Montag, 23. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
09. März 2016

MM: Kontinuierliche Therapie und "spezifische" Targets sollen Langzeitüberleben ermöglichen

Beim Multiplen Myelom sei mittlerweile mit neuen Therapieoptionen zwar noch nicht die Heilung, aber zumindest eine Chronifizierung der Erkrankung zu erreichen, sagte Prof. Igor Wolfgang Blau, Berlin. Ein gutes Ansprechen bedeutet gleichermaßen ein längeres progressionsfreies Überleben (1). "Und ein nach 96 Monaten noch nicht erreichtes medianes Gesamtüberleben – wie in dem auf dem ASH 2015 präsentierten Update der HD4-Studie gezeigt (2) – weist in Richtung Chronifizierung, mit einem Vorteil für die Hochdosistherapie mit Bortezomib und Tandemtransplantation."

Anzeige:
 
 

"Dieser effektive Therapieansatz hat den großen Vorteil, dass Niereninsuffizienz für den Einsatz von Bortezomib keinen Risikofaktor darstellt, und dass auch eine per se prognostisch ungünstige Deletion 17 mittels Bortezomib-Induktions- und Erhaltungstherapie plus Transplantation überwunden werden kann", so Blau.

Die Frage, die nun diskutiert wird, ist, ob ein "hitting hard" zu Anfang ausreicht, oder ob eine Dauertherapie notwendig ist. Eine Metaanalyse von Palumbo et al. (3) zu diesem Thema hat einen Vorteil für die kontinuierliche Therapie gezeigt. "Bortezomib-basierte Therapien zeigen alle vergleichbar gute Langzeitergebnisse." Der Vorteil der Erstlinientherapie – dies hat beispielsweise das Follow-Up der VISTA-Studie gezeigt – bleibt auch über Jahre noch bestehen, unabhängig von der weiteren Art der Therapie. "Wichtig ist, sich dabei streng ans Portokoll zu halten und die Dosis beizubehalten."

Die neuen Substanzen Panobinostat, Daratumumab, Ixazomib und Elotuzumab, die bereits von der FDA zugelassen (und von der EMA teilweise bereits zur Zulassung empfohlen) sind, ermöglichen die Dauertherapie, zeigten aber auch, dass der Bedarf an wenig toxischen und nicht kreuzresistenten Therapiemöglichkeiten weiter bestehen bleibe, so Prof. Christof Scheid, Köln. Man setzt heute auf monoklonale Antikörper gegen "spezifische" Targets bei multiplem Myelom, in der Hoffnung, das Gesamtüberleben zu verlängern. Solche Hoffnungsträger sind vor allem Elotuzumab (antiSLAMF7), Daratumumab (antiCD38) sowie nBT062 (antiCD 138).

Die ELOQUENT-2-Studie hat mit Elotuzumab ein sehr gutes mOS von 19,4 Monaten und ein 2-Jahres-PFS von 41% gezeigt. "Gleichzeitig muss man bei der Therapie mit diesen Antikörpern aber eine längere Lernkurve berücksichtigen. So erhöht sich vor allem zu Beginn die Ansprechrate kaum, sondern erst verzögert – es dauert daher, bis mit den gegenwärtigen Nachweismethoden eine gute Krankheitskontrolle sichtbar wird." (4). Gespannt ist man auf das Outcome der HD6-Studie, in der der Antikörper bereits in der Erstlinie eingesetzt wurde.

Mit Daratumumab hat man eine effiziente Monotherapie, die in der SIRIUS-Studie eine ORR von 31% und Paraproteinabnahme bei stark vorbehandelten Patienten ermöglicht hat und die nun in zahlreichen Phase-III-Studien sowohl als Erstlinientherapie als auch im Rezidiv weiter evaluiert wird. "Real-World-Daten, die auf dem ASH 2015 präsentiert wurden, haben 19,9 Monate mOS bei sehr guten Ansprechraten für Daratumumab gezeigt" (5). Bei den schwer vorbehandelten Patienten würden schnelle und tiefe Remissionen erreichbar, dies zeige auch das Update der GEN503-Studie mit 80% ORR, davon 9% Komplettremissionen, 32 Patienten seien noch in Behandlung (6), ergänzte PD Dr. Markus Munder, Mainz. Auch Patienten, die eine "stable disease" erreichen, profitieren, betonte er.

Die Zytokinblockade mit den anti-IL6-Antikörpern Siluximab oder Tocilizumab, die für andere Indikationen zugelassen sind, konnte die Entzündungsreaktionen beim MM abschwächen, ohne jedoch die PR- oder PFS-Raten maßgeblich zu erhöhen (7). "Hier sollte man aber nicht aufgeben, sondern einen Platz suchen, wo diese Antikörper zum Einsatz kommen können", sagte Scheid. Und natürlich stehe auch beim MM die PD1/PD-L1-Blockade im Fokus aktueller und künftiger Studien, schloss er.

AB
Satellitensymposium "Myelomtherapie – Bewährtes bleibt, Neues kommt", 25.02.2016, DKK 2016, Berlin; Veranstalter: Janssen
Literatur:
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs