Sonntag, 22. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
03. November 2014

Metastasiertes Prostatakarzinom: Neue Optionen und strukturiertes Monitoring verbessern die Therapie

In die Behandlung des Prostatakarzinoms ist viel Bewegung gekommen. Aufmerksamkeit erregten vor allem die Zwischenergebnisse der CHAARTED-Studie (1), die zu einer frühen Nutzenbewertung der Kombination aus Androgendeprivation (ADT) und Chemotherapie beim hormonsensitiven metastasierten Prostatakarzinom (mPCa) führten (2). Zudem wurde ein Handlungsleitfaden für das strukturierte Therapiemonitoring bei metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) veröffentlicht (3).

Anzeige:
 
 

Mit einer CME-zertifizierten Fortbildung sorgte Hexal nun dafür, dass angesichts der vielen Neuigkeiten der Überblick nicht verloren geht. Nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie stellt die Androgendeprivation die Standardtherapie des mPCa dar (4,5). Es gibt jedoch gute Gründe, Patienten in dieser Situation zusätzlich eine Chemotherapie anzubieten. "Zum einen können die Tumoren auch Zellklone enthalten, die nicht hormonsensitiv sind, zum anderen besteht die Gefahr, dass Patienten bei Erreichen der kastrationsresistenten Phase nicht mehr fit genug sind, um eine Chemotherapie zu tolerieren", erklärte Dr. Eva Hellmis, Duisburg. In der CHAARTED-Studie wurde daher untersucht, ob Patienten mit hoher Tumorlast (viszerale Metastasen oder mehr als vier Knochenläsionen, mindestens eine davon außerhalb des Stammskeletts) von einer Kombination aus ADT und Docetaxel im Vergleich zu einer alleinigen ADT profitieren. Später wurden auch Patienten mit niedriger Tumorlast rekrutiert. In einer Zwischenanalyse von CHAARTED zeigte sich für das Gesamtüberleben ein statistisch signifikanter Vorteil zugunsten der Kombination. Er betrug im Patientenkollektiv mit hoher Tumorlast 17 Monate (p = 0,0006), im Gesamtkollektiv 13,6 Monate (p = 0,0006) (1,2). Bei niedriger Tumorlast ist noch keine Aussage möglich, da der primäre Endpunkt (medianes Gesamtüberleben) für dieses Patientenkollektiv noch nicht erreicht wurde. "Diese ausgezeichneten Ergebnisse veranlassten den Arbeitskreis Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Urologie und die Arbeitsgemeinschaft urologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft dazu, eine frühe Nutzenbewertung der kombinierten ADT-Chemotherapie abzugeben", sagte Hellmis (2). Demnach kann die frühe Kombination Patienten angeboten werden, wenn diese ein hormonsensitives Prostatakarzinom und eine hohe Metastasenlast aufweisen. Unabhängig vom Startzeitpunkt der Chemotherapie behält die ADT mit LHRH-Analoga wie Leuprorelin jedoch ihren Stellenwert, betonte Hellmis.

Optimale Therapieplanung bei mCRPC durch strukturiertes Monitoring


Neuigkeiten gibt es auch in Sachen Therapiemonitoring: Ein deutsches Expertengremium stellte dazu kürzlich einen Handlungsleitfaden vor, mit dessen Hilfe sich ein Fortschreiten des mCRPC schneller feststellen lässt (3). Zudem kann durch die strukturierte Vorgehensweise der richtige Zeitpunkt für einen Therapieabbruch oder -wechsel leichter getroffen werden.

Der Leitfaden sieht vor Therapiebeginn eine PSA-Bestimmung sowie - nicht immer üblich - eine Bildgebung (Ganzkörperszintigrafie, CT/MRT des Abdomens, Thoraxröntgen) vor, um den Ausgangsstatus der Metastasierung bestmöglich zu dokumentieren. Der Handlungsleitfaden gibt detailliert an, welche Untersuchungen (Laborparameter, Bildgebung, ECOG-Leistungsstatus) zu welchem Zeitpunkt durchgeführt werden sollen. Die daraus gewonnen Ergebnisse zeigen dann, ob ein Therapieabbruch oder -wechsel sinnvoll ist. Mit dieser Vorgehensweise soll sichergestellt werden, dass Ärzte rechtzeitig und die jeweils beste Therapie empfehlen können. Allerdings erlaubten es die bislang verfügbaren Biomarker nur, die Patienten diesbezüglich zu stratifizieren, so Hellmis. "Für eine wirklich individualisierte Planung sind weitere Marker notwendig, die uns grünes oder auch rotes Licht für eine bestimmte Behandlung geben", betonte die Urologin abschließend.

Literaturhinweise:
(1) Sweeney C et al. Journal of Clinical Oncology, 2014 ASCO Annual Meeting Abstracts.
Vol 32, No 18_suppl (June 20 Supplement), 2014: LBA2
(2) Gemeinsame Stellungnahme des Arbeitskreises Onkologie (AKO) und der Arbeitsgemeinschaft
urologische Onkologie (AUO) zum Einsatz einer Docetaxel-basierten Chemo-
Hormontherapie beim hormonsensitiven, metastasierten Prostatakarzinom.
http://www.klinikumbraunschweig.
de/fileadmin/urologie/Publikation/Stellungnahme_Chaarted.pdf
(3) Miller K et al. Urologe 2014; 53: 710–714
(4) Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms 2011. http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/043-022OL.html
(5) Konsultationsfassung 2014 – Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms. http://leitlinienprogrammonkologie. de/uploads/tx_sbdownloader/LL_Prostata_OL_Langversion_Konsultation2014.pdf

Quelle: Hexal
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs