radiologisch bewertete progressionsfreie Überleben (rPFS) von median 16,5 vs. 8,3 Monaten beobachtet (HR=0,53; p<0,0001). Dieser Benefit zeigte sich in allen vorab definierten Subgruppen, so Prof. Dr. Jürgen Gschwend, Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik, Technische Universität München, Klinikum rechts der Isar. Zum Zeitpunkt der dritten geplanten Interimsanalyse (425 Todesfälle) betrug das Gesamtüberleben (OS) im Median 35,5 vs. 30,1 Monate (HR=0,79; p=0,0151).

is

Literaturhinweise:
(1) http://www.g-ba.de/informationen/nutzenbewertung/60/#tab/beschluesse
(2) Rathkopf DE et al.: Updated interim analysis of COU-AA-302, a randomized phase III study of abiraterone acetate (AA) in patients with metastatic castration-resistant prostate cancer (mCRPC) without prior chemotherapy. J Clin Oncol 2013;31(Suppl6):Abstr.#5

Quelle: Fachpressekonferenz der Janssen-Cilag GmbH "Neue Impulse für die Therapie des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms", Berlin, 6. September 2013
 
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