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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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27. Juni 2012

MEK-Inhibitor Trametinib neuer Therapieansatz beim malignen Melanom

Eine internationale klinische Studie, koordiniert von der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen, weist Wirkung eines neuen Medikaments zur Behandlung des metastasierten malignen Melanoms nach. Die Blockade des MEK-abhängigen Signalwegs führt zu eindeutiger Prognoseverbesserung im Vergleich zur herkömmlichen Chemotherapie.

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Ein erstes Medikament, das diese Erkenntnisse umsetzt, ist unter dem Namen Trametinib inzwischen auch in Deutschland zugelassen. Während des diesjährigen amerikanischen Onkologenkongresses (ASCO) im Juni in Chicago wurden Studienergebnisse mit Trametinib beim metastasierten Melanom vorgestellt. Das Medikament ist der erste sogenannte MEK-Inhibitor, bei dem ein klarer klinischer Wirkungsnachweis im Rahmen einer internationalen klinischen Studie gelang, die von Essen aus durch Prof. Dr. Dirk Schadendorf, Direktor der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen, geleitet wurde. In der Gruppe der 322 Patienten mit BRAF-mutiertem Melanom zeigten Patienten mit Trametinib-Behandlung im Vergleich zu Chemotherapie-behandelten Melanom-Patienten eine deutliche Verlängerung des progressionsfreien Intervalls als auch des Gesamtüberlebens.

Der MEK-Inhibitor reduziert das Risiko einer Tumorprogression, also seiner Weiterentwicklung, als auch das des Versterbens um ca. 50 Prozent im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie. Patienten gewinnen so wertvolle Zeit, in welcher ihre Beschwerden zumindest zunächst nicht signifikant zunehmen: Das progressionsfreie Überleben stieg um drei Monate von 1,5 Monaten auf 4,8 Monate im Median (P<0,001). Nach sechs Monaten waren 81 Prozent der Trametinib-Behandelten im Vergleich zu 67 Prozent der Chemotherapie-Patienten noch am Leben, obwohl letztendlich nahezu 50 Prozent dieser Patienten nach Tumorprogression auch noch den MEK-Inhibitor als „Cross-over“ erhielten (P=0,0136).

„Trametinib ist damit das dritte Medikament, dem es nach 30 Jahren Therapiestillstands in Bezug auf das fortgeschrittene Melanom gelingt, eine signifikanten klinischen Vorteil im Sinne der Patienten zu zeigen“, erklärt Professor Dr. Dirk Schadendorf, der auch über das neue Medikament im renommierten New England Journal of Medicine publiziert hat. Auch andere US-amerikanische Medien wie die New York Times, Boston Globe und das Wallstreet Journal haben bereits über die neue Therapie berichtet.

Derzeit haben klinische Studien unter anderem auch am Universitätsklinikum Essen begonnen, welche die Kombination eines selektiven BRAF-Inhibitors mit Trametinib im Vergleich zum selektiven BRAF-Inhibitor alleine prüfen. Erste Ergebnisse aus Phase I/II-Daten deuten auf eine Verdopplung des progressionsfreien Intervalls und eine weitere Verlängerung der Überlebenszeit hin.

Literaturhinweis:
Sausville EA (Editorial). Promises from Trametinib in RAF Active Tumors. NEJM online first 10.1056/NEJMe1205654 Flaherty KT, Robert C, Hersey P, Nathan, Garbe C, Milhem M, Demidov LV, Hassel JC, Rutkowski P, Mohr P, Dummer R, Trefzer U, Larkin JMG, Utikal J, Dreno B,  M, Middleton MR, Becker JC, Casey M, Sherman LJ, Wu FS, Ouellet D, Martin AM, Patel K, and Schadendorf D, for the METRIC Study Group. Improved Survival with MEK Inhibition in BRAF-Mutated Melanoma. NEJM online first 10.1056/NEJMoa120342

Quelle: Universitätsklinikum Essen
 
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