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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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16. Oktober 2013

Krebs im Alter: Vorträge und Diskussion am 26. Oktober in Ulm

Das Integrative Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät (CCCU) lädt in Zusammenarbeit mit der Agaplesion Bethesda Klinik Ulm, dem Hospiz Ulm e.V., der Geriatrischen Klinik St. Marien-Hospital Köln und verschiedenen Selbsthilfegruppen zu Kurzvorträgen und Diskussion ein. Der Eintritt ist frei.

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Wie wirken Krebstherapien bei älteren Patienten? Wachsen Tumoren im Alter langsamer? Was bedeutet eine Krebserkrankung für die große Zahl älterer Menschen, die allein leben? Und: Wann ist man überhaupt alt?  Die meisten Krebserkrankungen treten im fortgeschrittenen Alter auf und werfen  besondere Fragen auf – für die Betroffenen und die Angehörigen genauso wie für die behandelnden Ärzte.  Das Integrative Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät (CCCU) lädt in Zusammenarbeit mit der Agaplesion Bethesda Klinik Ulm, dem Hospiz Ulm e.V., der Geriatrischen Klinik St. Marien-Hospital Köln und verschiedenen Selbsthilfegruppen zu Kurzvorträgen und Diskussion ein. Der Eintritt ist frei.

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 490.000 Menschen neu an Krebs. Viele Krebsarten sind mit dem Alter verbunden, wie Prostata- oder Brustkrebs. "Ältere Menschen sind häufig durch weitere Krankheiten eingeschränkt. Oft arbeiten Herz, Nieren oder das Immunsystem nicht mehr so perfekt wie in jungen Jahren", erläutert Dr. Regine Mayer-Steinacker, Oberärztin an der Klinik für Innere Medizin III, die dort die Medizinisch-Onkologische Tagesklinik und die Palliativstation leitet. "Wir müssen unsere Therapiekonzepte daher auf die Möglichkeiten des älteren Organismus ausrichten - und der arbeitet bei jedem einzelnen Patienten unterschiedlich." Es gibt derzeit keine Therapien, die speziell für ältere Krebspatienten entwickelt wurden, wichtig ist also die richtige Auswahl und Dosierung bestehender Behandlungsmöglichkeiten. Neue Chancen können in Zukunft zielgerichtete Therapien bieten, die anders als eine Chemotherapie an biologischen Besonderheiten der Krebszellen ansetzen.

Die Entscheidung zu einer Krebstherapie treffen ältere Menschen aus einer anderen Lebensperspektive. "Was ist machbar, was ist sinnvoll? Diese Fragen müssen wir mit unseren Patienten offen besprechen", erläutert Prof. Dr. Jens Huober, Leiter der konservativen gynäkologischen Onkologie an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, zugleich Sekretär des Integrativen Tumorzentrums. Dem weit verbreiteten Glauben, Tumoren wüchsen bei alten Menschen generell langsamer, tritt Professor Huober entgegen: "Auch im Alter gibt es aggressive Tumoren, die sehr schnell wachsen."

Besonders schwierig zu bewältigen ist eine Krebserkrankung für ältere Menschen, die alleine leben. Ohne die Unterstützung von Familie oder Freunden ist der Alltag oft kaum zu meistern, ambulante Therapieformen sind schwer umzusetzen. Hier können die Brückenpflege oder Sozialdienste helfen.

Ein weiteres Thema der Veranstaltung sind Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Sie helfen Angehörigen und Ärzten u. a. zu respektieren, welche Therapien ein Patient bei einer schweren Erkrankung wünscht, auch wenn er sich selbst nicht mehr äußern kann.

Einladung zu Vorträgen und Diskussion
am Samstag, den 26. Oktober 2013, von 10 - 12 Uhr
im Studio Sparkasse Ulm, Neue Mitte
Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 2, 89073 Ulm
Programm
 

Quelle: Universitätsklinikum Ulm
 
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