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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. Januar 2017

Karrieremöglichkeiten von Strahlentherapeuten

Der Arztberuf zählt in Deutschland zu einer der angesehensten Tätigkeiten,  geht jedoch auch mit großen Belastungen einher: Eine hohe Wochenarbeitszeit, Überstunden und der zunehmende ökonomische Druck in den Kliniken. Für angehende Mediziner ist es daher wichtig, möglichst viel über die tatsächlichen Arbeitsbedingungen zu wissen, bevor sie sich für eine medizinische Fachrichtung entscheiden. „Eine gute Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeitmodelle, abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Aufgaben und verschiedene Karrierechancen finden junge Mediziner in der Strahlentherapie“, erklärt Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs, Mediensprecherin der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO).
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In Deutschland gibt es etwa 1.600 Radioonkologen und Radioonkologinnen. In der Strahlentherapie herrscht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Das betrifft sowohl die Assistenz- als auch in vielen Kliniken die Oberarztstellen. Selbst an Unikliniken ist es nicht ungewöhnlich, dass es Frauen mit Familie bis an die Spitze von Abteilungen schaffen. Der Anteil von Frauen in leitender Position, beispielsweise als Ordinaria, ist verglichen mit anderen medizinischen Fächern hoch: Von den 30 Lehrstühlen für Strahlentherapie werden fünf von Frauen besetzt.
 
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist in diesem Fach gut möglich, nicht nur für Frauen. „In der Strahlentherapie gibt es – anders als in anderen medizinischen Bereichen – strukturell viele Möglichkeiten, um für jede und jeden Einzelne/n optimale Arbeitszeitmodelle zu schaffen“, erklärt Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs von der Technischen Universität München (TUM) und Pressesprecherin der DEGRO. Der Grund dafür liegt nach Meinung der Direktorin der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie darin, dass einige Behandlungsbereiche planbarer sind als in anderen Fachgebieten. „Die Bestrahlungsplanungen können in einer definierbaren Zeit gemacht werden, die Patientenbetreuung in der Ambulanz ebenso“, merkt Combs an. Für Frauen, aber auch für Männer, die aus familiären Gründen an Teilzeitstellen interessiert sind, ohne jedoch auf anspruchsvolle berufliche Perspektiven verzichten zu wollen, bieten die radioonkologischen Einrichtungen gute Möglichkeiten.
 
Die Radiotherapie ist nach Ansicht von DEGRO-Präsident Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Jürgen Debus ein vielfältiges Fach, für das die DEGRO unter anderem im Kontext ihrer Jahrestagung besonders beim medizinischen Nachwuchs wirbt. „Vor fast sechs Jahren haben wir den Club 100 ins Leben gerufen. Dieses Netzwerk bietet über den Kongress hinaus eine Art Mentoring-Programm. Erfahrene Kollegen beraten die Nachwuchsmediziner zu ihrer Karriereplanung, unterstützen sie bei der Themenwahl ihrer Doktorarbeit oder vermitteln ihnen Praktikumsplätze.“ Damit begegne die DEGRO aktiv dem Nachwuchsmangel, der sich auch in der Strahlentherapie abzuzeichnen beginnt.
 
Ein zusätzlicher guter Grund, um die Facharztweiterbildung anzustreben, ist neben der Vielfalt des Faches, das Physik, Biologie und Medizin vereint, auch die grundsätzlich mögliche Flexibilität der Arbeitszeitgestaltung. Prof. Combs weist jedoch darauf hin, dass auch in der Strahlentherapie Leitungsfunktionen nur in einer Vollzeitstelle zu bewältigen seien.
 
Die DEGRO-Mediensprecherin ist der Auffassung, dass grundsätzlich alle Strukturen in einer Klinik modifizierbar sind: „Man kann an jeder Schraube drehen, aber nicht an jeder gleich viel.“ Ihre Erfahrungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Teilzeit sind durchweg positiv. Natürlich spielt dabei die Fähigkeit, gut organisieren zu können, eine wichtige Rolle. Auch verlässliche Betreuungsmöglichkeiten von Kindern in Kitas und Ganztagsschulen sollten vorhanden sein. Das Hauptargument für mehr Flexibilität in der Arbeitszeit der Mitarbeiter ist das Potenzial von Männern und Frauen, das man sonst nicht nutzen könne und das langfristig zu einem Nachwuchsmangel führe, so Combs.
 
DEGRO-Präsident Debus empfiehlt allen angehenden Medizinern, die sich auch für Strahlenbiologie und -physik interessieren, ihre Famulatur oder das Praktische Jahr an einer strahlentherapeutischen Einrichtung zu machen. „Es gibt mehr Patientenkontakt und weniger Physik als viele Studierende befürchten.“ Die Versorgung von Krebspatienten ist sehr anspruchsvoll und verlangt ein hohes Maß an Empathie. „Zusammen mit Forschung und Lehre, die an vielen Kliniken dazugehören, entsteht ein dichter Arbeitsalltag, der jedoch gut zu meistern ist“, so Prof. Debus.
Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie
 
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