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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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15. Januar 2015

Metastasiertes Prostatakarzinom: Optimierung der Therapie für längeres Leben und bessere Lebensqualität

Die Androgendeprivation (ADT) ist nach wie vor der Therapiestandard bei Patienten mit einem metastasierten Prostatakarzinom. Ungeachtet dessen bleibt die ADT auch 70 Jahre nach ihrer Erstbeschreibung ein hochaktueller und viel diskutierter Behandlungsansatz. Im Rahmen einer CME-zertifizierten Fortbildungsveranstaltung konnten Urologen unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Schmitz-Dräger, Fürth, mit Experten darüber diskutieren, wie sich die Therapie weiter optimieren lässt. Neben der Behandlung des Prostatakarzinoms wurden auch weitere Themen wie die erektile Dysfunktion behandelt.

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Gesicherte Indikationen der ADT sind die symptomatisch und asymptomatisch metastasierten Erkrankungen, so die S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom (1). Ziel ist es, die Symptome zu lindern bzw. das Überleben zu verlängern. Aber trotz der Anwendung bei inzwischen vielen Millionen Patienten bleibt die ADT in der Diskussion. Wichtige Aspekte der Behandlung sind auch Jahrzehnte nach der Einführung noch umstritten. Dazu zählen der optimale Zeitpunkt für den Therapiebeginn, die Behandlungsdauer, optimale Dosierungen und Kombinationen sowie die Rolle der LHRH-Antagonisten. Seit längerem wird der Einsatz einer maximalen Androgenblockade als Primärtherapie debattiert. Dieses Vorgehen weist gegenüber der alleinigen Androgensuppression leichte Vorteile beim Überleben auf, geht aber vermehrt mit Nebenwirkungen, einer reduzierten Lebensqualität und höheren Kosten einher (2,3). In der deutschen Leitlinie ist die maximale Androgenblockade daher mit einer Kann-Empfehlung aufgeführt (1). Für andere Fragen zeichnen sich demgegenüber inzwischen erste Lösungen ab. So scheint die intermittierende Androgenblockade, zumindest bei ausgedehnt metastasierten Tumoren, keinen Vorteil gegenüber einer kontinuierlichen Behandlung zu bringen.

Einfluss anamnestischer Faktoren: Studie LEAN gestartet

Durch die PSA-gestützte Frühdiagnose des Prostatakarzinoms ist aus einem foudroyant innerhalb von 2-3 Jahren tödlich verlaufenden Tumor eine Erkrankung mit zunehmend chronischem Verlauf geworden. Dementsprechend ergeben sich völlig neue Herausforderungen insbesondere im Bereich der Supportion. In einer derzeit laufenden prospektiven, nicht-interventionellen Studie (LEAN) werden rund 1.000 Patienten mit Prostatakarzinom, bei denen eine Hormontherapie indiziert ist, mit Leuprorelin (Leuprone® HEXAL®) eingeschlossen. Ziel ist es, den Therapieverlauf sowie das Verträglichkeitsprofil von Leuprorelin in der speziellen Darreichungsform als Implantat zu evaluieren. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt im Management von Nebenwirkungen einer ADT und der Suche nach Zusammenhängen zwischen anamnestischen Risikofaktoren wie Gewicht, Blutdruck oder Stoffwechselparametern auf den Krankheitsverlauf. Die Rekrutierung läuft bislang sehr erfolgreich, es können aber noch Patienten eingeschlossen werden, erläuterte Schmitz-Dräger.

Innovative Therapie bei erektiler Dysfunktion

Eine sehr belastende Nebenwirkung ist die erektile Dysfunktion nach einer radikalen Prostatektomie. Für die postoperative Lebensqualität stellt sie einen entscheidenden Faktor dar, darüber sind sich Experten einig (4). Hierfür steht neben der oralen Therapie mit PDE-5-Inhibitoren, der Vakuum-Pumpe, der intrakavernösen oder intraurethralen PGE1-Applikation seit kurzem auch die topische, nicht-invasive Applikation von Alprostadil (Vitaros® HEXAL®) zur Verfügung.


Literaturhinweise:
(1) Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms, Langversion 3.0, 2. Aktualisierung, September 2014. www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/043-022OLl_S3_Prostatakarzinom_201409.pdf
(2) Mottet N et al. Guidelines on Prostate Cancer, European Association of Urology, 2014
(3) Prostate Cancer Trialists Collaborative Group. Lancet 2000; 355: 1491-1498
(4) Tutolo M et al. Ther Adv Urol 2012; 4(6): 347-365

Quelle: Hexal
 
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