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14. Mai 2014

Lebensqualität im Fokus: Längeres Überleben mit Pemetrexed in der Induktions- und Erhaltungstherapie

Für Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-plattenepithelialem NSCLC (nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom) ist eine kontinuierliche Erhaltungstherapie mit Pemetrexed (Alimta®) im Anschluss an eine Induktionstherapie mit Pemetrexed/Cisplatin zugleich effektiv und vergleichsweise gut verträglich. Was sich durch das Konzept der Erhaltungstherapie mit Pemetrexed in der medizinischen Praxis für NSCLC-Patienten insbesondere im Hinblick auf die Lebensqualität verändert hat, war Thema eines Praxisworkshops im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Havelhöhe in Berlin.

Um den erreichten Erfolg einer platinhaltigen Erstlinienbehandlung so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, wird beim fortgeschrittenen Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge (Adeno- und großzelliges Karzinom) seit einiger Zeit die Strategie der kontinuierlichen Weiterbehandlung verfolgt. "Mit ihrer Hilfe soll eine Krankheitsprogression verhindert und zugleich eine Verlängerung der Überlebenszeit bei möglichst guter Lebensqualität erzielt werden", erläuterte Burkhard Matthes, Facharzt für Innere Medizin, während des Praxisworkshops am MVZ Havelhöhe.

Die Weiterführung der Therapie mit einer effektiven Komponente aus der Erstlinie wurde erstmals in der PARAMOUNT-Studie untersucht (1, 2). Sie konnte hierfür einen Überlebensvorteil nachweisen. In der Studie erhielten Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-plattenepithelialem NSCLC zunächst vier Zyklen Pemetrexed/Cisplatin (n=939). Die Studienteilnehmer, die damit eine komplette oder partielle Remission oder eine Krankheitsstabilisierung erreichten (n=539), wurden anschließend im Verhältnis 2:1 randomisiert und entweder mit Pemetrexed in gleicher Dosierung (500 mg/m2 an Tag 1 alle drei Wochen) oder Placebo behandelt, jeweils zusammen mit bestmöglicher supportiver Therapie. Ermittelt ab dem Zeitpunkt der Randomisierung für die Erhaltungstherapie, ergab sich eine mediane Gesamtüberlebensdauer von 13,9 Monaten für die Patienten aus dem Pemetrexed-Arm und von 11,0 Monaten im Placebo-Arm (Hazard Ratio 0,78; 95%-Konfidenzintervall 0,64-0,96; p=0,0195) (2). "Wie eine Subgruppenanalyse der PARAMOUNT-Studie belegt, können auch NSCLC-Patienten, die bereits älter als 70 Jahre sind, den Vorteil der verlängerten Tumorkontrolle und der verbesserten Prognose erfahren, der durch die kontinuierliche Weiterbehandlung mit Pemetrexed entsteht", informierte Matthes (3).

Fokus Lebensqualität

Zu den sekundären Endpunkten der PARAMOUNT-Studie gehörte neben dem Gesamtüberleben auch die von den Patienten dokumentierte Lebensqualität (4). Die Lebensqualität wurde mit einem standardisierten Fragebogen (EQ-5D) ermittelt, beginnend vor dem Start der Induktionstherapie bis zu 30 Tage nach Therapieende. Der EQ-5D umfasst fünf Fragen zum Gesundheitszustand: Beweglichkeit/Mobilität, die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen, alltägliche Tätigkeiten, Schmerzen/körperliche Beschwerden und Angst/Niedergeschlagenheit. Die Compliance bezüglich der EQ-5D-Anwendung war sowohl während der Induktion als auch in der Phase der Erhaltungstherapie hoch. Während der Erhaltungstherapie-Periode füllten 84,3% der Studienteilnehmer des Pemetrexed-Arms und 80,9% der Patienten des Placebo-Arms den Gesundheitsfragebogen aus.

Die Auswertung der Angaben zeigte keinen signifikanten Unterschied in der Lebensqualität zwischen den beiden Studienarmen. "Auch unsere Erfahrungen in der Behandlung von NSCLC-Patienten zeigen, dass während der Phase der Erhaltungstherapie die relativ gute Lebensqualität der Patienten erhalten bleibt", betonte Matthes. Die Mehrheit der Patienten konnte ihren ECOG (Eastern Cooperative Oncology Group) Performance Status im Studienverlauf erhalten (77,8% unter Pemetrexed, 77,3% unter Placebo), eine Verbesserung des Allgemeinzustands wurde bei 7,5% versus 10,2% und eine Verschlechterung bei 14,7% versus 12,6% der Studienteilnehmer beobachtet.

Vergleichsweise gute Verträglichkeit

Im Vergleich zu den bereits zuvor berichteten Sicherheitsdaten ergaben sich keine neuen Befunde. Die Erhaltungstherapie mit Pemetrexed wurde relativ gut vertragen, die häufigsten unerwünschten Ereignisse (Grad 3/4) versus Placebo waren Anämie (4,5% vs. 0,6%; p=0,016), Neutropenie (3,6% vs. 0%; p<0,0006) und Fatigue (4,2% vs. 0,6%; p=0,016). Damit bestätigte die Analyse das vergleichsweise gute Verträglichkeitsprofil von Pemetrexed.

Fazit

Die Induktions- und Erhaltungstherapie mit dem Multi-Target-Enzym-Inhibitor Pemetrexed ist mittlerweile eine Standardtherapieoption in der Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen, nicht-plattenepithelialen NSCLC. In der aktuellen Leitlinie der European Society of Medical Oncology (ESMO) wird die kontinuierliche Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Pemetrexed nach einer Induktion mit Pemetrexed/Cisplatin für Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC und nicht-plattenepithelialer Histologie mit IA bewertet (5).

Literaturhinweise:
(1) Paz-Ares L et al. 2012, Lancet Oncol 13: 247-255
(2) Paz-Ares LG et al. 2013, J Clin Oncol 31: 2895-2902
(3) Gridelli C et al. 2013, J Clin Oncol 31 (Suppl): Abstract 8086
(4) Gridelli C et al. 2012, J Thorac Oncol 7: 1713–1721
(5) Kerr KM et al. 2014, Ann Oncol Apr 8 [Epub ahead of print]

Quelle: Lilly
 
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