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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. Januar 2017

Gründung des Kindertumorzentrums KiTZ am NCT Heidelberg

Anlässlich der Gründung des Hopp-Kindertumorzentrums am NCT Heidelberg (KiTZ) durch das Universitätsklinikum Heidelberg und das Deutsche Krebsforschungszentrum fand gestern und heute das erste Kinderkrebssymposium in Heidelberg statt. Am Vorabend luden die Direktoren der KiTZ Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft zu einem Empfang in die Print Media Academy in Heidelberg ein. Zu den Referenten gehörte die Landesministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer, die das Kindertumorzentrum als großartiges Vorhaben mit hervorragenden Standortvoraussetzungen bezeichnete.
"Ich freue mich, dass durch das Hopp-Kindertumorzentrum die Heilungschancen von schwer erkrankten Kindern weiter verbessert werden. Das Universitätsklinikum und das Deutsche Krebsforschungszentrum knüpfen dabei an eine Heidelberger Erfolgsgeschichte der Onkologie an", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Dass so großartige Vorhaben wie das KiTZ am Medizin-Standort Heidelberg initiiert würden, bestätige wieder einmal die hohe Dichte an Exzellenz sowie die hervorragenden Standortvoraussetzungen – "und dass wir hier in den letzten Jahren die Weichen richtig gestellt haben", so Bauer weiter. Großer Dank gebühre denjenigen, die dieses Vorhaben durch ihre großzügigen Spenden möglich machen.

Mit neuen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten krebskranken Kindern gezielter helfen zu können, ist das Ziel des KiTZ. "Wir möchten künftig auch Kindern eine Chance geben, bei denen der Krebs zurückkommt und für die es bisher kaum eine Chance auf Heilung gab", so die Direktoren des KiTZ, die Professoren Andreas Kulozik, Olaf Witt und Stefan Pfister während ihrer Eröffnungsrede. "Grundlage dafür ist eine gute und umfassende Versorgung unserer Patienten. Darüber hinaus müssen wir aber auch unsere Forschung ausbauen – vor allem im präklinischen und translationalen Bereich."

"Translation" bedeutet in der Medizin die Übertragung von Forschungsergebnissen in klinische Anwendungen. Und genau das wird ein Aufgabenschwerpunkt des KiTZ sein. Ebenso wichtig ist der umgekehrte Weg, das Zurückspiegeln von Beobachtungen aus der Klinik in die Forschungslabors. Die KiTZ Direktoren sind zuversichtlich: "Mit diesem Schwerpunkt können wir es schaffen, neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für Rückfallpatienten zu entwickeln."

Um die Chancen in der Kinderonkologie weiter zu verbessern, sind neue Konzepte essenziell. Denn auch wenn heute schon vier von fünf an Krebs erkrankte Kinder erfolgreich therapiert werden können ̶ für 20% gibt es derzeit kaum Aussicht auf dauerhafte Heilung. Prof. Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ, betont: "Um diesen Kindern und ihren Eltern neue Hoffnung schenken zu können, brauchen wir neue und bessere Diagnose- und Therapieverfahren. Dies erreichen wir nur, wenn wir die hervorragende Krebsforschung speziell für Kinder in Heidelberg in ihrer ganzen Bandbreite im KiTZ zusammenführen."

Im KiTZ Neubau wachsen Klinik und Forschung weiter zusammen

Wie wichtig die enge Verzahnung von Klinik und Forschung hier ist, zeigt der gemeinsame Entschluss vom Universitätsklinikum Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), beides künftig in einem eigenen Gebäude zu vereinen. Damit wollen die beiden Kooperationspartner die Zusammenarbeit aller Akteure der Heidelberger Kinderonkologie erleichtern – ein Ansatz, von dem der gesamte Standort profitieren wird. "Der KiTZ Neubau bündelt medizinische und wissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet der Kinderonkologie und stärkt damit gleichzeitig den Medizin-Campus Heidelberg", sagt Prof. Dr. Wolfgang Herzog, Dekan der Medizinischen Fakultät Heidelberg. Rund 40 Millionen Euro wird die Errichtung des Neubaus kosten. Die Dietmar Hopp Stiftung stellt die Hälfte der Summe zur Verfügung, weitere zehn Millionen Euro werden durch andere Förderer abgedeckt. "Für den Rest der Bausumme suchen wir weitere Spender", so Herzog mit Blick auf die Finanzierungslücke von derzeit rund zehn Millionen Euro.
Deutsches Krebsforschungszentrum
 
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