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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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06. Januar 2014

Krebs-Überlebensraten zeigen Effektivität des Gesundheitssystems der Länder

Die Überlebensraten nach Krebs sind eine der Messgrößen für die Effektivität eines Gesundheitssystems. EUROCARE - die größte kooperative Studie für das populationsbasierte Krebs-Überleben in Europa - hat weiterhin bestehende Unterschiede zwischen den Ländern bezüglich Krebs-Überleben aufgezeigt. Grundsätzlich leben die Europäer nach Krebserkrankungen länger - aufgrund von besseren Diagnose- und Behandlungs- sowie Nachsorge- und Reha-Maßnahmen verglichen mit der Zeit vor 2000. EUROCARE-5 hat den Effekt dieser Maßnahmen in 29 europäischen Ländern untersucht.

Die retrospektive Beobachtungsstudie analysierte Daten von über 10 Millionen Patienten, bei denen bis 2007 Krebs diagnostiziert wurde, mit einem Follow-up bis 2008. Unterschiedliche Lebenserwartungen nach Zeit der Diagnose und Krebsart wurden berücksichtigt.

- Das relative 5-Jahres-Überleben ist in allen europäischen Ländern angestiegen. Die größten Erfolge gab es zwischen den Jahren 1999-2001 und 2005-2007 beim Prostatakarzinom (73,4%), bei Non-Hodgkin-Lymphomen (53,8%) und beim Rektalkarzinom (52,1%).
- Das Überleben sinkt grundsätzlich mit dem Alter, hier gibt es jedoch regionale und Krebsart-spezifische Unterschiede.
- In Osteuropa waren die Überlebensraten generell unterhalb des europäischen Mittelwerts, besonders bei Krebsarten mit eigentlich guter oder intermediärer Prognose. In Irland und dem Vereinigten Königreich entsprach das Überleben bei Rektalkarzinom, Brustkrebs, Prostatakrebs, malignem Melanom und NHL dem Durchschnitt, aber geringer bei Nieren-, Magen-, Ovarial-, Kolon- und Lungenkrebs. Gerade bei Lungenkrebs schnitten Irland und UK deutlich schlechter ab als die anderen Länder.

Die großen Fortschritte in der Krebsbehandlung bis zum Jahre 2007 hat zu verbesserten Überlebensraten in Europa geführt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern erklären sich vermutlich durch differierende Diagnosezeitpunkte (frühes oder fortgeschrittenes Krankheitsstadium) und Zugang zu einer guten Versorgung, unterschiedliche Diagnose- und Screening-Methoden und Unterschiede in der Tumorbiologie. Sozioökonomische Unterschiede sowie Lebensstil und allgemeiner Gesundheitszustand spielen ebenfalls eine Rolle. Weitere Studien müssen erfolgen, um die Unterschiede gründlicher klären zu können und Maßnahmen zu entwickeln.

Literaturhinweis:
Roberta De Angelis, Milena Sant, Michel P Coleman et al.
Cancer survival in Europe 1999-2007 by country and age: results of EUROCARE-5 -a population-based study
The Lancet Oncology, Early Online Publication, 5 December 2013
doi:10.1016/S1470-2045(13)70546-1

 
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