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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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02. Juni 2016

Krebs-Überlebensraten bei jungen Erwachsenen schlechter als bei Kindern

Zu viele Teenager und junge Erwachsene sterben an Krebs, wie eine europaweite Studie ermittelt hat. Laut den in "Lancet Oncology" veröffentlichten Ergebnissen ist ihre Überlebensrate bei Erkrankungen wie Leukämie deutlich geringer als bei jüngeren Kindern. Die Forscher gehen davon aus, dass Unterschiede bei den Tumoren, Verzögerungen bei der Diagnose und Behandlung sowie der Mangel an klinischen Studien für diese Altersgruppe verantwortlich sind.
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Analyse hat Daten aus 27 europäischen Ländern detailliert ausgewertet 

Für die Studie wurden Daten aus 27 Ländern zu fast 57.000 Krebserkrankungen bei Kindern und 312.000 Erkrankungen bei Teenagern und jungen Erwachsenen analysiert. Insgesamt waren die Fünf-Jahres-Überlebensraten bei Teenagern und jungen Erwachsenen mit 82% im Vergleich zu 79% bei Kindern höher. Diese besseren Aussichten waren jedoch großteils dadurch bedingt, dass die älteren Betroffenen an Krebsarten erkranken, die über eine bessere Prognose verfügten. Der Gesamtwert verbarg jedoch jene Besorgnis erregenden Bereiche, in denen bei acht in beiden Altersgruppen häufig auftretenden Krebsarten die Aussichten deutlich schlechter waren.

Laut Forschungsleiterin Annalisa Trama von der Fondazione IRCCS Istituto Nazionale Tumori leben in Europa mehr Kinder, Heranwachsende und junge Erwachsene fünf Jahre nach der Krebsdiagnose noch. "Dennoch sterben Teenager und junge Erwachsene bei bestimmten Krebsarten vor allem an Erkrankungen des Blutes früher als Kinder."

Überblick über Krebserkrankungen

Die Fünf-Jahres-Überlebensrate lag bei akuter lymphatischer Leukämie bei Teenagern und jungen Erwachsenen bei 56%, bei Kindern jedoch bei 85,8%. Bei akuter myeloischer Leukämie lagen die Unterschiede bei 50% im Vergleich zu 61%. Beim Hodgkin-Lymphom gab es mit 93 beziehungsweise 95% bei Kindern eine geringere Differenz. Beim Non-Hodgkin-Lymphom war der Unterschiede zwischen Teenagern, jungen Erwachsenen und Kindern mit 77 zu 83% wieder deutlicher ausgeprägt.

Bei Astrozytomen, einer Krebserkrankung des Gehirns, befand sich die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei 46% bei den älteren Patienten und bei 62% bei den Kindern. Beim Ewing-Sarkom zeigten sich mit 49% und 67% ebenfalls deutliche Unterschiede. Beim Rhabdomyosarkom, einer Erkrankung der Weichteile, klaffte die Differenz mit 38 beziehungsweise 67% noch weiter auseinander. Bei Osteosarkomen standen 62% bei Teenagern und jungen Erwachsenen 67% bei Kindern gegenüber.
pressetext
Literatur:
Annalisa Trama, Laura Botta, Roberto Foschi et al.
Lancet Oncology, Published Online: 26 May 2016
http://www.thelancet.com/journals/lanonc/article/PIIS1470-2045(16)00162-5/abstract
 
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