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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. August 2016

Magenkarzinom: Postoperative Chemotherapie oder Radiochemotherapie?

Die radikale chirurgische Resektion steht bei der potenziell kurativen Behandlung des Magenkarzinoms im Vordergrund. In der westlichen Welt liegt das langfristige Überleben der meisten Patienten in fortgeschrittenen Krankheitsstadien bei etwa 25%. Evidenzbasierte Strategien streben nach einer Verbesserung der Therapieergebnisse und umfassen: adäquate Chirurgie, postoperative Radiochemotherapie und perioperative Chemotherapie. Auf dem diesjährigen ESMO WCGIC wurde die multizentrische randomisierte Phase-III-Studie CRITICS vorgestellt, deren ersten Ergebnissen zufolge kein signifikanter Unterschied zwischen postoperativer Chemotherapie und Radiochemotherapie im Hinblick auf das Gesamtüberleben besteht (1).
In der multizentrischen randomisierten Phase-III-Studie CRITICS wurden 788 Patienten mit resektablem Magenkarzinom im Stadium Ib-IVa im Anschluss an die Diagnose randomisiert. Eine  Gruppe erhielt postoperativ eine Chemotherapie (n=393) und eine weitere Gruppe eine Radiochemotherapie (n=395). Die Ausgangscharakteristika waren mit 67% Männern und einem medianen Alter von 62 Jahren gut ausbalanciert. Die präoperative Chemotherapie bestand in beiden Therapie-Armen aus 3 Zyklen Epirubicin, Cisplatin/Oxaliplatin und Capecitabin (ECC/EOC) und wurde von insgesamt 83% der Patienten abgeschlossen. Nach der Operation erhielten die Patienten entweder 3 weitere Zyklen ECC/EOC oder eine Radiochemotherapie (45 Gy in 25 Fraktionen mit wöchentlich Cisplatin und täglich Capecitabin). Der primäre Endpunkt der Studie war das Gesamtüberleben (OS). Sekundäre Endpunkte waren das progressionsfreie Überleben (PFS), das Toxizitätsprofil und die Lebensqualität. Im Chemotherapie-Arm schlossen 47% der Patienten, im Radiochemotherapie-Arm 52%, die Behandlung gemäß Protokoll ab. Nach einem medianen Follow-up von 4,2 Jahren waren 406 Patienten verstorben. Die 5-Jahres-Gesamtüberlebensrate betrug 40,8% unter Chemotherapie und 40,9% unter Radiochemotherapie (p=0,99).

Das Auftreten von Toxizitäten war unter beiden Therapien vergleichbar. Chemo- und Radiochemotherapie führten hauptsächlich zu hämatologischen (Grad 3 oder höher: 44% vs. 34%; p=0,01) und gastrointestinalen (Grad 3 oder höher: 37% vs. 42%; p=0,14) Toxizitäten.
(übers. v. ma)
WCGI 2016
Literatur:
(1) Verheij M et al., Ann Oncol 27 (Supplement 2) 2016, LBA-02
 
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