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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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06. Juli 2017 Seite 1/2

Metastasiertes Prostatakarzinom: Therapiesequenz beeinflusst Überlebenszeit

Die Therapiesequenz und die größtmögliche Anzahl an Therapielinien beeinflussen maßgeblich die Überlebenszeit von Patienten mit metastasiertem Prostatakarzinom, so das Resümee anlässlich der 8. Expertise Prostata in Eltville unter dem Vorsitz von Dr. med. Götz Geiges, Berlin. Die Therapiesequenz müsse für jeden Patienten individuell festgelegt werden – unter Berücksichtigung der Eigenschaften des Tumors und des Patienten, der Vorbehandlung sowie von Resistenzentwicklungen. Die Chemotherapie sei dabei integraler Bestandteil. Immer mehr klinische Daten zeigten Vorteile für den frühzeitigen Einsatz der Chemotherapie, so die Experten.
Das metastasierte Prostatakarzinom ist eine heterogene Erkrankung, die sich mutmaßlich auch schon bei Diagnosestellung aus hormonsensitiven und hormonresistenten Zellklonen
zusammensetzt (1, 2). Die frühe Chemo-Hormontherapie biete die Chance, alle Zelltypen des Tumors zu bekämpfen, erläuterte PD Dr. med. Gunhild von Amsberg, Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf. Die Kombination aus primärer Androgendeprivationstherapie (ADT) plus dem Taxan Docetaxel erreiche beispielsweise für Patienten mit noch hormonsensitivem metastasiertem Prostatakarzinom einen signifikanten medianen Überlebensvorteil gegenüber der alleinigen ADT (HR 0,61) (3) und wird in der aktualisierten S3-Leitlinie (4) für besagte Patienten empfohlen.

Chemotherapie-Indikation prüfen

Auch beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) erweist sich die Taxan-basierte Chemotherapie als wirksame Therapieoption, betonte von Amsberg. Neben
Docetaxel habe das Taxan Cabazitaxel dazu beigetragen, die Prognose dieser Patienten weiter zu verbessern. Wichtige Kriterien, die für den Einsatz der Chemotherapie sprechen, sind laut von Amsberg, viszerale Metastasen, eine hohe Tumorlast (5), Schmerzsymptomatik (6), entdifferenziertes Karzinom (initial hoher Gleason Score) (7) und schneller Progress (z. B. kurze PSA-Verdopplungszeit) (8). Kriterien, die zusätzlich für den Secondline-Einsatz von Cabazitaxel sprechen, sind Progress unter oder kurz nach Docetaxel (< 3 Monate) (9). „Die Chemotherapie ist integraler Bestandteil der Behandlung beim metastasierten Prostatakarzinom. Immer mehr retrospektive klinische Daten zeigen, dass sie nicht zu spät im Therapieverlauf eingesetzt werden sollte“, betonte von Amsberg

An Therapieresistenzen denken und diese beachten

Auch Therapieresistenzen müssten bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden, erläuterte Prof. Christian Schwentner, Stuttgart. So führen beispielsweise Mutationen am Androgenrezeptor (AR) dazu, dass die AR-gerichteten Substanzen nicht wirken könnten. Die Wirksamkeit der Chemotherapie sei davon nicht betroffen. Ein Hinweis auf ein schlechtes Ansprechen auf eine AR-gerichtete Substanz sei das nur kurze Ansprechen auf die primäre ADT (<12 Monate). „Das frühzeitige Erkennen von Resistenzen ist eine Voraussetzung für den Therapieerfolg. Wir empfehlen ein regelmäßiges Therapiemonitoring mittels Bildgebung etwa alle drei Monate“, so Schwentner. Resistenzen können sich auch im Therapieverlauf entwickeln. Es gebe Hinweise, dass die ARgerichtete Therapie das Wachstum AR-negativer Zellen begünstige, so dass vermehrt entdifferenzierte Prostatakarzinome entstehen, die auf die AR-gerichtete Therapie nicht ansprechen. Studiendaten zeigen zudem Kreuzresistenzen zwischen den AR-gerichteten Substanzen (10), weshalb nach Versagen der ersten AR-gerichteten Therapie auf die Chemotherapie gewechselt werden sollte.
 
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