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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. Dezember 2016

Mammakarzinom mit Behandlungsdruck: Bedeutung von Bevacizumab belegt

Eine aktuelle Subgruppenanalyse der deutschen Beobachtungsstudie AVANTI stärkt Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit First-Line-Chemotherapie (Paclitaxel/Capecitabin) als Standard bei Patientinnen mit HER2-negativem metastasierten Mammakarzinom mit Behandlungsdruck (1). In der klinischen Routine profitieren insbesondere Patientinnen mit hohem Risiko von der Kombination aus VEGF-Inhibition und Chemotherapie – und dies unabhängig vom Hormonrezeptorstatus. Das Nebenwirkungsprofil entsprach dem bisheriger Studien (2,3). Die aktuellen Ergebnisse wurden jüngst auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS, 6. bis 10. Dezember 2016) vorgestellt.
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AVANTI-Auswertung bestätigt Stellenwert von Bevacizumab beim HER2-negativen metastasierten Mammakarzinom mit Behandlungsdruck

In die Analyse waren über 2.100 Patientinnen mit HER2-negativem Mammakarzinom eingeschlossen, die first-line Avastin® in Kombination mit Paclitaxel oder Capecitabin erhielten. Das progressionsfreie Überleben (PFS) lag über alle Patientinnengruppen hinweg bei 10,1 Monaten, bei endokrin vorbehandelten Patientinnen bei 9,0 Monaten und bei unmittelbar mit Avastin®/Chemotherapie behandelten Patientinnen bei 11,5 Monaten. Die Ergebnisse decken sich mit den Erfahrungen vorangegangener Auswertungen sowie klinischer Studien (2,4-7). Die Therapie war insgesamt gut verträglich – es wurden keine neuen Sicherheitssignale beobachtet.

"Die Ergebnisse sprechen dafür, dass Bevacizumab unabhängig vom Hormonrezeptorstatus in der First-Line-Chemotherapie in Kombination mit Paclitaxel oder Capecitabin eingesetzt werden kann", erläutert Prof. Volkmar Müller vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Hauptautor der auf dem SABCS vorgestellten Subgruppenanalyse. "Bemerkenswert ist, dass wir in dem Setting der AVANTI-Studie ein nicht weiter selektiertes Patientinnenkollektiv sehen, viele von ihnen mit hohem Risiko."

Patientinnen mit Behandlungsdruck profitieren

Als Hochrisikopatientinnen mit entsprechendem Behandlungsdruck waren in AVANTI Patientinnen klassifiziert, die mindestens drei der folgenden fünf Kriterien erfüllten: Erkrankungsfreies Überleben (DFS) von weniger als 24 Monaten, ECOG-Performance-Status kleiner als 2, Lebermetastasen und/oder mindestens 3 Organmetastasen, Tripel-negatives Mammakarzinom (TNBC) sowie eine vorangegangene adjuvante oder neoadjuvante Therapie mit Anthrazyklinen und/oder Taxanen. Das mediane PFS der 306 Patientinnen dieser Gruppe lag bei 6,4 Monaten, bei den 441 Patientinnen mit TNBC bei 7,2 Monaten.

Patientinnen mit hohem Behandlungsdruck identifizieren

Die Patientinnen mit Behandlungsdruck zu identifizieren, die von der Avastin®-Kombination in der First-Line-Therapie besonders profitieren können, ist von großer Bedeutung. Hierzu sind derzeit in der S3-Leitlinie (8) und in den Therapieempfehlungen der AGO Mamma (9) keine konkreten Hinweise zu finden. Fünf führende Experten haben daher unter Vorsitz von Prof. Michael P. Lux im Jahr 2016 einen Expertenkonsens erarbeitet (10).  Demnach ist Behandlungsdruck ein Faktor, der sich aus verschiedenen Elementen zusammensetzt und für jede Patientin individuell bestimmt werden soll. Zu den elf erarbeiteten Entscheidungskriterien gehören unter anderem Informationen zu Vortherapien, zur Symptomatik, dem Allgemeinzustand (ECOG), der Lebensqualität sowie der Aggressivität der Erkrankung. Ermittelt wird letztlich, wie wichtig es ist, ein schnelles und zuverlässiges Ansprechen zu erreichen, um tumorbedingte Beschwerden zu lindern oder akute Bedrohungen wie Organversagen abzuwenden. Bei Behandlungsdruck sollte den Experten zufolge unabhängig vom HR-Status eine First-Line-Kombination mit Avastin® erwogen werden.
Roche
Literatur:
(1) Müller V et al., SABCS 2016, P6-13-02
(2) Gray R et al., J Clin Oncol 2009, 27(30): 4966-4972
(3) Robert N et al., J Clin Oncol 2011, 29(10): 1252-1260
(4) Miles D et al., ESMO 2015, #1866
(5) Zielinski et al., Lancet Oncol 2016; 17: 1230-1239
(6) Rugo H et al., J Clin Oncol 2015, 33(21): 2361-2369
(7) Müller V et al., SABCS 2015, P4-13-26
(8) S3-Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft. www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-045OL_l_S3__Brustkrebs_Mammakarzinom_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2012-07.pdf (letzter Zugriff: 20.12.2016)
(9) AGO-Leitlinie (Version 16.0.1): www.ago-online.de (letzter Zugriff: 20.12.2016)
(10) Lux M et al., Senologie 2016, 03(13), Beilage "Blickpunkt Medizin", unterstützt von Roche Pharma
 
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