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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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11. Juni 2012

Krebs und Thrombose: Auf der Suche nach der optimalen Therapie

Tumorpatienten mit thrombo­embolischen Komplikationen sind oft schwierig zu behandeln. Auch die Leitlinien helfen nicht immer weiter. Wie ist beispiels­weise ein Patient zu medizieren, der trotz Anti­koagulation ein Rezidiv erleidet? Oder: Muss eine im Staging-CT entdeckte Lungen­embolie ohne klinische Symptomatik überhaupt behandelt werden? Zu einem interaktiven Erfahrungs- und Wissens­austausch über offene Fragen haben sich jetzt über 700 Experten auf einem Symposium von LEO Pharma im Rahmen des weltweit größten Kongresses zum Thema Krebs und Thrombose, ICTHIC, in Bergamo/Italien, getroffen. Dabei wurde deutlich: Sympto­matische venöse Thromboembolien ver­schlechtern nicht nur die Prognose von Tumorpatienten und ver­ursachen hohe Kosten im Gesundheitssystem. Auch die Lebens­qualität der Tumorpatienten leidet, so der Onkologe Prof. Dr. Hanno Riess, Berlin/Deutschland.

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Die venöse Thromboembolie (VTE) ist eine der Hauptursachen für die Mortalität von Tumorpatienten. Ob ein Tumorpatient eine VTE erleidet, hängt von individuellen genetischen sowie tumorspezifischen Faktoren ab. Hinzu kommt, dass jede Tumortherapie, wie Operation, Chemo- oder Strahlentherapie, das VTE-Risiko weiter erhöht.
 
Wie Prof. Riess ausführte, reichen die allgemeinen Prophylaxe- und Therapie­empfehlungen für Tumorpatienten daher nicht aus: So ist bei chirurgischen Tumorpatienten eine konventionelle Kurzzeit-Prophylaxe nach Operation nicht hinreichend effektiv. Aus seiner Sicht ist hier eine prolongierte postoperative Prophylaxe über vier bis fünf Wochen mit niedermolekularen Heparinen (NMH) zu empfehlen. Auch eine Standard­therapie der VTE mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) ist für Tumorpatienten nicht angezeigt: Unter VKA kommt es häufiger zu VTE-Rezidiven und Blutungen als unter NMH, wie z. B. Tinzaparin (1). Daher soll bei Tumor­patienten eine längerfristige Therapie für mindestens drei Monate mit einem geeigneten NMH durchgeführt werden. Bei der Auswahl des NMH sollte die Evidenz aus Studien berücksichtigt werden, so Riess. Hier gebe es durchaus Unterschiede.
 
Ob NMH auch die Metastasierung und das Wachstum von Tumoren limitieren können, war Gegenstand einer kontroversen Debatte. Prof. Ismaïl Elalamy, Paris/Frankreich, präsentierte präklinische und klinische Daten, die auf einen solchen Anti-Tumor-Effekt hinweisen. Dr. Pieter Kamphuisen, Groningen/Niederlande, vertrat dagegen die Ansicht, auch diese Effekte beruhten auf der antikoagulatorischen Wirkung der NMH. Beide waren sich einig, dass noch weitere klinische Studien notwendig sind, um diese Frage abschließend zu beantworten. Ein interaktives Voting der Experten im Auditorium zeigte: Eine deutliche Mehrheit der Onkologen und Hämatologen ist von den antimetastatischen Effekten der NMH überzeugt.

Literaturhinweis:
(1) Hull RD et al. Am J Med 2006, 119: 1062–1072.

Quelle: LEO Pharma
 
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