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03. April 2017

Lungenkarzinom: Zielgerichtet in der Erst- und Zweitlinie behandeln

Mit Alectinib wurde vor kurzem ein weiterer ALK-Hemmer bedingt zugelassen, der bei mit Crizotinib vorbehandelten Patienten mit ALK-positiven Tumoren eingesetzt werden kann.
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Anhand der heute bekannten Subgruppen können etwa 60% der Patienten mit einem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) gezielt therapiert werden. 20% der Nicht-Plattenepithelkarzinome weisen ein molekulares Target auf, wie z.B. EGFR, ALK oder ROS1. Bei 30% der Tumoren liegt die PDL-1-Expresssion ≥ 50%, so dass sie First-Line mit einem PD1-Hemmer allein behandelt werden können. Versagt die Erstlinien-Immuntherapie erfolgt der Wechsel auf eine Erstlinien-Chemotherapie einschließlich Bevacizumab (Avastin). „Bei Nicht-plattenepithel-Karzinomen und einer PDL-1-Expression unter 50% ist die Behandlung mit dem Angiogenesehemmer Bevacizumab Standard“, erläuterte Prof. Dr. Frank Griesinger, Oldenburg. In drei Studien konnte mit Bevacizumab bei Patienten mit Adenokarzinomen ein medianes Gesamtüberleben von 14 bis 15 Monaten erreicht werden. Bevorzugte Kombinationspartner sind Taxane.

Alectinib bei ALK-positiven Tumoren

„Bei etwa 5% der fortgeschrittenen NSCLC finden sich Fusionen des ALK-Gens. Das ALK-Gen codiert für die anaplastische Lymphomkinase (ALK)“, so Dr. Claus Schneider, DRK Manniske Krankenhaus, Bad Frankenhausen. Durch eine chromosomale Translokation wird das Gen dauerhaft aktiviert und führt zum ungehemmten Zellwachstum. ALK-positive Bronchialkarzinome sind häufiger bei Adenomhistologie, in jüngerem Alter (50 bis 55 Jahren), bei Nicht- und Nierauchern, bei Patienten ohne EGFR- und ohne KRAS-Mutationen sowie bei Frauen.

Der ALK-Hemmer Alectinib (Alecensa®) ist seit 16. Februar 2017 zur Behandlung von ALK-positivem NSCLC nach Crizotinib-Vorbehandlung bedingt zugelassen. Wirksamkeit und Verträglichkeit wurden in den zwei Phase-II-Studien NP28673 (weltweit) (1) und NP28761 (Nordamerika) (2) untersucht. Insgesamt wurden ein PFS von 9 Monaten und ein OS von 26 Monaten erreicht. Die Gesamtansprechrate in den gepoolten Daten beider Studien lag bei 51%, das Ansprechen erfolgte in der Regel sehr rasch und hielt 14,9 Monate an. Messbare ZNS-Metastasen zeigten in 64% ein Ansprechen. Bei 22 Patienten sprachen die ZNS-Metastasen komplett an (3). Alecensa® hat zwar ein breites Spektrum von unerwünschten Wirkungen, sie waren jedoch meist vom Schweregrad 1 und 2, so dass Dosisreduktionen und Therapieabbrüche selten erforderlich waren.

Dr. Susanne Heinzl
„Der Einfluss von Treibermutationen auf die Therapieentscheidung beim NSCLC“, Satellitensymposium der Roche Pharma AG beim DGP-Kongress 2017, Stuttgart, 23. März 2017.
Literatur:
(1) Ou SHI, et al. J Clin Oncol 2016; 34: 661-668.
(2) Shaw AT, et al. Lancet Oncol 2016; 17: 234-242.
(3) Gadgeel, SH et al. J Clin Oncol. 2016;34:4079-4085.
 
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