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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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12. Januar 2016

Magenkarzinom: Pembrolizumab erfolgreich

Aktuelle Daten versprechen sehr gute Erfolge mit Immuncheckpoint-Inhibitoren bei gastrointestinalen Tumoren und dies sollte dazu animieren Patienten in Studien einzuschließen und sie mit den neuen Substanzen zu behandeln, sagte Prof. Markus Möhler aus Mainz. So konnte in der 3. Therapielinie bei Patienten mit metastasiertem Magenkarzinom mit Pembrolizumab ein medianes Überleben von 11,4 Monaten erreicht werden – üblicherweise ist das Therapieansprechen viel kürzer mit Überlebenszeiten zwischen 2-4 Monaten.

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Für die Phase-II-Studie Keynote-012 (1) wurden 65 Patienten mit fortgeschrittenem Magenkarzinom und PD-L1-positiver Expression eingeschlossen. Die Ergebnisse von 39 Patienten liegen vor (19 Patienten aus Asien, 20 Patienten aus Europa oder den USA). Die meisten hatten bereits zwei oder mehr Vortherapien erhalten und wurden mit 10 mg/kg Pembrolizumab (q2w) behandelt.

Für die 3. und weitere Therapielinie beim Magenkarzinom war das Ergebnis mit Pembrolizumab erstaunlich gut, sagte Möhler. Üblicherweise ist das Therapieansprechen sehr kurz und das mediane Überleben beträgt in dieser Situation zwischen 2-4 Monaten.

Mit Pembrolizumab kam es bei 53,1% der Patienten zu einer Tumorverkleinerung. Das Gesamtüberleben ist mit median 11,4 Monaten ebenfalls sehr vielversprechend sagte Möhler. Nach 6 Monaten lebten noch 66% Patienten. Möhler: „Das wurde in der Drittlinie beim Magenkarzinom bisher noch nie gesehen.“ Die Ansprechrate (ORR) nach RECIST 1.1 betrug in der zentralen Auswertun 22%, die mediane Ansprechdauer 40 Wochen. Im asiatischen und nicht-asiatischen Patientenkollektiv bestand eine vergleichbare Wirksamkeit.

Die Ergebnisse der Phase-II-Studie Keynote-012 sind die Grundlage für ein klinisches Entwicklungsprogramm. Es folgt die randomisierte Studie (KEYNOTE-061, Secondline) mit Pem (200 mg q3w) vs. Paclitaxel (80 mg/m2 qw) beim Adenokarzinom des Magens oder gastroösophagealen Überganges nach Progress nach Erstlinie mit Platin/5-FU. Eingeschlossen werden zunächst PD-L1-positive und -negative Patienten. Später wird überprüft, ob bei PD-L1-negativen Tumoren der Ansatz weiter entwickelt werden kann. Teilnehmende Zentren in Deutschland sind: Würzburg (Kunzmann), Frankfurt (Al-Batran), Hamburg (Gökkurt) Heidelberg (Haag) , Recklinghausen (Höhler), Mainz (Möhler), Ulm (Seufferlein) und Berlin (Thuss-Patience)-

Auch in der Erstlinie startet in Kürze eine weltweite randomisierte Studie (KEYNOTE-062), die Pembrolizumab + 5-FU/Cisplatin vs. Pembrolizumab vs. 5-FU + Cisplatin bei PD-L1-positiven Patienten prüft. Teilnehmende Zentren in Deutschland sind: Würzburg (Kunzmann, LKP), Hamburg (Gökkurt), Mainz (Möhler), Ulm (Seufferlein) und Berlin (Thuss-Patience). Ist geplant als Zulassungsstudie.

as
AIO Herbsttagung, 21.11.2015, Berlin
Literatur:

(1) Bang Y et al. ASCO 2015, Abstr. #4001

 
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