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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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03. Juli 2014

Metastasiertes Kolorektalkarzinom: Retrospektive Analyse der CRYSTAL-Studie bestätigt die Bedeutung der RAS-Testung vor dem Start der Erstlinientherapie mit Cetuximab

Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC), deren Tumoren den RAS-Wildtyp aufweisen, erfahren durch die Zugabe von Cetuximab zu einer Standardchemotherapie (FOLFIRI) einen substanziellen Therapienutzen (1). Dies belegt laut PD Dr. Sebastian Stintzing, München, eine neue Auswertung der Phase-III-Studie CRYSTAL*, die auf der Jahrestagung  der American Society of Clinical Oncology (ASCO) im Rahmen des Gastrointestinal (Colorectal) Cancers Symposium am 02. Juni 2014 in Chicago (IL)/USA vorgestellt wurde (1). "Patienten ohne Mutationen (Wildtyp) des KRAS (Kirsten Rat Sarcoma)-Gens sowie Mutationen des NRAS (Neuroblastoma Rat Sarcoma)-Gens profitierten von der zielgerichteten Therapie mit dem Anti-EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor)-Antikörper durch eine Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens (OS) um 8,2 Monate im Vergleich zum Kontrollarm unter der alleinigen Chemotherapie", berichtete der Onkologe.

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Patientenbenefit durch erweiterte RAS-Mutationsanalyse

In der CRYSTAL-Studie hatten therapienaive Patienten mit EGFR-exprimierendem mCRC entweder eine Chemotherapie mit dem aus Folinsäure, 5-Fluorouracil und Irinotecan bestehenden FOLFIRI-Regime oder FOLFIRI in Kombination mit Cetuximab erhalten (2). Für die jetzt vorgestellte retrospektive Analyse wurden Tumorgewebeproben von 430 (65% von 666) Patienten mit KRAS-Wildtyp-Tumorstatus (Exon 2) hinsichtlich zusätzlicher RAS-Mutationen (definiert als Mutationen in den Exons 3 oder 4 des KRAS-Gens und/oder den Exons 2, 3 oder 4 des NRAS-Gens) ausgewertet. "Gezeigt werden konnte, dass aus dieser Gruppe 367 Patienten (85%) einen RAS-Wildtyp-Status, hingegen 63 (15%) einen mutierten Tumorstatus aufwiesen", informierte Stintzing.

Die neue Analyse der CRYSTAL-Daten erbrachte für die Erstlinientherapie von mCRC-Patienten mit RAS-Wildtyp-Tumoren (n=367) unter der Kombination aus Cetuximab plus FOLFIRI eine Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens (OS) um 8,2 Monate im Vergleich zum Kontrollarm unter der alleinigen Chemotherapie sowie des medianen progressionsfreien Überlebens (PFS) um 3,0 Monate und eine Steigerung der Ansprechrate (RR) um 27,7% (1).

In der Gruppe der Patienten mit KRAS-Exon-2-Mutationen und anderen RAS-Mutationen (KRAS Exon 3, 4 und NRAS Exon 2, 3, 4) wurde dagegen kein Vorteil durch die kombinierte Behandlung mit Cetuximab plus FOLFIRI (n=246) gegenüber FOLFIRI allein (n=214) beobachtet (1) (Abb. 1).
 

Abb. 1


Größerer Behandlungserfolg durch verbesserte Patientenauswahl

Damit belegen die neuen Analysedaten der CRYSTAL-Studie, dass Patienten mit mCRC und RAS-Wildtyp-Tumoren einen eindeutigen klinischen Vorteil durch die Behandlung mit Cetuximab plus FOLFIRI im Vergleich zu FOLFIRI allein erfahren. "Die in der retrospektiven Untersuchung gemachten Beobachtungen decken sich zudem mit den Ergebnissen, die bei Patienten mit mCRC vom RAS-Wildtyp bereits in anderen Studien mit EGFR-Therapien gemacht wurden", kommentierte Stintzing (3-7). Die CRYSTAL-Analyse bestätige, dass die Testung auf den RAS-Status bei Patienten mit mCRC vor der Entscheidung des Erstlinientherapiekonzeptes durchgeführt werden sollte: "Nur so ist es möglich, die Erstlinientherapie an die individuellen Bedürfnisse des Patienten anzupassen und den Nutzen der Therapie zu maximieren", ergänzte Stintzing.

Die primäre Bestimmung des RAS-Mutationsstatus für alle mCRC-Patienten vor der Therapieentscheidung werde von der Arbeitsgruppe "Kolon-/Rektum-/Dünndarmkarzinom" der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) bereits seit Dezember 2013 empfohlen, so Stintzing (8). Zudem stelle die AIO fest, dass der primäre Einsatz eines Anti-EGFR-Antikörpers wie Cetuximab zusammen mit einer Kombinationschemotherapie bei Vorliegen eines RAS-Wildtyps mit einem klinisch relevanten Vorteil verbunden ist und daher im Therapiekonzept berücksichtigt werden sollte. "Im Fall von Cetuximab können Patienten mit dem personalisierten Ansatz ein Gesamtüberleben von fast 30 Monaten erreichen, während es beim Einsatz der alleinigen Chemotherapie nur rund 20 Monate sind", schloss Stintzing.

*CRYSTAL: Cetuximab combined with iRinotecan in 1st-line therapY for metaSTatic colorectAL cancer

Literaturhinweise
(1) Ciardiello F et al. J Clin Oncol  32 (Suppl): 5s, 2014 Abstract 3506
(2) Van Cutsem E et al. J Clin Oncol 2011; 29: 2011–2019
(3) Stintzing S, et al. Ann Oncol 2013; 24 (Suppl 4): Abstract LBA17
(4) Tejpar S, et al., J Clin Oncol 2014; 32 (Suppl 3): Abstract LBA444
(5) Bokemeyer et al., J Clin Oncol 32; 5s, 2014 Abstract 3505
(6) Douillard  JY et al. Ann Oncol 2014; Epub ahead of print
(7) Schwartzberg LS et al. JCO 2014, Epub ahead of print  Doi 10.1200
(8) www.aio-portal.de/tl_files/aio/Arbeitsgruppen/Kolon-Rektum/statement_der_krk_leitgrupep_11-2013.pdf.

Quelle: MerckSerono
 
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